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MARIO DRAGHI

Draghis billionenschwere Überraschung

Draghis billionenschwere Überraschung
23.01.2015 13:39:00

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Über alle Kritik erhaben

Ansonsten gab sich der Italiener auffallend entspannt. Der Beschluss für die Anleihekäufe sei mit großer Mehrheit im EZB-Rat geschlossen worden, betonte Draghi. "So groß, dass keine Abstimmung nötig war." Die Frage nach den Risiken der Käufe ließ er ebenso an sich abprallen ("fragen sie die, die diese Zweifel haben"), wie die Kritik, mit den Käufen habe die EZB doch nun ihr letztes Pulver verschossen. Auch seien die Anleihekäufe zugegeben schon teils in den Inflationserwartungen eingepreist. "Aber zwischen Erwartung und Ankündigung gibt es noch einen Unterschied", stellte er fest. Die Käufe würden die Teuerungsrate nach oben treiben. Reagierte er auf vorhergehenden Pressekonferenzen noch gereizt auf kritische Fragen von Reporten, wirkte der EZB-Chef heute, als könne ihm kein Vorwurf etwas haben. Ob der nächste Schritt nun eine straffere Geldpolitik sei?, fragte ein Journalist, schließlich sei die Entscheidung heute doch der letzte Pfeil im Köcher der EZB gewesen. "Um Ihre Frage zu beantworten, hätte ich jetzt einige Witze auf Lager", sagte Draghi, "aber die ernste Lage verbietet das". Und lächelte milde.

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