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ThyssenKrupp-Aktie nach Zahlen: Warum Anleger das Papier jetzt abstoßen

ThyssenKrupp-Aktie nach Zahlen: Warum Anleger das Papier jetzt abstoßen

WKN: 750000 ISIN: DE0007500001 thyssenkrupp AG

5,91 EUR
0,33 EUR 5,87 %
01.12.2020 - 12:45
20.11.2020 07:01:00

Die ThyssenKrupp AG hat am Donnerstag Geschäftszahlen veröffentlicht. Diese fielen erwartungsgemäß verhalten aus. Die Kurse geben nach und verlieren am Donnerstag zur Eröffnung mehr als sechs Prozent an Wert. Zahlreiche Widerstände versperren den Weg nach oben. Anleger sollten sich auf weiter schwache Notierungen einstellen. Auf welche Schlüsselmarken es ankommt und welche Strategie greift. Von Manfred Ries

Ausgangssituation und Signal



Die Aktien der ThyssenKrupp AG gehen am Donnerstagmorgen sehr schwach in den Handel und liegen kurz nach neun Uhr bei 4,58 Euro (-6,5%). Damit präsentiert sich das Papier am vorletzten Handelstag der Woche schlechter als der Gesamtmarkt, gemessen am MDAX-Index, der ein Minus von nur 0,7 Prozent aufweist. Damit setzt sich bei der ThyssenKrupp-Aktie die begonnene Kursschwäche der vergangenen Tage fort. Rückblick: Seit Montag ging es mit den Anteilsscheinen des Stahlriesen von 5,30 Euro bis auf 4,58 Euro nach unten - ein Minus von 13 Prozent seit Wochenbeginn; die vorletzten Kerzen im Tageschart mit ihren relativ großen, roten Kerzenkörpern zeugen vom aktuellen Schwächeanfall des Papiers.

Im kurzfristigen Bereich zeigt sich der Aktienkursverlauf durch die ansteigende 21-Tagelinie bei 4,55 Euro (grüne Linie) als relativ solide unterstützt. Dieser gleitende Durchschnitt verstärkt damit die horizontale Unterstützungslinie um 4,50 / 4,65 Euro und zeugt mit ihrem ansteigenden Verlauf von einem kurzfristigen Aufwärtstrend. Zum Verständnis: Die 21-Tagelinie ist eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 21 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form dargestellt. Die Definition: Solange die 21-Tagelinie nach oben strebt, solange gilt der kurzfristige Aufwärtstrend als intakt.

Zum Hintergrund: Die ThyssenKrupp AG hat am Donnerstag Geschäftszahlen präsentiert. Diese fielen erwartungsgemäß schwach aus: der Umsatz verringerte sich um 15 Prozent und das bereinigte Ebit lag mit -1,6 Milliarden Euro erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert (-110 Mio. Euro). Nun steht ein Stellenabbau auf der Agenda.

Die Charts im Detail



Was die längerfristige Ausgangslage anbelangt, so helfen Blicke auf den Wochen- / Monatschart weiter. Diese visualisieren den längerfristigen Kursverlauf des Basiswertes. Dabei stellt jede Kerze die Kursbewegung einer Handelswoche, bzw. eines Handelsmonats, dar. Im Wochenchart zu sehen: Der Versuch einer langfristigen Bodenbildung im Bereich um 3,82 Euro. Kein leichtes Unterfangen für die Kurse von ThyssenKrupp, denn die 200-Tagelinie (blaue Kurve) fällt steil ab; spricht damit von einem übergeordneten Abwärtstrend. Gleichzeitig dürfte dieser gleitende Durchschnitt mit seinem fallenden Verlauf einen Widerstand im Bereich um 6,00 Euro bilden.

Käme es zu einem signifikanten Ausbruch über die 200-Tagelinie, so wäre das grundsätzlich positiv zu bewerten. Doch selbst bis an die 200-Tagelinie heran stehen noch weitere Widerstände im Weg. Die nächste Unterstützung ist im Bereich um 4,65 / 4,55 Euro zu erwarten.

Tageschart





Wochenchart




Monatschart





Empfehlung der Redaktion



ThyssenKrupp: Ein charttechnisch angeschlagener Wert aus der zweiten Reihe mit weiterem Abschlagspotenzial. Bis zur unterstützenden 21-Tagelinie fehlen noch immer knapp sieben Prozent. Eine erste Kaufzone ist im Bereich um 4,65 Euro zu erwarten. Ein Initial-Stop-Losskurs könnte, im Falle einer Short-Strategie, etwa knapp oberhalb der 200-Tagelinie (6,03 Euro) angelegt sein.



Unterstützungen und Widerstände

Chartmarken Niveau
Oberes Ziel 2 6,03
Oberes Ziel 1 5,54
Unteres Ziel 1 4,55
Unteres Ziel 2 3,82


Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.


AUTOR Manfred Ries vom Index Radar-Magazin ist ausgebildeter Bankkaufmann. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre arbeitete er über viele Jahre hinweg in den Bereichen Vermögensanlage und Devisenhandel bei Großbanken. Seit mehr als 15 Jahren ist Manfred Ries als Wirtschaftsjournalist tätig. Für Börse Online analysierte er bereits 1999 die Märkte aus charttechnischer Sicht. www.index-radar.de

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