Swiss Re sieht 2015 erneut Rückgang der wirtschaftlichen Katastrophenschäden

Swiss Re sieht 2015 erneut Rückgang der wirtschaftlichen Katastrophenschäden

WKN: A1H81M ISIN: CH0126881561 Swiss Re AG

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28.06.2019 - 16:20
18.12.2015 13:08:41

ZÜRICH (dpa-AFX) - Katastrophen haben 2015 einer Studie zufolge vergleichsweise geringe wirtschaftliche Schäden angerichtet. Die Zahl der getöteten Menschen habe sich mit rund 26 000 allerdings im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung des weltweit zweitgrößten Rückversicherers Swiss Re. Während Naturkatastrophen nach vorläufigen Schätzungen weniger Schäden angerichtet hätten als 2014, ließen die schweren Explosionen in der chinesischen Hafenstadt Tianjin die Schäden durch von Menschen verursachte Katastrophen steigen.

Insgesamt schätzen die Experten der Swiss Re die Katastrophenschäden für die gesamte Weltwirtschaft auf etwa 85 Milliarden US-Dollar (78 Mrd Euro), fast ein Viertel weniger als ein Jahr zuvor. Im Schnitt der vergangenen zehn Jahre hätten die Katastrophenschäden mit 192 Milliarden Dollar sogar doppelt so hoch gelegen. Die Versicherungsbranche musste 2015 laut der Swiss Re Katastrophenschäden von 32 Milliarden Dollar begleichen, 14 Prozent weniger als im Vorjahr und nur gut halb so viel wie im Schnitt der vorangegangenen zehn Jahre.

Unter den Naturkatastrophen schlug der Studie zufolge ein Wintersturm in den USA am teuersten zu Buche. Er dürfte die Versicherer voraussichtlich 2,1 Milliarden Dollar kosten. Die gesamten versicherten Schäden infolge der Explosionen in Tianjin schätzt die Swiss Re auf mehr als 2 Milliarden Dollar. Beim weltgrößten Rückversicherer Munich Re (Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft) war zuletzt schon von 2,3 bis 3 Milliarden Dollar die Rede.

Von den rund 26 000 Menschen, die laut der Studie durch Katastrophen zu Tode kamen, starben etwa 9000 infolge des Erdbebens in Nepal. Von dem auf mehr als 6 Milliarden Dollar geschätzten wirtschaftlichen Schaden durch das Beben seien jedoch nur 160 Millionen Dollar versichert gewesen./stw/men/jha/stb

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