Zuwanderung nach Deutschland geht zurück

Zuwanderung nach Deutschland geht zurück
13.03.2018 10:46:56

Berlin (Reuters) - Die Zuwanderung nach Deutschland ebbt weiter ab.

Im Jahr 2016 kamen zwar rund 500.000 Menschen mehr in die Bundesrepublik als fortzogen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Dieser sogenannte Wanderungsüberschuss hatte zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Jahr davor allerdings noch bei 1,14 Millionen Personen gelegen. Für 2017 hatten die Statistiker diesen Saldo bereits auf mindestens 450.000 geschätzt.

Im Jahr 2016 sank die Zahl der Zugewanderten wegen des abflauenden Flüchtlingsandrangs um 13 Prozent auf 1,86 Millionen sank. Hier habe die Schließung der Balkanroute eine Rolle gespielt, hieß es beim Amt. Eine rückläufige Nettozuwanderung gab es insbesondere bei Menschen aus Syrien (auf 146.000 von 298.000 im Jahr 2015), aus Afghanistan (auf 56.000 von 80.000) und aus dem Irak (auf 48.000 von 60.000). Rund 51 Prozent aller Zugewanderten waren allerdings EU-Bürger, neun Prozent kamen aus europäischen Ländern, die nicht zur EU gehören. Fünf Prozent hatten die Staatsangehörigkeit eines afrikanischen Landes.

Die Zahl der Menschen, die Deutschland verließen, schoss 2016 um 37 Prozent auf 1,36 Millionen nach oben. Grund hierfür sei allerdings auch eine statistische Änderung bei der Berechnung der Deutschen, die ihrer Heimat den Rücken kehrten, erklärte das Amt.

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