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Sektkellerei Rotkäppchen-Mumm rechnet mit steigenden Preisen 2022

Sektkellerei Rotkäppchen-Mumm rechnet mit steigenden Preisen 2022
23.11.2021 12:36:38

FREYBURG (dpa-AFX) - Die Sektkellerei Rotkäppchen-Mumm erwartet für das kommende Jahr höhere Preise für Sekt, Wein und Spirituosen. Grund seien unter anderem steigende Energiekosten, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Christof Queisser, am Dienstag. Hinzu kommt demnach die Knappheit von Holz, das etwa für Paletten und Weinkisten gebraucht wird. Zudem müsse der Verbraucher damit rechnen, dass nicht immer alle Produkte überall verfügbar seien, so Queisser weiter. Vor diesem Hintergrund sei der Ausblick aufs kommende Jahr leicht eingetrübt.

Für das anstehende Weihnachtsfest und den Jahreswechsel sei das Unternehmen aus Freyburg in Sachsen-Anhalt gut vorbereitet. "Wir erwarten wie im Vorjahr wieder viele kleinere Feiern im Kreis der Familie oder Freunden", sagte Queisser. Pandemiebedingt werde es eher ein Silvester der leiseren Töne. Zudem sei bei den Verbrauchern in der Pandemie eine Rückbesinnung auf bekannte Marken festgestellt worden.

2020 verkaufte das Unternehmen 330 Millionen Flaschen Sekt, Wein und Spirituosen, der Umsatz der Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH (Freyburg/Burgenlandkreis) lag bei 1,2 Milliarden Euro. Nach Unternehmensangaben kam 2020 jede zweite in Deutschland gekaufte Flasche Sekt aus dem Hause Rotkäppchen-Mumm. Angaben zum Gewinn macht das Unternehmen mit derzeit 997 Mitarbeitern grundsätzlich nicht.

Für dieses Jahr erwartet der Vorsitzende der Geschäftsführung eine ähnliche Situation. Es gelte aber, die kommenden Wochen bis zum Jahresende abzuwarten. "Die Lage in der Gastronomie wird verhalten bleiben und wir werden sehen, wie stark die Verlagerung sein wird", sagte Queisser.

Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) hat sich vor allem der Markt für alkoholreduzierte Sekte und Weine sehr gut entwickelt. "Das Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher ist erheblich gestiegen und daher ist in diesem Segment die Nachfrage sprunghaft angestiegen", sagte Frank Schulz, Sprecher des DWI. Zudem habe der Markt weiterhin Wachstumspotenzial, vor allem im Export. "Insbesondere die Märkte in den USA, Skandinavien und den Beneluxländern sind noch nicht ausgereizt."/jan/DP/eas

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