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CFDs - Riskanter Spaß: Strengere Regeln, Tipps für den Handel

CFDs - Riskanter Spaß: Strengere Regeln, Tipps für den Handel
23.04.2019 03:20:00

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Praktische Tipps für den CFD-Handel


Wie funktionieren CFDs und für wen eignen sie sich?


Mit CFDs setzt man auf Preisunterschiede bei Anlageklassen wie Aktien, Rohstoffe, Währungen oder Staatsanleihen. Außerdem bieten sie einen relativ einfachen Zugang zu Kryptowährungen. Anders als bei Direktinvestments - beispielsweise in Aktien - wird man aber nicht Teilhaber einer Firma, sondern geht wie mit Zertifikaten oder Optionen eine Finanzwette ein, dass ein Kurs steigt oder fällt. Solche Wetten sind mit großen Hebeln möglich (Währungen maximal mit Hebel 30, Indizes mit 20, Aktien mit 5 und Kryptowährungen maximal mit Hebel 2). Das bedeutet: Steigt oder sinkt zum Beispiel der DAX um ein Prozent, gewinnt oder verliert der CFD-­Anleger bei einem Hebel von 20 ganze 20 Prozent. Bei fünf Prozent Kursausschlag liegt der Gewinn/Verlust bei 100 Prozent.

Diese Finanzinstrumente sind also nichts für Anleger, die langfristig und sicher Kapital anlegen wollen. Denn mit CFDs ist in kurzer Zeit ein hohes Plus, aber auch ein großes Minus bis hin zum Totalverlust möglich. Und das Gros der Kleinanleger verliert beim CFD-Handel statistisch gesehen Geld. Für Anleger, die keine Angst vor Risiken haben und auf das investierte Geld schlimmstenfalls komplett verzichten können, sind CFDs durchaus eine Möglichkeit, schnell viel Gewinn zu machen.

Meist sind das Trader, die täglich handeln und ihre Positionen abends schließen. Denn wer seine Positionen über Nacht hält, dem stellt der Anbieter Haltekosten in Rechnung, die durchaus üppig ausfallen können. Sie betragen zum Beispiel bei Rohstoffwetten bei manchen Anbietern 20 Prozent pro Jahr. Dadurch werden Gewinne schnell aufgezehrt. Weitere Kosten entstehen beim Kauf und Verkauf bestimmter Produkte wie Aktien. Transaktionen von Index-, Devisen- und Rohstoff-CFDs sind dagegen oft kostenlos. Das macht Handeln dort schmackhaft.

Wie findet man gute Anbieter? Die Höhe der Kosten ist ein wichtiges Instrument zur Beurteilung der Seriosität der Anbieter. Auch der Spread - also die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs, die möglichst niedrig sein sollte - ist hierbei aufschlussreich. Auszahlungen sollten jederzeit und ohne Gebühren möglich sein, was nicht bei allen Anbietern der Fall ist. Eine weitere zentrale Frage, die sich CFD-Käufer stellen sollten: Wie ist ihr Geld bei den Anbietern geschützt? Darüber geben der Firmensitz des Brokers und die ­zuständige Regulierungsbehörde Aufschluss. Ein Siegel der Bafin oder der britischen FCA ist beruhigend.

Zudem sollten die Broker einen kompetenten Kundendienst und eine Trainingsplattform anbieten. Gerade Neulingen ist zu empfehlen, sich auf solchen Demoplattformen zunächst mit der Funktionsweise von CFDs vertraut zu machen, bevor sie mit echtem Geld handeln. Schwarze Schafe lassen sich auch durch Tests herausfiltern. Unser Schwestermagazin €uro am Sonntag hat 2018 einen entsprechenden Test durch­geführt. Dabei schnitten WH Selfinvest, CMC Markets, Com­direct und Onvista sehr gut ab.

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Bildquelle: BÖRSE ONLINE

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