Trotz rasant zunehmender Online-Käufe würden in Japan weiterhin mehr als zwei Drittel alle Akquisitionen in bar getätigt.

In der seit Ausbruch der Corona-Krise boomenden Branche mit Ratenzahlungen (Buy now, pay later - BNPL) ist es bereits der zweite Milliardendeal in kürzester Zeit. Erst vergangenen Monat hatte die von Jack Dorsey geführte US-Firma Square den australischen Anbieter Afterpay für 29 Milliarden Dollar erworben. Experten machten darin bereits den Start für eine beginnende Konsolidierungswelle in der Branche aus.

Paypal zählt zu den führenden Anbietern von Ratenzahlungen, die in der Pandemie auch durch staatliche Konjunkturmaßnahmen befeuert wurden. Inzwischen sollen auch Apple und Goldman Sachs an eigenen Angeboten arbeiten. Paidy mit mehr als sechs Millionen registrierten Nutzern in Japan ermöglicht es seinen Kunden, online einzukaufen und später monatlich den Betrag in Läden oder per Banküberweisung abzuzahlen. Das von unter anderem vom US-Investor George Soros und Visa finanzierte Unternehmen verlangt dafür Mini-Gebühren von den Händlern. Die Zeitung "Financial Times" hatte vergangenen Monat berichtet, Paidy erwäge einen Börsengang. Die Übernahme durch Paypal soll im laufenden Jahr abgeschlossen werden.

rtr