SPORT/'Vorbild Super Bowl' für Champions League: Die UEFA-Reformpläne

SPORT/'Vorbild Super Bowl' für Champions League: Die UEFA-Reformpläne
14.01.2021 13:57:38

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Titelentscheidung nach dem "Vorbild Super Bowl" und eine attraktivere Gruppenphase: Die Reformpläne der Europäischen Fußball-Union für die Champions League sorgen zumindest bei Karl-Heinz Rummenigge für Begeisterung. "Das wird den Leuten gefallen, davon bin ich überzeugt", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München im vereinseigenen TV.

Was der 65-Jährige "aus Kreisen der UEFA" berichtete, wollte der Kontinentalverband offiziell nicht kommentieren. Die Gedankenspiele existieren aber schon länger. In Anlehnung an das Finalturnier in Lissabon im vergangenen Sommer, das wegen der Corona-Pandemie aus der Not entstanden war, könnten zukünftig stets beide Halbfinals sowie das Endspiel in nur einer Stadt veranstaltet werden.

Eine "Week of Football" (Woche des Fußballs) werde angestrebt, man wolle dabei "ein bisschen nach dem Vorbild Super Bowl" im US-Football gehen, sagte Rummenigge. Zudem solle die Gruppenphase, die aus Sicht des scheidenden Bayern-Chefs anfange, "ein bisschen langweilig zu werden", modifiziert werden.

Bereits im Dezember hatte die "Times" berichtet, dass zukünftig im Liga-Modus gespielt werden könnte. Jedes Team würde dann in der Vorrunde gegen zehn Gegner antreten. Die Punkte aus diesen Spielen würden in einer gemeinsamen Tabelle mit allen 32 Teams gelistet, aus der sich die ersten 16 für die K.o.-Phase qualifizieren.

Der bislang bekannte Modus ist vom UEFA-Exekutivkomitee bis 2024 weitgehend festgeschrieben. "Es läuft gerade eine breit angelegte Konsultation mit allen Stakeholdern, es ist noch keine Entscheidung getroffen worden", teilte die UEFA am Donnerstag auf Anfrage mit.

Schon im August des vergangenen Jahres hatte sich UEFA-Präsident Aleksander Ceferin kurz nach dem Königsklassen-Triumph der Bayern beim Finalturnier in Lissabon offen für eine Änderung gezeigt. Das System mit einem Duell pro Begegnung erscheine "interessanter", sagte der Slowene. Die UEFA ziehe dies "für die Zukunft in Erwägung"./lü/mom/DP/mis

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