VIRUS: Brandenburg ruft bisher keine Ausgangssperre aus

VIRUS: Brandenburg ruft bisher keine Ausgangssperre aus
18.03.2020 11:56:41

POTSDAM (dpa-AFX) - Nach dem Beginn der drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Brandenburg plant die Landesregierung aktuell keine Verschärfung, schließt aber weitere Regelungen nicht aus. "Wir haben hier keinen inneren Notstand und es gibt keine Ausgangssperre", sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch in einer Sitzung der Ausschüsse für Gesundheit und Inneres im Landtag. Die Maßnahmen sollten zehn bis zwölf Tage beobachtet werden.

"Es hat auch keinen Sinn, jetzt jeden Tag eigentlich neue Regelungen zu treffen, sondern man muss sich jetzt erstmal angucken, wirkt das wirklich und nicht in hektischen Aktionismus verfallen." Gleichzeitig betonte Nonnemacher: "Man kann nicht ausschließen, dass auch weitere Vereinbarungen bald noch getroffen werden."

Die Krankenhäuser müssen sich nach Angaben der Ministerin darauf vorbereiten, dass sie "in sehr baldiger Zeit eine Vielzahl von auch schwer Erkrankten zu versorgen haben". "Wir sind aufgerufen, unsere Intensivkapazitäten zu verdoppeln und dringend Beatmungsplätze auszuweiten", sagte Nonnemacher, die selbst Ärztin ist.

Bei einer gemeinsamen Sitzung des Berliner Senats und der Brandenburger Landesregierung werde darüber gesprochen, wie die Versorgung organisiert werden kann, ob in Zentren Beatmungsgeräte konzentriert und wo Ausweichkapazitäten für nicht so schwer Erkrankte geschaffen werden. Derzeit werde versucht, zusätzliches medizinisches Personal zu rekrutieren./vr/DP/zb

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