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MARIO DRAGHI

Draghis billionenschwere Überraschung

Draghis billionenschwere Überraschung
23.01.2015 13:39:00

Der Chef der Europäischen Zentralbank übertrifft selbst die kühnsten Hoffnungen der Börse - und hält sich bei den angekündigten Anleihekäufen sogar ein weiteres Hintertürchen offen. Von Alexander Sturm, Frankfurt

Bevor Mario Draghi alle Erwartungen der Finanzwelt übertraf, quälte er sie noch eine ganze Weile mit seiner Abwesenheit. Schon über eine Stunde vor der Pressekonferenz hatten sich Journalisten in einer langen Schlange vor der Europäischen Zentralbank (EZB) im Frankfurter Ostend gestaut. Und selbst wer es irgendwann durch die Sicherheitskontrolle ins Pressezentrum im fünften Stock geschafft hatte, musste tatenlos ausharren. Dutzende Kameras und die Augen von weit über hundert Reportern aus aller Welt richteten sich auf die Tür, aus der Mario Draghi heraus kommen sollte, um der Finanzwelt die lang erwarteten, historischen Anleihekäufe zu verkünden. Doch Draghi kam nicht. Noch nicht.

Und als es endlich so weit war, tat er das, was er im Laufe der Pressekonferenz weiter tun sollte - er ruhte in sich. Der Aufzug sei schuld an seiner Verspätung, sagte er. "Interpretieren Sie da nicht zu viel hinein!" Seelenruhig wünschte er der versammelten Presse ein frohes neues Jahr und begrüßte Litauen zum Jahresbeginn als neues Mitglied der Eurozone. So als schaute die Finanzwelt heute auf einen baltischen Zwergenstaat und nicht auf die Worte des Mannes, der seit Jahren das Schicksal der Eurozone entscheidet.

Auf Seite 2: Unbegrenzte Käufe falls nötig

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