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INTERVIEW

Volkswagen-Aktie: Anleger-Anwalt Tilp - Schadenersatz-Forderungen in Milliardenhöhe

Volkswagen-Aktie: Anleger-Anwalt Tilp - Schadenersatz-Forderungen in Milliardenhöhe
08.10.2015 19:57:00

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Wer könnte denn grundsätzlich Schadenersatzansprüche anmelden?


Nach unserer festen Rechtsüberzeugung bestehen Schadensersatzansprüche wegen Wertpapierkäufen ab dem 6. Juni 2008, und zwar unabhängig davon, ob diese am 17. September 2015 noch gehalten wurden oder bereits verkauft waren. Dabei muss es sich um folgende Wertpapiere handeln: Stamm-und Vorzugs-Aktien auf VW, Derivate auf VW wie zum Beispiel Optionsscheine, Zertifikate, Optionen, VW-Anleihen oder Porsche-Aktien.

Sie haben bereits eine eigene Webseite eingerichtet, auf der sich geprellte Anleger eintragen können. Wie viele Personen haben sich bislang dort schon gemeldet und wie viele Mandate im Fall VW haben Sie bislang?


Unter www.vw-klage.de können sich Interessenten kostenlos registrieren und erhalten dann von unserer Kanzlei weitere Informationen. Per 6. Oktober 2015 haben sich bei uns mehr als 1000 Anleger gemeldet. Wir haben bereits Dutzende von Mandaten, darunter solche von Kleinanlegern wie auch institutionellen Häusern.

Nun sehen Sie bei VW eine gute Grundlage, auf Basis eines Sammelverfahrens nach dem Kapitalanleger-Musterverfahren gegen Volkswagen vorzugehen. Weshalb wäre ein solches Verfahren für Anleger vorteilhaft?


Das Musterverfahren bietet eine Reihe von Vorteilen, so ist es beispielsweise kostengünstig und übt optimalen Druck auf die Beklagtenseite aus. Denn es ermöglicht die Bündelung aller Kräfte auf Klägerseite, um das Verfahren effektiv voranzubringen. Allerdings muss man sich als Anwalt mit diesem speziellen Verfahrensrecht auch wirklich gut auskennen, um erfolgreich zu sein.

Sollte das LG Braunschweig das Verfahren nach dem KapMuG zulassen: Wie lange würde ein solches Verfahren unter Umständen dauern?


Wir gehen davon aus, dass das Landgericht Braunschweig innerhalb der nächsten Monate bereits den so genannten Vorlagebeschluss erlässt. Dieser stellt quasi das Arbeitsprogramm für das OLG dar. Dieses bestimmt dann den Musterkläger. Wir gehen davon aus, dass dazu dann ein Kläger unsere Kanzlei bestimmt wird. Das Verfahren vor dem OLG kann innerhalb von einem Jahr erledigt sein. Die unterlegene Partei hat dann die Möglichkeit, Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof einzulegen. Vor diesem könnten nochmals eineinhalb Jahre vergehen. Auf diese Art und Weise kann also eine höchstrichterliche Klärung der für alle Kläger bedeutsamen Umstände und Rechtsfragen viel schneller erreicht werden als in normalen Zivilprozessen.

Auf Seite 3: Wann wäre ein möglicher Schadenersatz tatsächlich auf dem Konto?



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