OTS: BNP Paribas Real Estate Holding GmbH / BNP Paribas Real Estate ... - 08.04.21 - BÖRSE ONLINE

OTS: BNP Paribas Real Estate Holding GmbH / BNP Paribas Real Estate ...

OTS: BNP Paribas Real Estate Holding GmbH / BNP Paribas Real Estate ...
08.04.2021 08:10:38

BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Investmentzahlen für das erste

Quartal 2021 / Trotz Dauer-Lockdown erneut über 10 Mrd. EUR

Investmentumsatz zum Jahresauftakt

Frankfurt/Main (ots) - Trotz eines seit Monaten anhaltenden Lockdowns starten

die Investmentmärkte lebhaft ins Jahr 2021, sodass bereits zum fünften Mal

hintereinander die 10 Milliarden Euro-Marke übertroffen werden konnte. Insgesamt

wurde im ersten Quartal ein Transaktionsvolumen von gut 10,2 Milliarden Euro

registriert. Damit liegt das Ergebnis zwar deutlich (-45 %) unter dem

außergewöhnlichen Rekordumsatz des Vorjahres, gleichzeitig aber im Schnitt der

letzten zehn Jahre. Dies zeigt die Analyse von BNP Paribas Real Estate. Die

wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

- Investmentumsatz mit gut 10,2 Milliarden Euro auf dem Niveau der letzten zehn

Jahre

- Anteil von Einzel-Deals mit 77 % (knapp 7,9 Milliarden Euro) überproportional

hoch

- Portfolioverkäufe mit nur 23 % (knapp 2,4 Milliarden Euro) spürbar unter

langjährigem Schnitt

- Büro-Investments mit 34 % (3,5 Milliarden Euro) weiterhin wichtigste

Assetklasse

- Berlin bleibt beliebtester Investitionsstandort (gut 1,4 Milliarden Euro)

- Netto-Spitzenrenditen im ersten Quartal unverändert

- Anteil ausländischer Käufer mit 31 % unterdurchschnittlich

- Rund 380 erfasste Transaktionen (nur Gewerbe)

"Auch zu Beginn des neuen Jahres hat sich bestätigt, dass die Investoren den

deutschen Immobilienmärkten weiterhin ein großes Vertrauen entgegenbringen. Das

erfasste Transaktionsvolumen von gut 10,2 Milliarden Euro bewegt sich auf dem

Niveau des zehnjährigen Durchschnitts. Dass es gleichzeitig deutlich unter dem

im Vorjahreszeitraum aufgestellten Allzeithoch liegt, ist vor dem Hintergrund

der im Vorjahr eingeflossenen großen Portfolio Deals, unter anderem der

TLG-Übernahme, nicht überraschend und war so erwartet worden. Verantwortlich für

die stabil positive Entwicklung ist vor allem, dass sich die deutsche Wirtschaft

ungeachtet des anhaltenden Lockdowns gut schlägt und die Zuversicht der

Unternehmen trotz einer nur langsam an Fahrt gewinnenden Impfkampagne und

aktuell wieder steigender Infektionszahlen zulegt. Dies spiegelt sich unter

anderem auch im ifo-Index wider, der im März den höchsten Stand seit Juni 2019

erreicht hat. Die verbesserte Auftragslage zeigt, dass sich ein Großteil der

deutschen Wirtschaft an die momentanen Rahmenbedingungen angepasst hat und

gleichzeitig die Aussichten wieder deutlich positiver bewertet. Im Zuge von in

absehbarer Zeit hoffentlich beginnenden ersten Lockerungen dürfte die insgesamt

zuversichtliche Stimmung weiter an Fahrt gewinnen", erläutert Marcus Zorn, CEO

von BNP Paribas Real Estate Deutschland.

Im Vergleich zum durch große Portfolio-Verkäufe getriebenen Rekordergebnis des

Vorjahreszeitraums verzeichnen erwartungsgemäß alle Assetklassen geringere

Umsätze. Trotzdem haben die während der gesamten Pandemiezeit unterschiedlichen

Bewertungen der einzelnen Nutzungsarten seitens der Anleger weiterhin Bestand.

Im langfristigen Vergleich schneiden vor allem Logistik-Objekte und

Pflegeimmobilien überproportional gut ab. Während die Logistikbranche vor allem

von spürbar steigenden Umsatzzuwächsen des E-Commerce profitiert, spricht die

absehbare demographische Entwicklung für eine langfristig stabile Nachfragte im

Healthcare-Bereich. Aber auch Büros, vor allem im Core-Segment, stehen nach wie

vor auf dem Einkaufszettel vieler Investoren, wohingegen value-add -Objekte noch

unter der insgesamt relativ moderaten Nutzernachfrage leiden. Grundsätzlich ist

allerdings festzustellen, dass die nach dem ersten Lockdown 2020 teilweise zu

beobachtende Unsicherheit, wie sich eine mögliche Ausweitung des Home

Office-Anteils auf die Büroflächennachfrage auswirken könnte, spürbar gesunken

ist. Verantwortlich hierfür ist die Tatsache, dass jüngere Umfragen zunehmend

darauf hindeuten, dass, wenn überhaupt, eher geringere Auswirkungen zu erwarten

sein werden. Beim Einzelhandel konzentrieren sich die Käufer weiterhin vor allem

auf Investments mit einem hohen Anteil an Lebensmittelanbietern. Die stark von

der Pandemie gebeutelten Hotelmärkte sehen sich immer noch einer ambitionierten

Situation gegenüber, nehmen aber langsam wieder Fahrt auf.

Auf Einzeltransaktionen entfallen 77 % des Investmentvolumens und damit deutlich

mehr als im langjährigen Durchschnitt. Im Vorjahreszeitraum waren sie nur für

die Hälfte des Umsatzes verantwortlich. Hier zeigt sich, dass das insgesamt

spürbar niedrigere Ergebnis in erster Linie auf Portfolio-Transaktionen und hier

vor allem auf weniger Unternehmensübernahmen zurückzuführen ist. Demzufolge

liegt der auf Paketverkäufe entfallende Anteil mit lediglich 23 % erheblich

unter dem Schnitt. Bemerkenswert ist, dass sich das bislang geringe

Portfoliovolumen über alle Marktsegmente erstreckt. Bis jetzt kann für keine der

Assetklassen eine Milliarden-Transaktion vermeldet werden. Da sich mehrere große

Verkäufe aktuell in Vorbereitung befinden, wird sich die Marktdynamik im

weiteren Jahresverlauf aber sichtbar beschleunigen. Am meisten investiert wurde

in den ersten drei Monaten in Logistik-Portfolios mit gut 590 Millionen Euro,

gefolgt von Einzelhandels-Paketen mit knapp 440 Millionen Euro.

An die Spitze gesetzt haben sich erwartungsgemäß wieder Büroimmobilien mit knapp

3,5 Milliarden Euro und einem Anteil von 34 % am Gesamtumsatz, der allerdings

geringer ausfällt als im langjährigen Durchschnitt (41 %). Fast doppelt so hoch

wie üblich fällt dagegen die prozentuale Beteiligung von Logistikobjekten aus,

die knapp 20 % beisteuern und damit klar den zweiten Platz belegen (gut 2

Milliarden Euro). Rund 10 Prozentpunkte unter ihrem langjährigen Schnitt bleiben

Einzelhandel-Investments, die mit knapp 15 % (fast 1,5 Milliarden Euro) auf Rang

drei kommen. Vervollständigt wird das Führungsquartett von Healthcare-Objekten,

deren Volumen sich auf gut 1,1 Milliarden Euro (11 %) summiert und die damit

erstmals einen zweistelligen Umsatzbeitrag leisten. Hotels tragen mit rund 520

Millionen Euro gut 5 % zum Transaktionsvolumen bei und verfehlen ihr übliches

Niveau nur unwesentlich.

Spürbar unterdurchschnittlich fällt bislang der Anteil ausländischer Investoren

aus, der lediglich bei knapp 31 % liegt. Verantwortlich hierfür ist vor allem

das bislang moderate Marktgeschehen im Portfoliobereich, das nicht zuletzt auf

ein am Jahresanfang noch fehlendes Angebot zurückzuführen ist. Gerade in diesem

Bereich sind ausländische Anleger in der Regel besonders stark vertreten. Hinzu

kommt die Situation, dass aufgrund der Kontakt- als auch internationalen

Reisebeschränkungen während der Lockdowns viele internationale Anleger weiterhin

nur sehr eingeschränkt in der Lage sind, größere Transaktionen in Deutschland

vollumfänglich zu prüfen und abzuwickeln.

"In den deutschen A-Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln,

München, Stuttgart) wurden im ersten Quartal 2021 rund 4,4 Milliarden Euro

umgesetzt. Im Vorjahresvergleich hat sich das Investmentvolumen damit gut

halbiert. Bei der Analyse dieser Entwicklung sind allerdings zwei Aspekte zu

berücksichtigen. Zum einen hatten die A-Städte letztes Jahr überproportional von

den großen Portfolio-Verkäufen profitiert, sodass im Vorjahreszeitraum 39 % des

Ergebnisses auf anteilig eingerechnete Paketverkäufe entfielen und dadurch an

mehreren Standorten neue Bestmarken aufgestellt wurden. Aktuell liegt der

Vergleichswert bei lediglich 8 %. Zum anderen konnten bislang nur fünf

Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich registriert werden, wohingegen

es im ersten Quartal 2020 bereits 16 waren. Verantwortlich hierfür ist in erster

Linie ein aktuell zu geringes Angebot an großvolumigen Investments. Hinzukommt

eine aufgrund des schwierigen Umfelds teilweise verlängerte Due

Diligence-Phase", erläutert Nico Keller, Deputy CEO der BNP Paribas Real Estate

GmbH. Mehr als eine Milliarde Investmentvolumen verzeichnete in den ersten drei

Monaten nur Berlin mit gut 1,42 Milliarden Euro (-56 %). Damit konnte trotz des

starken Rückgangs gegenüber dem Vorjahresquartal das drittbeste jemals erfasste

Ergebnis erzielt und der langjährige Durchschnitt übertroffen werden. Nur knapp

verfehlt wurde die Milliarden-Schwelle in Frankfurt. Auch in der Bankenmetropole

liegt das Resultat mit 980 Millionen Euro (-41 %) über dem langfristigen

Mittelwert. Rang drei sichert sich München mit 704 Millionen Euro (-39 %), dicht

gefolgt von Hamburg mit 638 Millionen Euro (-48 %). Ein Kopf-an-Kopf-Rennen

liefern sich die rheinischen Metropolen Köln mit 248 Millionen Euro (-47 %) und

Düsseldorf mit 247 Millionen Euro (-76 %), wo im letzten Jahr mit über eine

Milliarde Euro ein außergewöhnliches Allzeithoch aufgestellt wurde. In Stuttgart

fällt das Ergebnis mit 156 Millionen Euro ebenfalls knapp zwei Drittel niedriger

aus als im Vorjahreszeitraum.

"Nachdem die Renditen im letzten Jahr noch auf breiter Front nachgegeben hatten,

zeigen sie sich im laufenden Jahr bislang unverändert. Dies liegt nicht zuletzt

daran, dass aufgrund des begrenzten Angebots in den ersten Monaten nur wenige

Großabschlüsse im absoluten Premiumsegment getätigt wurden", stellt Nico Keller

fest. An der Spitze stehen weiterhin Berlin und München, wo für Büros

Netto-Spitzenrenditen von jeweils 2,55 % anzusetzen sind. Auf dem dritten Rang

folgt Hamburg mit 2,65 %, womit sich die Hansestadt knapp vor Frankfurt

platziert, wo unverändert 2,75 % verzeichnet werden. Auch außerhalb der vier

Top-Standorte zeigen sich die Netto-Spitzenrenditen stabil. In Düsseldorf und

Stuttgart notieren sie unverändert bei 2,90 % und in Köln bei 2,95 %.

"Der im langjährigen Vergleich sehr solide Jahresauftakt der Investmentmärkte

unterstreicht deutlich, dass die Investoren die Corona-Pandemie und ihre

Auswirkungen als temporäres Ereignis einschätzen und langfristig von einer

positiven Entwicklung überzeugt sind. Gerade im Vergleich mit anderen

Assetklassen bieten Immobilien ein unverändert attraktives

Chancen-Risiko-Profil. Diese positive Einschätzung dürfte sich in den nächsten

Monaten weiter verfestigen, wenn es im Zuge des sukzessiven Impffortschritts zu

spürbaren Lockerungen kommen sollte. Dies gilt umso mehr, als sich bereits jetzt

abzeichnet, dass sowohl beim Konsum- als auch der Nutzernachfrage massive

Nachholeffekte einsetzen dürften. Hiervon werden aus heutiger Sicht nahezu alle

Nutzungssegmente profitieren", erläutert Nico Keller. Dies gilt auch für den

überproportional betroffenen Hotel- und Einzelhandelssektor. Aufgeschobene

Reisen und vor allem Konsumausgaben, die nicht nur dem E-Commerce zu Gute kommen

werden, dürften die Performance-Kennziffern dieser Branchen signifikant

anschieben. Und auch die Büroflächenumsätze könnten sich zügig wieder den Werten

vor der Pandemie annähern, wie das erste Quartal dieses Jahres erahnen lässt.

Bundesweit liegt der Flächenumsatz nur knapp 6 % unter dem Vorjahreswert, -

obwohl ja erst im März 2020 Pandemie-Effekte und der erste Lockdown einsetzten.

Trotz des monatelangen Lockdowns zeigt sich damit bereits am Jahresanfang 2021

eine spürbare Umsatzbelebung. Darüber hinaus werden vor allem krisenresistentere

Anlageklassen, wie Logistik, Healthcare und vor allem Residential, weiterhin vom

im großen Umfang zur Verfügung stehenden Anlagekapital profitieren.

"Fasst man die genannten Einflussfaktoren zusammen, deutet alles darauf hin,

dass die Investmentmärkte in den nächsten Quartalen vermutlich noch an Dynamik

zulegen werden. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich aus heutiger Sicht für das

Gesamtjahr erneut ein Investmentumsatz von deutlich über 50 Milliarden Euro ab.

Ob eventuell sogar die 60 Milliarden-Euro-Schwelle wieder in greifbare Nähe

rückt, wird in erster Linie vom verfügbaren Angebot im Portfoliobereich sowie im

Segment großvolumiger Premiumobjekte abhängen. Darüber hinaus besteht im

weiteren Jahresverlauf auch eine realistische Chance für eine weitere leichte

Yield-Compression bei den Netto-Spitzenrenditen", fasst Marcus Zorn die

Aussichten zusammen.

Pressekontakt:

Chantal Schaum

Head of Public Relations

BNP Paribas Real Estate Holding GmbH

Goetheplatz 4 - 60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69-298 99-948

Mobil: +49 (0)174-903 85 77

E-Mail: mailto:chantal.schaum@bnpparibas.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/50927/4883659

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