ROUNDUP: HSBC prüft Abbau von 35 000 Stellen und forciert Sparkurs

ROUNDUP: HSBC prüft Abbau von 35 000 Stellen und forciert Sparkurs

WKN: 923893 ISIN: GB0005405286 HSBC Holdings plc

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27.03.2020 - 18:57
18.02.2020 08:17:41

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Großbank HSBC prüft innerhalb eines milliardenschweren Sparprogramms den Abbau von bis zu 35 000 Stellen. Die Zahl der Mitarbeiter könnte von rund 235 000 auf etwa 200 000 sinken, sagte Interims-Konzernchef Noel Quinn am Dienstag der Nachrichtenagentur Bloomberg. Zuvor hatte die Bank mitgeteilt, die Kosten wegen der niedrigen Profitabilität in einigen Bereichen weiter drücken zu wollen. Das Geldhaus bezifferte das Volumen des Sparprogramms auf 4,5 Milliarden Dollar (4,15 Mrd Euro).

Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten schlecht an. An der Börse in Hongkong lag die HCBC-Aktie zuletzt mit mehr als zwei Prozent im Minus. Analyst Raul Sinha von der US-Bank JPMorgan bewertete das neue Spar- und Strategieprogramm zwar als Schritt in die richtige Richtung. Doch die zu erwartenden Ausschüttungen an die Aktionäre seien enttäuschend.

Das schwache Geschäft in einigen Bereichen brockte der HSBC im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang ein. Der Überschuss fiel um rund die Hälfte auf knapp 6 Milliarden Dollar. Grund dafür waren Abschreibungen von 7,3 Milliarden Dollar auf das Geschäft an den Finanzmärkten weltweit und Firmenkunden in Europa. Bereinigt um Sondereffekte legte der Gewinn vor Steuern allerdings um rund fünf Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar zu und übertraf damit leicht die Erwartungen von Experten.

Wegen des anstehenden Umbaus setzt die Bank im laufenden und kommenden Jahr den Rückkauf eigener Aktien aus. Die Gesamtdividende für 2019 bleibt mit 51 US-Cent je Aktie aber stabil. HSBC will die Höhe auch in den kommenden Jahren halten.

Quinn hatte den Posten als Konzernchef im vergangenen Jahr nach dem überraschenden Rücktritt von John Flint kommissarisch übernommen. Verwaltungsratschef Mark Tucker hatte damals gesagt, dass die Suche nach einem neuen Chef sechs bis zwölf Monate dauern könne. In der Mitteilung zu den Jahreszahlen hieß es nur, dass es nichts Neues zur Chefsuche gebe und der Zeitplan weiter stehe./zb/stw

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