ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx gibt vor US-Zinsentscheid etwas nach

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx gibt vor US-Zinsentscheid etwas nach
13.12.2017 18:30:40

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Vor der abendlichen US-Leitzinsentscheidung haben die Anleger an den europäischen Aktienmärkten Zurückhaltung walten lassen. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex der Eurozone schloss am Mittwoch 0,52 Prozent im Minus bei 3581,75 Punkten. Für den französischen Leitindex CAC 40 ging es um 0,51 Prozent auf 5399,45 Zähler nach unten. Der britische FTSE 100 bewegte sich mit minus 0,05 Prozent auf 7496,51 Punkte kaum vom Fleck.

Die US-Notenbank (Fed) dürfte die dritte Leitzinserhöhung in diesem Jahr beschließen. Alles andere wäre für den Markt nicht akzeptabel, schrieb Marktanalyst James Hughes vom Handelshaus AxiTrader.

Mehr Überraschungspotenzial bieten derweil Aussagen von Fed-Chefin Janet Yellen am Abend zum weiteren geldpolitischen Fahrplan. Davon könnte abhängen, ob es in den verbleibenden Tagen dieses Börsenjahres noch zu einer Weihnachtsrally kommt. Bisher rechnen die Anleger mit ein bis zwei Leitzinsanhebungen im kommenden Jahr.

Aus Branchensicht wurden europaweit vor allem Aktien aus der Rohstoffbranche nachgefragt. Am unteren Ende des Sektortableaus standen hingegen Versorgerwerte. So fielen die Papiere von Eon (EON SE) als Schlusslicht im EuroStoxx um rund 5 Prozent. Für einen Schock sorgte Innogy: Die RWE-Ökostrom- (RWE) und Netztochter hatte wegen der andauernden Probleme auf dem britischen Markt ihre Gewinnprognose für 2017 gekappt. Daraufhin verloren sowohl die Papiere von RWE als auch die von Innogy mehr als 13 Prozent.

Unter den weiteren Einzelwerten standen die Inditex-Aktien (Inditex) mit einem Plus von fast 2 Prozent im Anlegerfokus. Der weltgrößte Modekonzern hatte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 von Neueröffnungen und einer stärkeren Verzahnung seiner stationären Geschäfte mit dem Onlinehandel profitiert.

Gute Geschäfte mit Hotels und Kreuzfahrten haben den weltgrößten Reisekonzern TUI die Türkei-Krise und diverse Wirbelstürme gut verkraften lassen. Im Geschäftsjahr 2016/17 wuchs der operative Gewinn um mehr als 10 Prozent. Zudem dürfen sich die Anteilseigner auf eine höhere Dividende freuen. Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten bestens an. Am Morgen waren die in London gelisteten Tui-Aktien auf ein Rekordhoch von 1442 Pence gesprungen. Zum Handelsschluss bleib noch ein moderates Plus auf 1413 Pence.

Einen Verlust von mehr als 2 Prozent hingegen verzeichneten die Anteilsscheine von Philips Lighting. Analyst Ben Uglow von der US-Investmentbank Morgan Stanley rechnet mit einer enttäuschenden Margen- und Liquiditätsentwicklung des Lichttechnik-Spezialisten./la/stk

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EURO STOXX 50 3.677,84
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