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Lockheed Martin-Anleihe: Stabiler Ausblick

Lockheed Martin-Anleihe: Stabiler Ausblick

WKN: 852759 ISIN: US9130171096 United Technologies Corp. (UTC)

120,42 EUR
-0,64 EUR -0,53 %
17.05.2019 - 13:39
16.01.2016 13:00:00

Der US-Rüstungskonzern profitiert vom Kampf gegen den Terror und zunehmenden geopolitischen Spannungen. Dank der guten Auftragslage ist die Bonitätsnote nicht in Gefahr. Von Jörg Billina

Saudi-Arabien strebt im Nahen und Mittleren Osten eine Führungsrolle an. Nach Ansicht der Scheichs ist hierfür eine schlagkräftige Armee unerlässlich. Die dazu notwendigen Rüstungsgüter kauft das Königshaus bevorzugt bei Lockheed Martin. Das US-Unternehmen produziert neben Kampfflugzeugen und Raketen auch Kriegsschiffe, die sich speziell zum Gefecht in Küstennähe eignen. Von diesen "Littoral Combat Ships" bestellte Saudi-Arabien jüngst vier Stück. Mit einem Gesamtwert von rund elf Milliarden Dollar ist es für Lockheed Martin einer der größten Auslandsaufträge in der Unternehmens-geschichte. Zudem interessiert sich Riad für die Seahawk-Maritime-Hubschrauber von Sikorsky Aircraft. Lockheed Martin hatte im Sommer das Unternehmen von United Technologies erworben und dadurch seine Stellung als weltweit führender Rüstungskonzern gestärkt.

Order aus Tokio



Auch der Hauptkunde macht Konzernchefin Marillyn Hewson derzeit Freude. Kurz vor Weihnachten sicherte sich Lockheed Martin für 2016 einen Auftrag vom US-Verteidigungsministerium für 91 Jets des Typs F-35 - elf mehr als ursprünglich geplant. In den kommenden Monaten sollten weitere Bestellungen seitens der Nato-Partner für das Kampfflugzeug eingehen. Und nicht zuletzt profitiert Lockheed Martin von der Erhöhung der Militärausgaben Japans. Premierminister Shinzo Abe will die südlichen Inseln des Landes gegen Ansprüche Chinas sichern und kauft hierzu sechs F-35 Kampfjets.

Angesichts der guten Auftragslage dürfte der Druck auf das Rating von Lockheed Martin nicht weiter zunehmen. Nach dem überwiegend schuldenfinanzierten Kauf von Sikorsky Aircraft hatte S&P die Bonitätsnote von "A-" auf "BBB+" herabgestuft. Der Ausblick ist aber stabil. Die Ratingagentur begründete seinerzeit die Entscheidung mit der weiterhin anhaltenden aktionärsfreundlichen Politik des Unternehmens. Tatsächlich hat Chefin Hewson bislang jedenfalls nicht die Absicht, die Dividende zu kürzen. Schulden abbauen will sie vielmehr durch Unternehmensverkäufe, unter anderem in der IT-Sparte und im Servicebereich.




Bildquelle: Lockheed Martin

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