16.20 Uhr - Die Aussicht auf einen Touristenboom in den USA nach dem Wegfall der Corona-Reisebeschränkungen sorgt für Rückenwind in der Branche. Anteilsscheine der Reisefirmen Booking Holdings, Expedia und Trip Advisor ziehen zwischen 1,0 und 5,5 Prozent an. Die Fluggesellschaften United Airlines, American Airlines und Delta Air Lines steigen zwischen 1,5 und 3,0 Prozent. Nach 20 Monaten Einreisesperre dürfen Touristen und Geschäftsreisende seit Montag wieder in die USA fliegen.

13.46 Uhr - Ermutigende Geschäftszahlen und Einnahmen aus dem Teilausstieg bei Wella bescheren Coty einen Kurssprung. Die Aktien des Kosmetik-Herstellers, an dem die deutsche Milliardärsfamilie Reimann maßgeblich beteiligt ist, steigen im vorbörslichen US-Geschäft um neun Prozent. Das Unternehmen steigerte den Angaben zufolge den Umsatz im abgelaufenen Quartal um 22 Prozent auf 1,37 Milliarden Dollar und machte ein Gewinn von 0,08 Dollar je Aktie, fast drei Mal so viel wie erwartet. Für das angelaufene Geschäftsjahr 2021/2022 peilt das Unternehmen einen überraschend hohen Überschuss von 0,19 bis 0,23 Dollar je Aktie an. Parallel dazu verkauft Coty einen knapp fünfprozentigen Anteil an Wella für 215,7 Millionen Dollar an den Finanzinvestor KKR und reduziert damit die Beteiligung am Shampoo-Hersteller auf 25,9 Prozent.

12.33 Uhr - Der Baukonzern HOCHTIEF will eigene Aktien für bis zu 318 Millionen Euro erwerben. Hochtief beabsichtige, bis zu rund 4,6 Millionen Aktien zurückzukaufen, teilte der SDAX-Konzern am Montag in Essen mit. Das wären rund 6,5 Prozent des Grundkapitals, hieß es. Der Rückkauf der Aktien soll an diesem Montag starten und in knapp einem Jahr enden. Der Erwerb soll über die Frankfurter Wertpapierbörse erfolgen.

12.23 Uhr - Die Aktien von Fashionette haben am Montag mit einem Kurssprung an ihre Erholung vom jüngsten Rekordtief angeknüpft. Nachdem sie am Freitag zuerst bis auf 15,15 Euro gefallen waren, hatten Anleger schon vor dem Wochenende wieder zugegriffen. Am Montag ging es um etwa 10 Prozent nach oben bis nahe an die 20-Euro-Marke. Mit zuletzt 19,65 Euro testete der Kurs den bei Charttechnikern beliebten 50-Tage-Durchschnitt. Zu dem neuen Mut der Anleger dürfte eine jüngste Studie von der Privatbank Hauck & Aufhäuser beitragen haben. Darin attestierte Analyst Christian Salis den Aktien mit einem Kursziel von 60 Euro immenses Kurspotenzial: Verglichen mit dem jüngsten Rekordtief würde dies eine Vervierfachung bedeuten. Der Experte lobte zuletzt die Einführung zahlreicher neuer Produkte von Edelmarken im Beauty-Bereich. Dieses Geschäft passe ideal zum Betreiber eines Online-Shops für Premium- und Luxusmarken.

10.12 Uhr - Die Aussicht auf einen Bieterwettstreit um Playtech gibt den Aktien des Anbieters von Glücksspiel-Software frischen Rückenwind. Sie steigen in London um fast vier Prozent auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 734,5 Pence. Der Finanzinvestor und Playtech-Großaktionär Gopher hat Interesse an einer Übernahme, nachdem vor einigen Wochen der australische Glücksspiel-Anbieter Aristocrat 680 Pence je Playtech-Aktie geboten hatte.

09.44 Uhr - Enttäuscht reagieren Anleger auf die Zahlen von PostNL. Die Aktien des Brief- und Paketzustellers steuern in Amsterdam mit einem Minus von 6,7 Prozent auf den größten Tagesverlust seit fast eineinhalb Jahren zu. Wegen einer Abkühlung des Paket-Booms fiel der operative Gewinn den Angaben zufolge im dritten Quartal auf 23 von 36 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das liege allerdings im Rahmen der Erwartungen, schreibt Analyst David Kerstens von der Investmentbank Jefferies.

09.38 Uhr - Der 2,5 Milliarden Dollar schwere Kauf des Rivalen Atos Medical durch Coloplast kommt bei Anlegern gut an. Die Aktien der Medizintechnik-Firma steuern in Kopenhagen mit einem Plus von 4,4 Prozent auf den größten Tagesgewinn seit einem Dreiviertel Jahr zu. Mit dem Deal sichere sich das dänische Unternehmen ein wachstums- und ertragsstarkes Geschäft zur Versorgung chronisch Kranker, loben die Analysten der Credit Suisse.

09.32 Uhr - Eine knapp 200 Millionen Euro schwere Belastung der Bilanz für 2021 veranlasst Anleger zum Ausstieg bei Hochtief. Die Aktien des Baukonzerns fallen um 3,3 Prozent. Ein Schiedsgericht in Chile hatte im Streit über den Bau eines Wasserkraftwerks gegen das Unternehmen entschieden.

09.25 Uhr - Der 7,1 Milliarden Euro schwere Kauf des Dienstleistungssparte des Versorgers Engie macht Bouygues zum Schlusslicht im Pariser CAC40. Die Aktien des französischen Mischkonzerns fallen um 3,2 Prozent. Der Zukauf sei ein großer Schritt für Bouygues und die Integration komplex, kommentiert Analyst Jerry Dellis. Er biete aber auch Chancen auf signifikantes Wachstum und zusätzlichen freien Cash Flow. Engie-Titel gewinnen 1,6 Prozent.

09.10 Uhr - Mit Erleichterung reagieren Anleger auf die Zahlen von Siemens Gamesa. Die Aktien des Windkraftanlagen-Bauers steigen in Madrid um fünf Prozent, nachdem sie in den vorangegangenen Tagen gut 18 Prozent abgestürzt waren. Nach den enttäuschenden Ergebnissen des Rivalen Vestas seien Investoren auf ein schwaches Ergebnis vorbereitet gewesen, schreibt Analyst Simon Toennessen von der Investmentbank Jefferies. Positiv sei außerdem der überraschend starke Schuldenabbau. Im Windschatten der Gamesa-Rally rückte die Mutter Siemens Energy 3,5 Prozent und der Konkurrent Nordex 3,9 Prozent vor.

08.54 Uhr - Die Aussicht auf eine Platzierung von Tesla-Aktien durch Firmenchef Elon Musk setzt dem Elektroautobauer zu. In Frankfurt rutschen die in Deutschland notierten Papiere um sieben Prozent ab. Zuvor hatte eine Mehrheit von Twitter-Nutzern für Musks Plan zum Verkauf eines Zehntels seines 23-prozentigen Anteilspakets an Tesla gestimmt.

08.44 Uhr - In der Hoffnung auf eine beschleunigte Belebung des Reiseverkehrs steigen weitere Anleger bei der Lufthansa ein. Die Aktien der größten deutschen Fluggesellschaft sind im Frankfurter Frühhandel mit einem Plus von gut zwei Prozent Spitzenreiter im Nebenwerte-Index MDax, nachdem sie bereits am Freitag um rund sechs Prozent zugelegt hatten. Börsianern zufolge profitieren die Titel erneut von den ermutigenden Testergebnissen eines neuen Corona-Medikaments des US-Pharmakonzerns Pfizer.

08.36 Uhr - Positive Analystenkommentare geben Raiffeisen Bank International Rückenwind. Die in Deutschland notierten Aktien steigen im Frankfurter Frühhandel um gut drei Prozent auf 29,84 Euro. Die Experten der Citigroup und von JPMorgan haben ihr Kursziele auf 32 von 23,50 beziehungsweise auf 33 von 25 Euro angehoben.

07.57 Uhr - Die Rekordjagd von Ethereum geht in die nächste Runde. Die Cyber-Devise steigt um gut sieben Prozent und ist mit 4768,21 Dollar so teuer wie nie. Befeuert werde die Rally erneut von der Einführung eines börsennotierten US-Fonds (ETF) auf diese Kryptowährung, sagte Analyst Kyle Rodda vom Brokerhaus IG. Institutionelle Anleger interessierten sich immer mehr für diese Produkte, während die Behörden diese neue Anlageklasse nicht zu stark regulieren wollten. Im Windschatten von Ethereum steigt der Preis für die führende Cyber-Devise Bitcoin um mehr als acht Prozent auf 66.168 Dollar.

07.36 Uhr - Nach einem negativen Analystenkommentar rutschen Volkswagen-Aktien ins Minus. Die Papiere des Autobauers verlieren vorbörslich 1,4 Prozent auf etwa 189,50 Euro. Die Experten der Investmentbank Jefferies haben die Titel auf "Underperform" heruntergestuft und das Kursziel auf 170 von 270 Euro gekürzt.

07.23 Uhr - In Erwartung einer anziehenden Nachfrage decken sich Anleger mit Erdöl ein. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich am Montag um ein Prozent auf 83,50 Dollar je Barrel. Genährt werden diese Spekulationen von einer Preiserhöhung durch Saudi Aramco.

06.26 Uhr - Bund, Länder und Kommunen können einer Zeitung zufolge aufgrund eines erwarteten starken Aufschwungs mit rund 160 Milliarden Euro mehr Steuern rechnen als bislang geplant. Dies gelte für den Zeitraum von 2021 bis einschließlich 2025, berichtete das "Handelsblatt" (Montagausgabe) vorab aus Regierungskreisen und dem Umfeld der Ampel-Parteien aus der Schätzvorlage des Bundesfinanzministeriums für die Steuerschätzung. Demnach wird der Staat etwa in diesem Jahr 29 Milliarden Euro und im kommenden 33 Milliarden mehr einnehmen als bei der Schätzung im Mai berechnet. Die Zahlen könnten sich noch ändern, hieß es weiter. Die neue Steuerschätzung wird am Donnerstag vorgelegt.

rtr/dpa-AFX