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BMW-Anleihe: Wie sich der Autobauer gegen Tesla stemmen will

BMW-Anleihe: Wie sich der Autobauer gegen Tesla stemmen will

WKN: A1CX3T ISIN: US88160R1014 Tesla

203,10 EUR
2,05 EUR 1,02 %
18.06.2019 - 10:49
22.01.2018 05:00:00

Der Autobauer BMW nimmt Geld am Kapitalmarkt auf, um Konkurrent Tesla mit neuen Modellen Paroli bieten zu können. Doch nur der auf Dollar lautende Bond lockt Investoren zum Einstieg. Von Jörg Billina



Als die Bayerische Motoren Werke AG ihr erstes Autohaus in den USA eröffnete, hatten die Münchner gerade mal vier Modelle im Angebot. Heute zählt BMW zu den führenden Anbietern, die Auswahl umfasst über 100 verschiedene Modelle. Der Erfolg zeigt sich auch daran, dass es dem Autobauer in den vergangenen Jahren immer wieder gelungen ist - beispielsweise mit dem BMW 328i -, unter die Top Ten der meistverkauften Fahrzeuge in den USA zu kommen.



Mit Tesla, einem Hersteller von Elektroautos, ist BMW jedoch ein ernsthafter Konkurrenz erwachsen. Um keine Marktanteile zu verlieren, starteten die Münchner die größte Modelloffensive in ihrer Geschichte. So will der Konzern bis zum Jahr 2025 gleich 25 elektrifizierte Modelle entwickelt haben, zwölf davon sollen vollständig elektrisch fahren. Doch dazu sind enorme finanzielle Anstrengungen notwendig. Das Management ist dazu bereit. Im kommenden Jahr will es die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf bis zu sieben Prozent des Umsatzes steigern. Das sind etwa sieben Milliarden Euro, die Ingenieure nutzen können, um neue Technologien zu entwickeln.


Die Mittel dazu besorgt sich BMW unter anderem auf dem Kapitalmarkt. Gleich zu Beginn des Jahres emittierte der Autobauer zwei Anleihen mit Laufzeiten von fünf (WKN: A19 UK1) und sieben Jahren (A19 UK0). Die Bonds werden von den Ratingagenturen gut bewertet. Die Verzinsung ist aber eher unattraktiv.

Mehr bietet das ebenfalls vor Kurzem aufgelegte Dollarpapier (siehe Kasten). Der Abstand zur entsprechenden Bundesanleihe beträgt derzeit rund drei Prozent.

Allerdings setzen sich Anleger mit diesem Papier einem Währungsrisiko aus. Doch nach einem Verlust von rund zehn Prozent gegenüber dem Euro im vergangenen Jahr scheinen die Gefahren einer weiteren Abwertung überschaubar. Auch dürfte die im Zuge der US-Steuerreform mögliche Repatriierung von im Ausland geparkten Gewinnen von US-Unternehmen eine weitere Schwäche des Greenback begrenzen.

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Bildquelle: Günter Schmied/BMW Group, BÖRSE ONLINE

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