OTS: Simon-Kucher & Partners / Zwei Drittel der MedTech-Unternehmen befinden ...

OTS: Simon-Kucher & Partners / Zwei Drittel der MedTech-Unternehmen befinden ...
30.07.2019 09:42:41

Zwei Drittel der MedTech-Unternehmen befinden sich im Preiskampf

Bonn/Luxemburg (ots) - Eine aktuelle Studie zeigt: Der Preisdruck

in der Branche ist hoch: Fast 70 Prozent der MedTech-Unternehmen

waren in den letzten zwei Jahren großem Preisdruck ausgesetzt. Nur 18

Prozent planen eine gezielte Preiserhöhung im kommenden Jahr.

Die MedTech-Branche zeigt in diesem Jahr deutlich: Bei großem

anhaltendem Preisdruck bleiben Preiskämpfe nicht aus. Insgesamt

fühlen sich aktuell 72 Prozent der MedTech-Unternehmen in einen

Preiskampf verwickelt, den sie entweder bewusst oder auch unbewusst

selbst begonnen haben. Der Anteil der Unternehmen, die sich im

Preiskampf befinden, liegt in der medizintechnischen Branche damit

deutlich höher als in anderen Industrien (durchschnittlich 57

Prozent). Das sind Kernergebnisse der globalen Studie Global Pricing

Study 2019 - Fokus MedTech*, durchgeführt von der internationalen

Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners.

Auf die Frage nach den entscheidenden Treibern für profitables

Wachstum gibt jedes zweite MedTech Unternehmen eine Erhöhung der

Verkaufszahlen an. Doch auch das Wissen um die enorme Hebelwirkung

von Pricing bezogen auf Wachstum scheint in der MedTech-Branche

deutlich verbreiteter zu sein als in anderen Branchen: 27 Prozent der

befragten Unternehmen sehen Preiserhöhungen als wichtigsten

Gewinntreiber. Branchenübergreifend sind nur 12 Prozent der

Unternehmen dieser Ansicht.

Dennoch sind die Ambitionen zur Preiserhöhung in der

MedTech-Branche eher gering, nur 18 Prozent der Unternehmen planen

eine gezielte Preiserhöhung im kommenden Jahr. Dazu Jörg Krütten,

Senior Partner und Leiter der globalen Life Sciences Practice bei

Simon-Kucher: "In den meisten Fällen ist das darauf zurückzuführen,

dass bisherige Preiserhöhungsprogramme nicht sehr erfolgreich waren.

Wichtig ist dabei die richtige Vorbereitung: Der Produktwert sollte

die zentrale Message der Preiserhöhung sein, Preis- und

Konditionensysteme müssen sich stets nach den Unternehmenszielen

richten und der Vertrieb benötigt ein klares Briefing um effizient zu

arbeiten."

Digitalisierung bringt Umsatzwachstum

Um dem steigenden Druck gerecht zu werden, setzen die Unternehmen

in der Medizintechnik weiterhin auf die Digitalisierung ihrer

Produkte und Services. 75 Prozent der Wettbewerber haben in den

letzten drei Jahren in Initiativen zur Digitalisierung ihrer Prozesse

und Services investiert. Das erklärte Ziel von 44 Prozent der

Unternehmen ist dabei jedoch vor allem die Kostensenkung und nicht

speziell das Umsatz- und Gewinnwachstum.

Umso überraschender, dass dennoch 56 Prozent der

MedTech-Unternehmen durch die Digitalisierung einen positiven

Einfluss auf ihre Umsatzleistung verzeichnen - eine deutliche

Verbesserung gegenüber den Ergebnissen der Studie im Jahr 2017, als

der Wert noch bei 21 Prozent lag.

Digitale Vertriebskanäle bleiben ausbaufähig

Die Studie zeigt auch, dass sich der Verkauf über Online-Kanäle in

der Branche längst noch nicht durchgesetzt hat: 23 Prozent der

MedTech-Unternehmen nutzen noch keine digitalen Verkaufsportale.

Michael Keller, Senior Director bei Simon-Kucher stellt fest: "Noch

auffälliger ist die Tatsache, dass nur ein Zehntel der Unternehmen

überhaupt signifikante Verkaufszahlen über Online-Kanäle erreicht.

Dabei sollte auch dem Rest der Branche klar sein, dass ein rein

traditioneller Vertriebsansatz heutzutage nicht mehr ausreichend ist.

Die vielen verschiedenen Kundensegmente erfordern holistische

Strategien, die unterschiedliche Vertriebskanäle bespielen."

*Über die Global Pricing Study 2019: In der Global Pricing Study

(GPS) befragt Simon-Kucher & Partners regelmäßig Unternehmen weltweit

aus unterschiedlichsten Branchen zu ihren Wachstums-, Preissetzungs-

und Digitalisierungsstrategien. An der GPS 2019, die dieses Jahr

erstmals in die neue globale Simon-Kucher "Trend Radar"-Studie

eingebettet war, nahmen im Rahmen einer Online-Befragung zwischen

März und April rund 1.650 Unternehmen aus über 30 Ländern teil.

Während in den vergangenen Jahren vorwiegend Pricing-Manager befragt

wurden, wurde die Zielgruppe der GPS dieses Jahr auch auf das

Top-Management der Unternehmen ausgeweitet.

Simon-Kucher & Partners, Strategy & Marketing Consultants: Die

Beratungsarbeit von Simon-Kucher & Partners ist ganz auf TopLine

Power® ausgerichtet. Laut mehrerer Studien unter deutschen

Top-Managern (manager magazin, Wirtschaftswoche, brand eins) ist

Simon-Kucher bester Marketing- und Vertriebsberater und führend im

Bereich Pricing und Wertsteigerung. Die Unternehmensberatung ist mit

rund 1.300 Mitarbeitern in 38 Büros weltweit vertreten.

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Für Rückfragen und detaillierte Informationen stehen wir Ihnen gerne

zur Verfügung:

Sabrina Müller (Communications & Marketing)

Tel.: +49 221 36794 128

E-Mail: sabrina.mueller@simon-kucher.com

www.simon-kucher.com

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