16.23 Uhr - Die Furcht vor einer Invasion Russlands in der Ukraine setzt die russische Währung unter Druck. Im Gegenzug steigt der Dollar auf knapp 77 Rubel. Der Euro zieht bis auf 87,78 Rubel an. Das geopolitische Risiko Russlands sei nach dem Scheitern der Gespräche in der vergangenen Woche auf einem Höchststand, sagten die Analysten von BCS Global Markets. "Der Verlauf zukünftiger Ereignisse ist schwer vorherzusagen, aber internationale Investoren werden wahrscheinlich erst einmal zögern."

11.19 Uhr - Optimistische Aussagen zu den Geschäftsaussichten ermuntern Anleger zum Einstieg bei Taylor Wimpey. Die Aktien des drittgrößten britischen Eigenheimbauers steigen um 3,3 Prozent. Die Auftragsbücher des Unternehmens sind nach eigenen Angaben prall gefüllt. Im abgelaufenen Jahr seien 14.087 Einheiten fertiggestellt worden, 47 Prozent mehr als im Jahr davor. Diese Zahlen seien ermutigend, lobt Analyst Charlie Campbell von der Investmentbank Liberum. Die geplanten Aktienrückkäufe kämen früher als gedacht.

11.05 Uhr - Der Milliardenpoker um die Konsumgüter-Sparte von GlaxoSmithKline kommt bei Unilever-Anlegern nicht gut an. Die Aktien des "Domestos"-Anbieters steuern in London mit einem Minus von 7,3 Prozent auf den größten Tagesverlust seit 13-1/2 Jahren zu. "Wir sehen kaum Rechtfertigung für einen derartigen Deal, weder strategisch, noch operativ oder finanziell", kritisiert Analyst James Edwardes Jones von der Investmentbank RBC Capital Markets. "Die ernsthafte Überlegung einer solchen Offerte stellt die Zuversicht des Managements in das aktuelle Geschäftsmodell infrage."

10.44 Uhr - Anleger fürchten Zahlungsausfälle Russlands und der Ukraine bei einem Krieg der beiden Staaten. Die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets ukrainischer Anleihen gegen Zahlungsausfall verteuert daher sich um 26.000 auf 868.000 Dollar, teilt der Datenanbieter Markit mit. Russische Credit Default Swaps (CDS) zögen um 8000 auf 185.000 Dollar an. Das sei der höchste Stand seit dem Börsen-Crash vom Frühjahr 2020.

10.40 Uhr - Die wachsenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine machen Anleger nervös. Sie werfen Staatsanleihen der beiden Länder aus ihren Depots. Dies treibt die Rendite der bis 2024 laufenden ukrainischen Dollar-Bonds und der bis 2043 laufenden russischen Titel auf 15,42 beziehungsweise 4,206 Prozent. Das ist jeweils der höchste Stand seit dem Börsen-Crash vom Frühjahr 2020.

09.45 Uhr - Die anhaltende Ölpreis-Rally gibt den europäischen Öl- und Gaswerten Auftrieb. Ihr Index steigt um 0,8 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 304,74 Punkten. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee kostet mit 86,71 Dollar je Barrel so viel wie zuletzt vor etwa dreieinhalb Jahren.

09.30 Uhr - In der Hoffnung auf eine nachgebesserte Offerte von Unilever für die Konsumgüter-Sparte von GlaxoSmithKline steigen Anleger bei dem Pharmakonzern ein. Die Aktien klettern in London um 5,6 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 1733 Pence. Unilever-Titel rutschen dagegen um 6,6 Prozent ab und sind mit 3677,5 Pence so billig wie zuletzt vor zwei Jahren. Unilever ist nach eigenen Aussagen weiter an Sparte interessiert, obwohl Glaxo ein umgerechnet 60 Milliarden Euro schweres Angebot zurückgewiesen hat.

07.36 Uhr - Eine Anteilsaufstockung durch Goldman Sachs ermuntert Anleger zum Einstieg bei Varta. Die Aktien des Batterie-Herstellers steigen vorbörslich um 1,6 Prozent. Einer Pflichtmitteilung zufolge hält die US-Investmentbank nun 5,02 Prozent an dem Unternehmen.

rtr/dpa-AFX