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MARIO DRAGHI

Draghis billionenschwere Überraschung

Draghis billionenschwere Überraschung
23.01.2015 13:39:00

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Unbegrenzte Käufe falls nötig

Dann allerdings tat Draghi, womit kaum einer gerechnet hatte: Er kündigte monatliche Käufe von Staatsanleihen und Papieren von europäischen Institutionen im Wert von 60 Milliarden Euro an. Beginnend ab März bis September 2016 werden sie insgesamt 1,14 Billionen Euro umfassen - eine solche Summe hatte kaum jemand auf der Rechnung. Und noch mehr: Die Käufe sollen solange fortgeführt werden, bis die Inflation sich wieder der Marke von zwei Prozent nähert. Falls nötig, hält Draghi sich also eine Hintertür für noch mehr Käufe offen. Doch zunächst sollen die Käufe gemäß der Anteile der nationalen Notenbanken am Kapital der EZB erfolgen. Die Zentralbank wird also vor allem deutsche und französische Staatsanleihen erwerben. Insgesamt sollen 20 Prozent des Risikos vergemeinschaftet werden, 80 Prozent der Käufe liegen also bei den nationalen Notenbanken.

Der heutige Schritt sei nötig, da die Inflation in der Eurozone nachhaltig niedrig sei, so Draghi. Und versäumte es nicht, die Politik in die Pflicht zu nehmen: Die Umsetzung von Arbeitsmarktreformen müsste in einigen Ländern an Fahrt gewinnen, sagte er. "Es ist entscheidend, dass Strukturreformen schnell, glaubwürdig und wirksam umgesetzt werde, um nachhaltiges Wachstum in der Eurozone zu schaffen."

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