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OTS: PAUL HARTMANN AG / Covid-19 beeinflusst Geschäftsjahr 2020 in Summe ...

OTS: PAUL HARTMANN AG / Covid-19 beeinflusst Geschäftsjahr 2020 in Summe ...
23.03.2021 10:36:39

Covid-19 beeinflusst Geschäftsjahr 2020 in Summe stark positiv /

Rückläufiges Ergebnis 2021 bei hoher Prognoseunsicherheit

Heidenheim (ots) -

- Finanzkennzahlen: Covid-19-Pandemie beeinflusst Umsatz und Ergebnis stark

positiv

- Transformationsprogramm: Wichtige Fortschritte in allen Schlüsselprojekten

- Ausblick 2021: Moderater organischer Umsatzrückgang und rückläufiges

bereinigtes EBITDA von 210 bis 260 Mio. EUR

Das Geschäftsjahr2020 war für die HARTMANN GRUPPE maßgeblich durch ihr

Transformationsprogramm und die Covid-19-Pandemie geprägt. Die verbesserten

Finanzkennzahlen, mit einem starken organischen Umsatzwachstum und einem stark

gesteigerten Ergebnis, sind in Summe auf temporäre Effekte der Pandemie

zurückzuführen. Einzelne Geschäftssegmente, wie das Infektionsmanagement,

verzeichneten sehr positive Umsatz- und Ergebniseffekte, während insbesondere

bei Wundmanagement die wirtschaftlich negativen Auswirkungen der Pandemie

deutlich wurden. Mit der konsequenten Umsetzung des Transformationsprogramms

begegnet HARTMANN den zunehmenden Herausforderungen in den Gesundheitsmärkten.

Finanzkennzahlen 2020 - Umsatz & organisches Umsatzwachstum:

Konzern: 2.433,0 Mio. EUR (+14,6 %)

Wundmanagement: 452,1 Mio. EUR (-4,5 %)

Infektionsmanagement: 829,8 Mio. EUR (+60,9 %)

Inkontinenzmanagement: 690,5 Mio. EUR (-0,2 %)

Weitere Konzernaktivitäten: 460,6 Mio. EUR (+4,5 %)

- Konzern: Im Geschäftsjahr 2020 erzielte HARTMANN Covid-19-bedingt ein starkes

organisches Umsatzwachstum von 14,6 % und einen Konzernumsatz von 2.433,0 Mio.

EUR. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 292,4 Mio. EUR, verglichen mit

211,9 Mio. EUR im Vorjahr.

- Wundmanagement: Der Bedarf an Produkten für Wundbehandlungen reduzierte sich

speziell durch die pandemiebedingt rückläufige Zahl von Operationen.

- Infektionsmanagement: Die Nachfrage nach Hände- und

Flächendesinfektionsmitteln sowie Schutzbekleidung, beispielsweise Masken oder

Untersuchungshandschuhe, stieg stark an. Dem stand ein rückläufiger Bedarf bei

kundenindividuellen OP-Sets aufgrund reduzierter Operationen gegenüber.

- Inkontinenzmanagement: Der Absatz in Kliniken und in Altenheimen war

pandemiebedingt rückläufig. Ebenso verringerte sich das Geschäft durch

Ausschreibungen. Zuwächse u.a. im Apothekengeschäft kompensierten die

negativen Effekte nahezu.

- Weitere Konzernaktivitäten: Bei KOB führten im Wesentlichen die Reduzierung

von Operationen sowie der nachlassende Absatz bei Produkten für

Sportverletzungen zu rückläufigem Geschäftsverlauf. Dagegen beeinflusste das

steigende Gesundheitsbewusstsein den Absatz der KNEIPP-Gruppe positiv.

- Dividendenvorschlag: HARTMANN setzt die mehr als 25 Jahre währende

Dividendenkontinuität mit gleichbleibenden oder gesteigerten Dividenden fort.

Der Vorschlag für die Dividende beträgt 8,00 EUR je Aktie, gegenüber 7,00 EUR

im Vorjahr.

"Die Pandemie führte bei Umsatz und Ergebnis zu positiven Sondereffekten. Das

darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Covid-19 die Marktteilnehmer der

Gesundheitssysteme und damit auch uns vor große Herausforderungen stellen wird",

so Britta Fünfstück, CEO der HARTMANN GRUPPE.

Transformationsprogramm:

Trotz der Herausforderungen durch die Pandemie wurden die Projekte entlang der

strategischen Hebel planmäßig vorangebracht. Dazu zählen wichtige Fortschritte

in der Entwicklung innovativer Produkte, Kostenverbesserungen zum Beispiel durch

Automatisierung, die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle oder neue Angebote

für den ambulanten Bereich.

- Beispiel zur Stärkung der Innovationspipeline: Mit der 2020 erfolgreich

abgeschlossenen Integration des Silikon-Spezialisten Advanced Silicone Coating

wurde die Arbeit an neuen Technologien für silikonbeschichtete Wundauflagen

intensiviert und fortgeführt.

- Beispiel zur Verbesserung der Kostenposition in Logistik und Produktion: Im

gruppenweit größten Logistikzentrum in Herbrechtingen konnte beispielsweise

durch eine neue Verpackungs- und Fördertechnik die Zahl täglich abgewickelter

Pakete um mehr als 150% erhöht werden. Am Schweizer Standort in Neuhausen

wurden ein Hochgeschwindigkeits- und ein neues Palettenlager in Betrieb

genommen. Dadurch können 60% mehr Kundenaufträge abgewickelt werden.

- Beispiel für digitale und ambulante Angebote: Mit der Akquisition von

pflege.de, dem führenden deutschen Pflegeportal, bietet HARTMANN eine

zusätzliche digitale Beratungskompetenz im attraktiven Marktumfeld der

häuslichen Pflege. Mit der Entwicklung neuer Lösungen werden Patienten und

deren Angehörige in ihrem Alltag direkt unterstützt.

"HARTMANN hat 2020 Fortschritte entlang aller geplanten Meilensteine des

Transformationsprogramms erzielt. Dies ist parallel zur Corona-Pandemie nur

durch die engagierte Zusammenarbeit aller Mitarbeitenden gelungen. Dank deren

Einsatzes befindet sich unser Unternehmen auf einem guten Weg bei der

Strategieumsetzung", berichtet Britta Fünfstück.

Covid-19-Pandemie:

HARTMANN ist seiner Verantwortung als systemrelevantes Unternehmen gerecht

geworden. Das Unternehmen sicherte in der Krise den Produktions- und

Logistikausbau und schützte durch umgehende Präventionsmaßnahmen die Gesundheit

der Mitarbeitenden.

- Die schnelle Ausweitung der Produktionskapazitäten, die Sicherung der

Lieferketten und die Einhaltung von Qualitäts- und Preisstandards waren

Erfolgsfaktoren, die HARTMANN zu einem verlässlichen Partner von Kunden und

Patienten in der Krise machte.

- Durch den großen Einsatz aller Mitarbeitenden konnte die massiv erhöhte

Nachfrage nach Schutzprodukten und Desinfektionsmitteln weitestgehend bedient

werden.

"HARTMANN gelang es, seine Lieferfähigkeit bei stark erhöhter Nachfrage nach

manchen Produktgruppen unter Einhaltung aller Qualitätsstandards zu sichern.

Unser starker Teamgeist hat diese Leistung ermöglicht. Darauf können wir stolz

sein", sagt Britta Fünfstück.

Ausblick:

In 2021 sind einerseits weniger ausgeprägte positive Effekte aus der Pandemie zu

erwarten. Andererseits werden negative Effekte und der Budgetdruck in den

Gesundheitssystemen deutlich zunehmen. Hinzu kommen die

Investitionsanforderungen für die Umsetzung des Transformationsprogramms.

HARTMANN geht daher von einem moderaten organischen Umsatzrückgang und einem

rückläufigen bereinigten EBITDA von 210 bis 260 Mio. EUR aus. Der weiter

ungewisse Verlauf der Pandemie führt zudem zu einer hohen Prognoseunsicherheit

im Geschäftsjahr 2021.

"Die positiven Auswirkungen der Pandemie im Geschäftsjahr 2020 werden in diesem

Jahr nur mehr geringfügig eintreten. Weite Teile unserer Märkte erfahren

Nachfragerückgänge. Wir sehen auch, dass sich der zunehmende Budgetdruck

beschleunigen und alle Marktteilnehmer im Gesundheitswesen belasten wird. 2021

wird ein herausforderndes Jahr für die HARTMANN GRUPPE und die gesamte Branche.

Daher ist es für uns maßgeblich, unser Transformationsprogramm 2021 weiter

konsequent umzusetzen", betont Britta Fünfstück.

Den Geschäftsbericht und den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 finden

sie unter https://www.hartmann.info/en-corp/investor-relations.

Pressekontakt:

Jeremy Whittaker

PAUL HARTMANN AG

Tel. +49 7321 36 1313

E-Mail: mailto:jeremy.whittaker@hartmann.info

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/34248/4871077

OTS: PAUL HARTMANN AG

ISIN: DE0007474041

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