ROUNDUP: Fuchs Petrolub rechnet mit schwächerem Umsatzwachstum

ROUNDUP: Fuchs Petrolub rechnet mit schwächerem Umsatzwachstum

WKN: 579043 ISIN: DE0005790430 FUCHS PETROLUB SE Vz.

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17.05.2019 - 14:34
20.03.2019 09:39:41

MANNHEIM (dpa-AFX) - Der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub (FUCHS PETROLUB SE Vz) stellt sich für das laufende Jahr auf ein schwächeres Umsatzwachstum ein. "Der wirtschaftliche Ausblick ist insbesondere aufgrund der Handelsbarrieren zwischen USA und China, aber auch wegen des bevorstehenden Brexits eingetrübt", schrieb Unternehmenschef Stefan Fuchs in einem Aktionärsbrief bei Vorlage der Bilanz am Mittwoch. Dennoch hält Fuchs weiter an seiner Wachstumsstrategie fest und will im laufenden Jahr noch mehr als im Vorjahr investieren.

Für 2019 peilt das im MDAX notierte Unternehmen

beim Umsatz ein Plus von zwei bis vier Prozent an, wie Fuchs Petrolub in Mannheim mitteilte. Beim operativen Ergebnis (Ebit) rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang von fünf bis acht Prozent. An der Börse kamen die Nachrichten nicht gut an - der Kurs der Vorzugsaktien sackte kurz nach Handelsstart um 5,7 Prozent ab.

Investitionen in neue und bestehende Werke, neue Mitarbeiter und verstärkte Ausgaben für Forschung und Entwicklung führen den Angaben zufolge zu höheren Kosten. So will Fuchs Petrolub 180 Millionen Euro investieren, vor allem in China, den USA, Deutschland und Schweden. Hinzu komme eine abgeschwächte Konjunktur insbesondere in China. Zudem hatte das Unternehmen im Vorjahr einen Sondererlös aufgrund des Verkaufs einer Beteiligung in der Schweiz. Bereinigt um den Verkauf soll der Gewinn vor Zinsen und Steuern um zwei bis fünf Prozent unter dem Vorjahreswert von 371 Millionen Euro herauskommen.

Trotz der hohen Investitionen in seine Werke werde das Unternehmen auch weiterhin nach Zukäufen Ausschau halten, schrieb der Firmenchef Fuchs weiter. Erst jüngst teilte das Unternehmen mit, sein Geschäft in Australien mit dem Kauf der Nulon Products Australia Pty zu stärken.

Für das Unternehmen, das rund 5500 Mitarbeiter beschäftigt, ist vor allem die Autoindustrie wichtig. Mit ihr erzielt Fuchs Petrolub rund 30 Prozent des Konzernumsatzes. Der bevorstehende Umbruch vom Verbrennungsmotor hin zum Elektromotor führt auch bei Fuchs zu Veränderungen. Daneben hat das Unternehmen aber auch Kunden aus Bereichen wie etwa Maschinenbau, Metallverarbeitung, Bergbau, Luft- und Raumfahrt sowie Land- und Forstwirtschaft.

Fuchs Petrolub hatte bereits im Februar Eckdaten für 2018 vorgelegt und einen ersten Ausblick gegeben. 2018 kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um vier Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro. Gebremst wurde das Wachstum aber etwas von einer abschwächenden Nachfrage aus der Autoindustrie in China sowie ungünstigen Wechselkursen, etwa wegen des starken Verfalls der türkischen Lira.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte dank des Verkaufs einer Beteiligung um drei Prozent auf 383 Millionen Euro zu. Bereinigt um diese Veräußerung ging das operative Ergebnis leicht auf 371 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 288 Millionen Euro. Das war ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Aktionäre sollen für 2018 eine Dividende von 0,95 Euro je Vorzugsaktie erhalten. Das ist ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr./mne/elm/jha/

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