ROUNDUP: Höhere Personalkosten zehren bei Großbank ING am Gewinn

ROUNDUP: Höhere Personalkosten zehren bei Großbank ING am Gewinn

WKN: A2ANV3 ISIN: NL0011821202 ING Group

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11.12.2019 - 15:28
31.10.2019 12:11:41

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Deutlich gestiegene Personalkosten haben der niederländischen Großbank ING (ING Group) im dritten Quartal auf das Ergebnis gedrückt. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gesunken, teilte die im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) notierte Bank am Donnerstag in Amsterdam mit. Ein Grund dafür waren die Kosten für die Mitarbeiter, die um fast neun Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro anschwollen. Auch höhere Rückstellungen für faule Kredite wirkten sich negativ auf den Gewinn aus.

An der Börse sorgten die Nachrichten für keine klare Reaktion. Die ING-Aktie lag am späten Vormittag mit 0,61 Prozent im Minus bei 10,08 Euro, gehörte damit aber zu den stärkeren Werten im europäischen Branchenindex Stoxx 600 Banks. Im bisherigen Jahresverlauf schnitt sie mit einem Kursplus von rund sieben Prozent ebenfalls besser ab als der Index.

Unter dem Strich verdiente die Bank im Sommerquartal mit 1,34 Milliarden Euro deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Damals hatte allerdings eine Strafzahlung an den niederländischen Staat im Zusammenhang mit Geldwäsche-Kontrollen das Ergebnis belastet.

Unterdessen stagnierten die Erträge im abgelaufenen Jahresviertel insgesamt bei rund 4,6 Milliarden Euro. Obwohl die anhaltend niedrigen Zinsen in der Eurozone bei den Banken für Gegenwind sorgen, konnte die ING ihren Zinsüberschuss um 0,8 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro steigern. Auch der Provisionsüberschuss legte zu. Allerdings gingen die Erträge im Handelsgeschäft der hauseigenen Investmentbank zurück.

In Deutschland ist die ING vor allem durch ihre Direktbank ING Diba bekannt, die seit Ende 2018 nur noch unter dem Konzernnamen ING auftritt. Im dritten Quartal konnte die Direktbank ihren bereinigten Vorsteuergewinn trotz rückläufiger Erträge um drei Prozent auf 268 Millionen Euro steigern. Das lag sowohl an geringeren Betriebskosten als auch an der Tatsache, dass die ING hier - entgegen dem konzernweiten Trend - frühere Rückstellungen für faule Kredite auflösen konnte./stw/eas/jha/

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