Original-Research: Greiffenberger AG (von GBC AG): Kaufen

Original-Research: Greiffenberger AG (von GBC AG): Kaufen

WKN: 589730 ISIN: DE0005897300 Greiffenberger AG

0,55 EUR
-0,02 EUR -3,51 %
03.04.2020 - 08:01
30.11.2015 10:30:40

Original-Research: Greiffenberger AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu Greiffenberger AG

Unternehmen: Greiffenberger AG

ISIN: DE0005897300

Anlass der Studie: Research Comment

Empfehlung: Kaufen

Kursziel: 5,00 Euro

Kursziel auf Sicht von: Ende GJ 2016

Letzte Ratingänderung: -

Analyst: Felix Gode, CFA

Prognosen für das GJ 2015 revidiert - schwache Nachfrage aus Kundenbranchen

- mittel- und langfristige Aussichten unverändert positiv - Kursziel auf

5,00 EUR reduziert - Rating bleibt KAUFEN

Mit der Vorlage der Zahlen zum Q3 2015 musste die Greiffenberger AG ihre

Prognosen für das GJ 2015 revidieren und geht nunmehr von Umsatzerlösen in

Höhe von rund 150 Mio. EUR aus (bislang: 153-158 Mio. EUR). Gleichzeitig ist es

das Ziel, ein positives Ergebnis auf EBIT-Ebene zu erreichen (bislang:

3,0-4,5 Mio. EUR).

Zwar war die Umsatzentwicklung im Q3 2015 mit einem Plus von 2,2 %

gegenüber dem Vorjahr weiterhin positiv, jedoch fiel die Wachstumsdynamik

unterhalb des guten Niveaus des Q2 2015 (+4,9 %) aus. Insgesamt lagen die

Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2015 mit 113,4 Mio. EUR um 0,4 %

unter dem Vorjahresniveau. Dabei war bei allen drei Tochtergesellschaften

ein leicht niedrigerer Umsatz als im Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Die

Umsatzentwicklung im Q3 2015 schätzen wir vor dem Hintergrund der

Rahmenbedingungen jedoch als zufriedenstellend ein. Für die verhaltene

Umsatzentwicklung im Neunmonatszeitraum war insbesondere das schwache Q1

verantwortlich.

Hintergrund der revidierten Umsatzprognose ist insbesondere eine

Nachfrageschwäche aus den Kundenbranchen, weshalb die derzeitige

Auftragssituation auf ein verhaltenes Q4 hindeutet. Während sich bei Eberle

die Konjunkturabschwächung in China bemerkbar macht, ist bei ABM der

niedrige Ölpreis und die damit verbundene schwache Nachfrage nach

Pelletheizungen ein wesentlicher Faktor, für deren Antriebe ABM

Weltmarktführer ist. Hinzu kommt die schwache Nachfrage aus dem Maschinen-

und Anlagenbau. In den ersten neun Monaten 2015 war der Auftragseingang bei

deutschen Maschinenbauunternehmen gemäß dem Branchenverband VDMA um 1 %

rückläufig.

Prognosen adjustiert - Ausgeglichenes Nettoergebnis in 2016 erwartet

Vor dem Hintergrund der reduzierten Umsatz-Guidance des Managements haben

auch wir unsere Prognosen angepasst und gehen nunmehr von einem Umsatz in

Höhe von 150,00 Mio. EUR sowie einem EBIT von 0,25 Mio. EUR aus. Dabei wirkt

sich insbesondere das niedrige Umsatzniveau belastend auf das Ergebnis aus.

Hingegen gehen wir nicht davon aus, dass eine weitere Erhöhung der

Fixkosten die niedrigere Ergebniserwartung bedingt.

Auch für das GJ 2016 haben wir unsere Erwartungen adjustiert. Angesichts

eines zufriedenstellenden Auftragseingangs von 40 Mio. EUR im Q3 sowie einer

erwarteten Entspannung der Rahmenbedingungen in den Kundenbranchen sollte

in 2016 wieder ein moderates Wachstum möglich sein. Zudem sollte sich der

in 2015 reorganisierte Vertrieb in 2016 schließlich bemerkbar machen.

Dennoch senken wir unsere Umsatzerwartung für 2016 von 161,04 Mio. EUR auf

155,00 Mio. EUR.

Auf der Ergebnisseite gehen wir für 2016 ebenfalls von einer Belebung aus,

wenngleich wir auch hier gegenüber unseren bisherigen Schätzungen eine

merkliche Reduktion vornehmen. Während wir nach dem planmäßigen Hochlaufen

der Produktion im Jahr 2014 am neuen Standort der ABM in Lublin/Polen

nunmehr von keinen weiteren signifikanten Steigerungen der

Fixkostenbelastung ausgehen, ist die niedrigere Umsatzerwartung der

maßgebliche Grund für die Reduktion der Ergebniserwartung.

Auf Grund der reduzierten Prognose für das GJ 2015 wird die Greiffenberger

AG die vereinbarten Covenants in Rahmen des bestehenden

Konsortialdarlehensvertrages zum Jahresende voraussichtlich nicht einhalten

können. Das Unternehmen hat jedoch bereits mitgeteilt, dass das

Bankenkonsortium voraussichtlich auf die Ausübung der ihnen daraus

entstehenden Rechte verzichtet. Auch werden zunächst die bis zum 31.03.2016

fälligen Tilgungsleistungen für das Konsortialdarlehen und das Genussrecht

bei Bedarf ausgesetzt. Parallel arbeitet das Unternehmen an einem Konzept,

um die Ertrags- und Liquiditätssituation der Gesellschaft zu verbessern,

auf dessen Basis dann im Frühjahr eine bedarfsgerechte Anpassung der

Finanzierung erfolgen soll.

Fazit - Kursziel auf 5,00 EUR gesenkt - Rating bleibt KAUFEN

Auf Grund der Reduktion der Umsatz- und Gewinnerwartung für das Jahr 2015

und 2016 haben wir auch eine Anpassung des Kursziels vorgenommen. Als

maß-geblichen Treiber für die zukünftige Entwicklung der Ergebnisse und

Cashflows ist die Umsatzentwicklung zu sehen, die derzeit nicht ausreichend

dynamisch ist, um entsprechende Ergebnisimpulse zu generieren. Sollte sich

daher das Umsatz-wachstum in 2016 verbessert darstellen, halten wir auch

höhere Ergebnisse für denkbar. Auf Grund der derzeitigen Rahmenbedingungen

stellen wir jedoch zu-nächst auf eine vorsichtigere Prognose ab. Nach

bislang 6,80 EUR haben wir nunmehr einen fairen Unternehmenswert je Aktie in

Höhe von 5,00 EUR ermittelt. Das Rating KAUFEN behalten wir auf Grund des

unveränderten mittel- und langfristigen Potenzials der Aktie bei.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:

http://www.more-ir.de/d/13413.pdf

Kontakt für Rückfragen

Jörg Grunwald

Vorstand

GBC AG

Halderstraße 27

86150 Augsburg

0821 / 241133 0

research@gbc-ag.de

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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach §34b Abs. 1 WpHG und FinAnV Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,5b,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter:

http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung.htm

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-------------------übermittelt durch die EQS Group AG.-------------------

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.

Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung

oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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