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Alles über CFDs

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WKN: 542800 ISIN: DE0005428007 comdirect bank AG

11,72 EUR
0,02 EUR 0,17 %
20.04.2018 - 14:44
12.10.2013 15:53:58

Contracts for Difference, kurz CFDs, bieten einen einfachen und gehebelten Zugang in ein breites Spektrum des Kapitalmarkts. Doch Anleger sollten die Risiken kennen, ehe sie zu diesen spekulativen Instrumenten greifen. Von Wolfgang Hagl

Der Bildschirm ist übersät mit Charts. Überall blinken in Echtzeit Kursstellungen auf, während Livenachrichten aus aller Welt über den Ticker laufen. Die meisten Anleger dürften dieses Bild mit Berichten aus den riesigen Handelssälen der Großbanken in Verbindung bringen. Doch mittlerweile ist es ein Leichtes, das ganz persönliche "Trading Desk" aufzubauen.

Neue Standards setzte hier der Aufstieg sogenannter Contracts for Difference (CFD). Nutzer der entsprechenden Onlinekonten können in der Regel auf eine Vielzahl an interaktiven Anwendungen zurückgreifen. "Dazu zählen Realtime-Kurse, die eine unverzügliche Orderausführung gewährleisten und Kundenbestände in Echtzeit bewerten", erklärt René Diehl, Vorstandsvorsitzender des CFD-Branchenverbands. Ihm zufolge greifen vor allem Trader auf diese Vehikel zurück, um von kurzfristigen Kursausschlägen zu profitieren.

Sie wetten dabei auf den reinen Unterschied zwischen Ein- und Ausstiegspreis, ohne das zugrunde liegende Wertpapier zu halten. Vielmehr veranschlagt der Anbieter lediglich eine Sicherheitsleistung, auch Margin genannt. Der im Vergleich zum Direktinvestment deutlich geringere Kapitaleinsatz führt zu einem Hebeleffekt.

Beispielsweise ist eine Positionierung im DAX gegen eine Margin von einem Zehntel des Indexniveaus möglich. Aktuell beläuft sich der Einsatz damit auf rund 86 Euro. Da für greift der CFD-Anleger die vollständige Bewegung des Index ab. Verbandschef Diehl verweist darauf, dass institutionelle Adressen rund 16 000 Euro an Sicherheiten hinterlegen müssen, um an der Eurex einen DAX-Kontrakt zu handeln. "Anhand dieses Unterschieds ist bereits erkennbar, dass CFDs als quasi Privatkunden- optimierte Variante des Terminmarkthandels gesehen werden können", erklärt er.

Zurück zum Beispiel: Angenommen, der DAX schafft es bis 9000 Punkte und der Trader schließt den Kontrakt an dieser runden Marke. Dann würde das Differenzgeschäft vor Kosten und Steuern einen satten Gewinn von rund 400 Euro abwerfen - mehr als den vierfachen Einsatz.

Das Kalkül muss dabei nicht zwingend auf steigende Notierungen lauten. Mithilfe von CFDs lässt sich ohne Weiteres auch auf fallende Notierungen setzen. In diesem Fall verkauft der Trader den Basiswert zunächst de facto, um ihn später zu einem möglichst tiefen Kurs wieder zu erwerben. Egal ob long oder short: Da der CFD den jeweiligen Kurs eins zu eins abbildet, herrscht zu jeder Zeit vollständige Preistransparenz. Faktoren wie Zeitwert oder implizite Volatilität spielen keine Rolle. Hier grenzt sich das Differenzgeschäft von anderen derivativen Anlegeformen wie dem Optionsschein ab.

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Bildquelle: Lee Pettet/Istockphoto

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