DAX 15.267 -1,3%  MDAX 33.810 -1,5%  Dow 34.022 -1,3%  Nasdaq 15.878 -1,6%  Gold 1.777 -0,2%  TecDAX 3.786 -2,3%  EStoxx50 4.116 -1,5%  Nikkei 27.753 -0,7%  Dollar 1,1341 0,2%  Öl 69,6 0,9% 
BO-TITELGESCHICHTE

ETFs: Wie sie funktionieren, welche ins Depot gehören

ETFs: Wie sie funktionieren, welche ins Depot gehören
12.08.2018 02:10:00

Seite 2 von 9



Ausweg aus dem Zinstief

Börsenkompetenz seit über 30 Jahren

Wöchentlich mehr Themen, Strategien, Tipps und Empfehlungen von den Profis. Abonnieren Sie jetzt BÖRSE ONLINE!

Zu unseren Angeboten


Die wachsende Beliebtheit der passiven Produkte macht der justETF-Experte nicht nur an den stetig steigenden Zugriffsraten auf sein Onlineportal fest. Er verweist zudem darauf, dass immer mehr Filialbanken Indexfonds in ihr Beratungsangebot aufnehmen. "Der ETF kommt mehr und mehr in der breiten Masse an", erklärt Riedl. In die Hände spielt den Anbietern das niedrige Zinsniveau. Anlageklassiker wie Sparbuch oder Tagesgeld bieten Sparern seit Jahren nur Magerkost. Mit ihrer ultralockeren Geldpolitik hat die Europäische Zentralbank den sicheren Zins de facto abgeschafft. ETF-Sparpläne sind ein Ausweg. Bereits ab 25 Euro pro Monat können Anleger auf diese Weise erste Schritte in die weite Börsenwelt unternehmen. Selbst mit einem derart kleinen Betrag ist eine immense Streuung möglich. Wer etwa einen ETF auf den MSCI World Index bespart, partizipiert an der Entwicklung von knapp 1650 Aktien aus 23 entwickelten Ländern (mehr dazu auf Seite 7). Ein weiterer Vorteil dieser Art des Vermögensaufbaus ist die Flexibilität. Sparpläne können jederzeit gestoppt oder angepasst werden. Da der Anleger regelmäßig denselben Betrag einsetzt, spielt die Frage nach dem optimalen Einstiegszeitpunkt keine Rolle. In Zeiten niedriger Kurse kommen relativ viele neue ETF-Anteile ins Depot. Notiert der Index, auf den sich der gewählte ETF bezieht, auf einem hohen Niveau, reicht der Sparbetrag für vergleichsweise wenige Stücke. Der aus diesem Wechselspiel resultierende Durchschnittspreis kann sich auf Dauer als vorteilhaft entpuppen.

Laut einer Auswertung der Fachpublikation "EXtra-Magazin" wurden im März bei den führenden Direktbanken in Deutschland mehr als 562 000 ETF-Sparpläne geführt. Innerhalb von nur einem Jahr hat ihre Zahl damit um gut die Hälfte zugenommen. Dominique Riedl kennt einen wesentlichen Grund für das starke Wachstum: "Depotgebühren werden bei regelmäßigem Sparen von keiner Direktbank erhoben." Häufig verzichten die Institute zudem auf die Ordergebühr, wie ein aktueller Test von justETF zeigt. Demnach bieten die größten Direktbanken zusammen 944 ETF-Sparpläne an. "Davon befindet sich mehr als die Hälfte in dauerhaften Aktionen, es fallen also keine Ordergebühren an", erläutert Riedl.

Sowohl bei den privaten Sparern als auch bei den Börsenprofis stehen die bekannten Börsenbarometer im Fokus. Der US-Leitindex S & P 500 bildet die Basis für zwei der fünf größten europäischen ETFs. MSCI World, EURO STOXX 50 und MSCI Emerging Markets vervollständigen das Quintett (siehe Grafik).



Hierzulande dominiert der DAX das Geschäft. Daher führt ein Fonds auf den Leitindex unsere Empfehlungen an. Ab Seite 13 stellen wir vier Aktien-ETFs vor, die mit günstigen Gebühren sowie prominenten und aussichtsreichen Referenzindizes überzeugen. Hinzu kommt eine passive Multi-Asset-Strategie. Jedoch teilen nicht alle die ETF-Begeisterung. Kritiker monieren unter anderem, dass die teilweise milliardenschweren Fonds Börsenausverkäufe verstärken könnten. Eine aktuelle Untersuchung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) relativiert diese These - mehr dazu im folgenden Artikel.

Auf Seite 3: Glossar



Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9

Bildquelle: BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

ETF-Finder

Fondsname:
Fondsgesellschaft:
Fondsart:
Jahresperformance:
Währung:
Gesamtkostenquote:
Benchmark:
Volumen:
Mindestalter:
Sortieren nach:

Nachrichten

  • Nachrichten zu ETFs
  • Alle Nachrichten
pagehit
Inhalt wird geladen
Zur aktuellen Ausgabe