ABGAS-SKANDAL

Schadenersatz für Volkswagen-Aktionäre? - Was Anleger jetzt wissen müssen

Schadenersatz für Volkswagen-Aktionäre? - Was Anleger jetzt wissen müssen
27.10.2015 05:40:00

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DIE VARIANTEN ZUR BERECHNUNG DER SCHADENSHÖHE



Welche Varianten gibt es bei der Ermittlung des möglicherweise entstandenen Schadens?


Investoren haben beim Schaden die Wahl, die fraglichen Wertpapiere zurückzugeben und den gezahlten Kaufpreis bzw. die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis zu verlangen oder die Differenz zwischen dem Aktienkurs bei Erwerb und dem hypothetischen Kurs bei pflichtgemäßer Ad-hoc Mitteilung zu fordern (sog. Kursdifferenzschaden).
Beide Varianten sind allerdings keine Selbstläufer, warnt Rechtsanwalt Jochem: "Bei der ersten Variante müssen Investoren vor Gericht beweisen, dass sie die Aktien bei Kenntnis der Motoren-Manipulation nicht gekauft hätten, was wegen des teilweise lange zurückliegenden Kaufdatums häufig schon wegen der Erinnerungsmängel sehr schwer werden kann."
Bei der Variante des Kursdifferenzschadens ist dieser Nachweis nach Ansicht des BGH zwar nicht erforderlich, die Einholung eines Sachverständigengutachtens zur Berechnung der Schadenshöhe dürfte jedoch unumgänglich sein.


Bernd Jochem
Fachliche Beratung Bernd Jochem, Rotter Rechtsanwälte, Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht, München









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Bildquelle: Axel Schmidt/Reuters, Michael Dannenmann/Rotter Rechtsanwälte

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