ROUNDUP: Infineon legt kräftig zu - Übernahme, schwacher Euro und gute Geschäfte

ROUNDUP: Infineon legt kräftig zu - Übernahme, schwacher Euro und gute Geschäfte

WKN: 623100 ISIN: DE0006231004 Infineon AG

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19.02.2019 - 17:27
05.05.2015 14:36:40

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Chiphersteller Infineon (Infineon Technologies) hat derzeit viel Rückenwind. Starke Nachfrage in allen Bereichen, die Euro-Schwäche und die Übernahme des US-Halbleiterherstellers International Rectifier treiben den Umsatz und den operativen Gewinn in die Höhe. Der Konzern schraubte am Dienstag daher seine Prognose für das Gesamtjahr kräftig nach oben.

Im Ende September auslaufenden Geschäftsjahr rechnet Infineon nun mit einem Umsatzplus zwischen 34 und 38 Prozent. Bislang lag die Prognose deutlich darunter. In der alten Schätzung war allerdings der Zukauf von International Rectifier - die mit drei Milliarden Euro bisher teuerste Übernahme der Firmengeschichte - noch nicht enthalten.

Der aktuellen Prognose zufolge könnte der Erlös in diesem Jahr auf bis zu knapp sechs Milliarden Euro steigen. Zudem will Infineon-Chef Reinhard Ploss die Marge leicht auf 15 Prozent erhöhen, so dass der operative Gewinn rechnerisch auf rund 880 (2013/14: 620) Millionen Euro steigen könnte.

Das Unternehmen ist etwas optimistischer als die meisten Experten. Zusammen mit dem sehr guten zweiten Geschäftsquartal sorgte das für deutliche Kursaufschläge an der Börse. Die im DAX notierte Aktie legte am Vormittag bis zu knapp vier Prozent zu, büßte bis zum Nachmittag allerdings einen Teil der Gewinne wieder ein. Sowohl die Resultate als auch der Ausblick seien "exzellent", lobte Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank.

Zwischen Januar und Ende März stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal den Angaben zufolge um 31 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro - ohne die Übernahme wäre Infineon auch noch zweistellig gewachsen. Das operative Ergebnis legte um 17 Prozent auf 198 Millionen Euro zu. "Unsere Strategie bewährt sich und Infineon bleibt auf Wachstumskurs", sagte Ploss.

Unter dem Strich verdiente Infineon wegen Abschreibungen infolge der Übernahme mit 69 Millionen Euro 47 Prozent weniger als im ersten Quartal. Wegen der zum Teil stark schwankenden Preise für Halbleiterprodukte ist bei Chipherstellern der Quartalsvergleich sinnvoller als der zum Vorjahr./zb/DP/zb

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