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VW-Aktie vor der Kulturrevolution: Was Anleger jetzt wissen müssen

VW-Aktie vor der Kulturrevolution: Was Anleger jetzt wissen müssen

WKN: 766403 ISIN: DE0007664039 Volkswagen (VW) AG Vz.

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23.05.2019 - 18:21
16.04.2018 05:30:00

Im Volkswagen-Konzern geht es derzeit richtig rund. Am Dienstag deutete der Konzern in einer kryptischen Pressemitteilung überraschend einen möglichen Führungswechsel an. Am Donnerstag Abend hat der Aufsichtsrat den bisherigen Chef der Kernmarke VW, Herbert Diess, zum neuen Konzernchef bestimmt und gleich auch noch grünes Licht für größten Umbau in der Unternehmensgeschichte gegeben. Was die Neuaufstellung für die Aktie bedeutet, was Anleger erwarten können. Von Thomas Schmidtutz



Der neue Volkswagen-Chef Herbert Diess will mit einer neuen Konzernstruktur die Voraussetzungen für schnellere Entscheidungen schaffen und den größten Autobauer der Welt so fit für die digitale Revolution in der Automobilbranche machen. "Wir müssen das Tempo nochmals erhöhen", sagte Diess am Freitag mit Blick auf die geplante Neuaufstellung.



Mit dem geplanten Umbau solle Volkswagen in "Ertragsstärke, Innovationskraft und Nachhaltigkeit" zu einem der führenden Unternehmen in der Industrie werden", kündigte Diess auf einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz an.


Erst am Donnerstag hatte Diess den bisherigen Konzernchef Matthias Müller abgelöst. Müller war vor rund zweieinhalb Jahren mitten in der Dieselkrise an die Konzernspitze berufen worden, aber zuletzt wegen wiederholter unglücklicher öffentlicher Äußerungen in der Dieselkrise auch intern in die Kritik geraten.

Aufsichtsratschef Hans-Dieter Pötsch begründete den Führungswechsel am Freitag hingegen mit bevorstehenden Weichenstellungen. Volkswagen stehe in den kommenden Monaten vor "großen Entscheidungen" in Sachen alternativer Antriebe oder Digitalisierung. Dafür wolle man "ein Team an Bord haben, dass diese Entscheidungen trifft und auch noch da ist, wenn in einigen Jahren die Auswirkungen messbar werden", sagte Pötsch. Diess erhält einen neuen Fünf-Jahresvertrag. Müllers Vertrag läuft hingen nur noch bis 2020. Danach sei für ihn Schluss, hatte der Ex-Porsche-Chef in der Vergangenheit mehrfach klargestellt.

Nach den vom Aufsichtsrat am Donnerstag gebilligten Plänen sollen die Konzern-Marken künftig in vier Gruppen gegliedert. Neben dem Volumen-Dach (VW sowie die Transporter, Skoda, Seat) soll es eine Premium-Einheit (Audi) geben sowie "Super-Premium" (Porsche, Bentley, Bugatti, Lamborghini) und Truck & Bus (MAN, Scania). In den einzelnen Marken-Gesellschaften und den Geschäftseinheiten sollen die operativen Entscheidungen getroffen werden. Der Volkswagen-Konzernvorstand kümmert sich künftig lediglich um Strategie und behält die Oberaufsicht. Die Pläne kommen einer Revolution gleich.

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Bildquelle: Volkswagen AG

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