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SAP-Aktie nach den Q2-Zahlen 2018: Warum dem Papier jetzt ein Rückschlag droht

SAP-Aktie nach den Q2-Zahlen 2018: Warum dem Papier jetzt ein Rückschlag droht

WKN: 716460 ISIN: DE0007164600 SAP SE

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19.10.2018 - 17:35
22.07.2018 08:00:00

Der Softwareriese SAP bleibt auf Wachstumskurs. Dank eines starken Geschäfts mit Mietsoftware zogen Umsatz und Betriebsergebnis im zweiten Quartal spürbar an. Zugleich hoben die Walldorfer ihre Prognose leicht an. Was Anleger wissen müssen, wie die Aussichten für das Dax-Schwergewicht sind. Von Thomas Schmidtutz



SAP-Chef Bill McDermott versprüht gerne Optimismus. "Wir könnten nicht zuversichtlicher sein", sagte der US-Amerikaner am Donnerstag anlässlich der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal. Tatsächlich hat das mit einem Börsenwert von rund 122 Milliarden Euro teuerste Dax-Unternehmen am Donnerstag eine ordentliche Zwischenbilanz vorgelegt. Um Sondereffekte und Währungseinflüsse (Non-IFRS) bereinigt, legten die Erlöse von April bis Juni um zehn Prozent auf gut sechs Milliarden Euro zu. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) kletterte um zehn Prozent auf 1,64 Milliarden Euro.



Den größten Sprung legte der Konzern erneut im Cloud-Geschäft hin. Das um Währungseffekte bereinigte Neu-Geschäft zog um satte 29 Prozent auf 421 Millionen Euro an, die Sparten-Erlöse einschließlich Support sogar um 40 Prozent auf 1,227 Milliarden Euro. Analysten hatten SAP lediglich 1,161 Milliarden zugetraut. "Das Cloud-Geschäft", jubelte McDermott in einer Journalistenrunde denn auch, "fliegt".


Angesichts des guten ersten Halbjahrs bügelte der Konzern seine Prognose zudem noch etwas auf. Im laufenden Jahr soll der Umsatz nun währungsbereinigt um sechs bis 7,5 Prozent auf 24,975 und 25,3 Milliarden Euro zulegen nach bislang 24,8 und 25,3 Milliarden. Beim Betriebsergebnis peilen die Walldorfer nun 7,4 bis 7,5 Milliarden Euro an statt 7,35 und 7,5 Milliarden Euro.

Zudem legt sich das Unternehmen auch mittelfristig die Messlatte ein bisschen höher. Bis 2020 sollen die Cloud-Erlöse zwischen 8,2 und 8,7 Milliarden Euro liegen. Bislang hatte SAP einen Wert in der Bandbreite zwischen 8,0 und 8,5 Milliarden in Aussicht gestellt.

Analysten gaben sich dennoch zurückhaltend. Der angehobene Ausblick sei "keine Überraschung", resümierte etwa Harald Schnitzer von der DZ Bank. Auch UBS-Analyst Michael Briest war nur mäßig beeindruckt. SAP habe die Prognose jeweils am unteren Ende angehoben, das obere Ende jedoch jeweils gleich gelassen. Investoren reagierten ebenfalls ernüchtert. Am Donnerstag Vormittag rutschte die SAP-Aktie leicht ins Minus.

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Bildquelle: SAP

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