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OTS: Heidelberger Druckmaschinen AG / Heidelberg erwartet profitables ...

OTS: Heidelberger Druckmaschinen AG / Heidelberg erwartet profitables ...
09.06.2021 07:01:38

Heidelberg erwartet profitables Wachstum in 2021/22 und in den

Folgejahren (FOTO)

Heidelberg (ots) -

- Spürbar anziehende Nachfrage und Erfolge aus Transformationsprogramm nähren

Zuversicht

- Wachstum und Wertsteigerung im Verpackungsdruck, bei digitalen

Geschäftsmodellen, in China und mit neuen Technologien (z. B. Wallbox)

- Ausblick 2021/22: Umsatzplus auf min. 2 Mrd. EUR, Anstieg der EBITDA-Marge von

5 % auf 6-7 %, leicht positives Nachsteuerergebnis

- Deutliche Ergebnis- und Free-Cashflow-Potenziale, da Gewinnschwelle 2022/23

auf ~1,9 Mrd. EUR sinken soll

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ist für das neue Geschäftsjahr

2021/22 (1. April 2021 bis 31. März 2022) angesichts einer sich aufhellenden

Auftragslage und zunehmend positiver Effekte aus der umfangreichen

Transformation des Konzerns zuversichtlich, wieder auf einen profitablen

Wachstumskurs zurückzukehren. Daher rechnet das Unternehmen trotz der

anhaltenden Unsicherheiten bezüglich der Dauer und des Umfangs der negativen

Auswirkungen der Covid-19-Pandemie für das Geschäftsjahr 2021/2022 mit einem

Umsatzanstieg von 1.913 Mio. EUR auf mindestens 2 Mrd. EUR.

"Heidelberg hat sich durch die umfassende, vor Corona eingeleitete

Transformation schlanker und effizienter aufgestellt. Da sich nun auch die

Nachfrage in den meisten wichtigen Absatzregionen spürbar belebt, rechnen wir

für dieses Jahr mit einer deutlich besseren operativen Marge inklusive eines

leicht positiven Nachsteuerergebnisses. Die großen Wachstumspotenziale im

Verpackungsdruck, bei digitalen Geschäftsmodellen, in China und neuen

Technologien wie der Wallbox stimmen uns auch für die Folgejahre

zuversichtlich", kommentiert Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von

Heidelberg.

Die Profitabilität dürfte überproportional zum Umsatzplus zulegen. So soll die

EBITDA-Marge dank des erwarteten Umsatzanstiegs, der niedrigeren Kostenbasis

sowie des Entfallens signifikanter Restrukturierungsaufwendungen von rund 5,0 %

(inkl. Re­strukturierungsergebnis) auf einen Wert zwischen 6 und 7 % steigen.

Angesichts eines nachhalrig verbesserten Finanzergebnisses soll nach den beiden

vergangenen Verlustjahren auch wieder ein positives Nachsteuerergebnis erzielt

werden.

Fokus auf profitables Kerngeschäft und Ausbau der Wachstumsfelder

Auch für die Folgejahre zeichnet sich bei einer soliden konjunkturellen

Entwicklung eine Fortsetzung des profitablen Aufwärtstrends ab. Grundlage

hierfür sind die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen zur Neuausrichtung, die

Fokussierung auf das profitable Kerngeschäft sowie der Ausbau der

Wachstumsfelder. Im Geschäftsjahr 2022/23 sollen die insgesamt 170 Mio. EUR

Kosteneinsparungen ihre volle Wirkung entfalten und die operative Gewinnschwelle

des Konzerns nachhaltig auf rund 1,9 Mrd. EUR gesenkt haben. Deutliche

Potenziale für ein nachhaltiges Wachstum und Wertsteigerungen sieht Heidelberg

in Zukunft vor allem im Verpackungsdruck, bei digitalen Geschäftsmodellen, in

China und mit neuen Technologieanwendungen. So konnte das Unternehmen

beispielsweise den Umsatz im Bereich E-Mobilität mit der Heidelberg Wallbox auf

über 20 Mio. EUR mehr als verdoppeln und baut, getrieben von einer dynamischen

Nachfrageentwicklung, die Kapazitäten weiter massiv aus. Trotz der

Erweiterungsinvestitionen schreibt Heidelberg bereits jetzt in diesem Bereich

schwarze Zahlen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir nach dem großen Kraftakt im Krisenjahr 2020/21

nun die Früchte unserer Arbeit ernten können. Heidelberg ist wieder solide

finanziert, fokussiert und deutlich effizienter geworden und besitzt große

Wachstumspotenziale in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Regionen", ergänzt

Marcus A. Wassenberg, Finanzvorstand des Unternehmens.

Höhepunkte des Geschäftsjahrs 2020/21: Deutlich verbesserte Profitabilität

Dank eines starken Schlussquartals konnte Heidelberg im Geschäftsjahr 2020/21

mit rund 1.913 Mio. EUR einen Umsatz erzielen, der leicht über der im 3. Quartal

des Geschäftsjahres 2020/21 angepassten Bandbreite von 1,85 Mrd. EUR bis 1,90

Mrd. EUR lag. Pandemiebedingt wurde das Vorjahresniveau (2.349 Mio. EUR) wie

avisiert deutlich verfehlt. Aufgrund der anziehenden Nachfrage vor allem in

China, Teilen Europas und im Schlussquartal auch in den USA stieg der

Auftragseingang zum Geschäftsjahresende auf rund 2 Mrd. EUR. Allein im vierten

Quartal verbesserten sich die Auftragseingänge von 462 Mio. EUR im

Vorjahresquartal auf 579 Mio. EUR sehr deutlich. Der Auftragsbestand stieg damit

auf einen Wert von 636 Mio. EUR und bildet eine gute Basis für das neue

Geschäftsjahr.

Dank positiver Effekte aus dem Transformationsprogramm lag das EBITDA ohne

Restrukturierungsergebnis im Geschäftsjahr 2020/21 mit 146 Mio. EUR deutlich

über dem Vorjahr (102 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge ohne Restrukturierungsergebnis

übertraf mit rund 7,6 % die eigene Prognose von rund 7 % und den Vorjahreswert

von 4,3 %, obwohl die erwarteten Erträge aus dem Verkauf von Grundstücken am

Standort Wiesloch erst im neuen Geschäftsjahr verbucht werden können. Das EBIT

ohne Restrukturierungsergebnis stieg von 6 Mio. EUR auf 69 Mio. EUR.

Aufwendungen für Transformationsmaßnahmen führten zu einem

Restrukturierungergebnis von -51 Mio. EUR (Vorjahr: -275 Mio. EUR). Auch das

Finanzergebnis wurde um 11 Mio. EUR auf -41 Mio. EUR verbessert. Dies führte

dazu, dass sich das im Vorjahr restrukturierungsbedingt massiv negative

Nachsteuerergebnis von -343 Mio. EUR, auf -43 Mio. EUR verbesserte.

Deutlich positiver Free Cashflow von 40 Mio. EUR über Erwartungen

Getrieben von der Umwandlung von Wertpapieren in liquide Mittel sowie Zuflüssen

aus den umfangreichen Portfoliomaßnahmen und deutlichen Verbesserungen beim Net

Working Capital lag der Free Cashflow im Berichtszeitraum bei +40 Mio. EUR. Im

vierten Quartal wurde ein positiver Wert von 50 Mio. EUR erzielt. Der

Vorjahreswert (225 Mio. EUR) war einmalig positiv geprägt von einem

Mittelzufluss von 324 Mio. EUR aus der Rückübertragung von Treuhandvermögen. Die

Nettofinanzverschuldung lag Ende des Berichtsjahres mit 67 Mio. EUR (Vorjahr: 43

Mio. EUR) weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Entsprechend veränderte sich der

Leverage (das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum EBITDA ohne

Restrukturierungsergebnis) nur leicht von 0,4 auf sehr solide 0,5. Insbesondere

aufgrund der erneuten spürbaren Absenkung des Rechnungszinssatzes zur Bewertung

der inländischen Pensionsverpflichtungen sank die Eigenkapitalquote auf 5,0 %,

lag jedoch deutlich über dem Wert nach dem dritten Quartal von nur 2,6 %. Für

die Muttergesellschaft Heidelberger Druckmaschnen AG liegt diese jedoch

weiterhin bei soliden rund 28 %.

Ausblick geprägt von zunehmender Zuversicht trotz Unsicherheiten

Nachdem die Auftragslage sich zum Ende des letzten Geschäftsjahres vor allem in

China und in zunehmendem Maße auch in Europa und Nordamerika spürbar belebt hat,

ist Heidelberg trotz der anhaltenden Unsicherheiten bezüglich der Dauer und des

Umfangs der negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie für das Geschäftsjahr

2021/2022 verhalten zuversichtlich. Diese positiven Impulse werden auch vom

Branchenverband VDMA geteilt, zumal es Hoffnungen gibt, dass sich auch die

Geschäftslage in Nordamerika nachhaltig beleben wird.

Während der Verpackungsdruck das Vorkrisenniveau bereits frühzeitig wieder

erreicht hatte und weiter wachsen soll, wird sich der Werbedruck von den

Auswirkungen der Pandemie eher langsamer erholen. In Summe erwartet Heidelberg

beim weltweiten Druckvolumen noch keine vollständige Markterholung auf das

Niveau vor der Pandemie. Vor allem durch die konsequente Umsetzung der

strategischen Maßnahmen im Bereich Packaging, die Ausweitung digitaler

Geschäftsmodelle und die geplante Expansion des Geschäfts in China wird

Heidelberg von den Erholungstendenzen in diesen Teilmärkten profitieren und

seine Marktposition weiter stärken. Untermauert wird die positive

Erwartungshaltung von den bereits sichtbaren und steigenden positiven Effekten

der seit Frühjahr 2020 eingeleiteten Effizienz- und Transformationsmaßnahmen.

Zudem sollen neue Geschäftsbereiche wie beispielsweise die E-Mobilität, auch

wenn sie derzeit noch nicht signifikant zum Konzernumsatz beitragen können,

weiter deutlich wachsen und zur Steigerung des Unternehmenswerts beitragen. Vor

diesem Hintergrund geht Heidelberg derzeit im Geschäftsjahr 2021/2022 von einem

Umsatzanstieg auf mindestens 2 Mrd. EUR aus (Vorjahr: 1.913 Mio. EUR).

Beim operativen Ergebnis stehen dem erwarteten Umsatzanstieg, der abgesenkten

Kostenbasis sowie dem Entfallen signifikanter Restrukturierungsaufwendungen

gegenläufig wirkende Belastungen aus Personalkostensteigerungen sowie

entfallende Erträge aus dem Maßnahmenpaket des Transformationsprogramms

gegenüber. Ein wesentlicher Teil dieser im Geschäftsjahr 2020/2021 vereinnahmten

Erträge, unter anderem aus der Neuorganisation der betrieblichen

Altersversorgung und Abgangsgewinne aus Unternehmensverkäufen, wird aber bereits

durch nachhaltige, operative Erträge ersetzt werden können. Auf Basis laufender

Projekte im Rahmen der Fokussierung auf das profitable Kerngeschäft erwartet

Heidelberg auch im Geschäftsjahr 2021/2022 nochmals Erträge aus Asset

Management. Da Höhe und Zeitpunkt der Abgangsgewinne aus den geplanten

Transaktionen noch nicht hinreichend sicher eingeschätzt werden können, wird die

EBITDA-Marge aktuell in einer Bandbreite von 6 bis 7 % erwartet und damit

oberhalb des Vorjahresniveaus (Vorjahr: rund 5,0 %, inklusive

Restrukturierungsergebnis). Durch die deutliche Senkung der Finanzschulden plant

Heidelberg eine nachhaltige Verbesserung des Finanzergebnisses und entsprechend

beim Nachsteuerergebnis einen Turnaround zu einem leicht positiven Ergebnis. Der

Leverage soll auf dem niedrigen Niveau des Geschäftsjahres 2020/2021 gehalten

werden.

Gewinnschwelle sinkt bis 2022/23 deutlich auf rund 1,9 Mrd. EUR Umsatz

Die operative Gewinnschwelle gemessen am EBIT, die vor der Pandemie bei 2,1 bis

2,2 Mrd. EUR lag, soll bis zum Geschäftsjahr 2022/2023 nachhaltig auf rund 1,9

Mrd. EUR gesenkt werden. Damit wird die zukünftige Profitabilität signifikant

verbessert. Von den primär durch den laufenden Personalabbau erwarteten

Einspareffekten - die im Geschäftsjahr 2022/2023 bei 170 Mio. EUR liegen werden

- wurden im Berichtsjahr bereits rund 85 Mio. EUR realisiert. Im Geschäftsjahr

2021/2022 sollen es bereits 140 Mio. EUR sein, davon rund 90 % aus nachhaltigen

Maßnahmen. Mittel- bis langfristig sollen die Maßnahmen zur Neuausrichtung und

die Fokussierung auf das profitable Kerngeschäft sowie der Ausbau der

Wachstumsfelder dazu beitragen, die zukünftige Profitabilität und die

Finanzierungskraft für zukünftiges Wachstum nachhaltig zu verbessern. Dies

sollte dann auch den Ausweis substanzieller positiver Free Cashflows

ermöglichen.

Die Jahresabschlüsse und der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020/21

sowie Bildmaterial und weitere Informationen über das Unternehmen stehen im

Investor-Relations- und Presseportal der Heidelberger Druckmaschinen AG unter

http://www.heidelberg.com zur Verfügung.

Heidelberg IR auch auf Twitter:

Link zum IR-Twitter Kanal: https://twitter.com/Heidelberg_IR

Auf Twitter zu finden unter dem Namen: @Heidelberg_IR

Wichtiger Hinweis:

Diese Presseerklärung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf

Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der Heidelberger Druckmaschinen

Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist,

dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige

tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen

Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu

diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen

Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der

grafischen Industrie gehören. Die Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft

übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige

Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser

Presseerklärung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Pressekontakt:

Für weitere Informationen:

Heidelberger Druckmaschinen AG

Corporate Communications

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Telefax: +49 6222 82- 67129

E-Mail: Thomas.Fichtl@heidelberg.com

Investor Relations

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E-Mail: robin.karpp@heidelberg.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/6678/4936391

OTS: Heidelberger Druckmaschinen AG

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