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Smart Beta: Die besten intelligenten ETFs

Smart Beta: Die besten intelligenten ETFs
20.05.2017 15:00:00

Smart Beta gilt im weltweiten Markt für börsengehandelte Indexfonds als ein großer Wachstumstreiber. Wir zeigen, was sich hinter diesem Schlagwort verbirgt, und stellen aussichtsreiche Strategien vor. Von Wolfgang Hagl



Es gibt in jedem Wirtschaftsbereich Schlagwörter, die exemplarisch für die neusten Trends stehen. Beispielsweise sorgt im Autosektor gerade die "E-Mobility" für Aufsehen, während "Low Carb"-Gerichte von der Lebensmittelindustrie als Wundermittel im Kampf gegen überschüssige Pfunde angepriesen werden. Derweil bringen die Anbieter von börsengehandelten Indexfonds einen Anglizismus mit dem zweiten Buchstaben des griechischen Alphabets zusammen. "Smart Beta" gilt auf dem Gebiet der passiven Anlagen als ein zentraler Wachstumstreiber. Trägt ein Exchange Traded Fund (ETF) dieses Etikett, dann bildet er einen Index ab, dessen Bauweise vom klassischen Strickmuster abweicht. Während traditionelle Börsengradmesser wie der DAX nach der Marktkapitalisierung ihrer Mitglieder gewichtet sind, gelten hier andere Kriterien.



Smart-Beta-Indizes versuchen entweder den Markt zu schlagen oder dessen Risiko zu drosseln. Die Investoren greifen zu: Innerhalb von fünf Jahren türmten sich europaweit Nettomittelzuflüsse von insgesamt mehr als 23 Milliarden Euro auf (siehe Grafik). "Ende März lag das gesamte in Smart-Beta-ETFs verwaltete Vermögen bei 31,8 Milliarden Euro und damit um elf Prozent höher als zum Jahresende 2016", sagt Heike Fürpaß-Peter, Head of Public Distribution für Deutschland und Österreich beim ETF-Haus Lyxor.






Dividenden machen den Unterschied



Ihren Worten zufolge entfällt knapp die Hälfte dieser Summe auf fundamentale Strategien. Dabei handelt es sich um Indizes, für deren Zusammensetzung Unternehmens- oder Wirtschaftskennzahlen maßgeblich sind. Der Dividendenansatz dominiert, allein in Deutschland sind mehr als 50 ETFs gelistet, die Jagd auf besonders ausschüttungsfreudige Unternehmen machen.

Mit einem verwalteten Vermögen von knapp 2,8 Milliarden Euro ragt der SPDR S & P U.S. Dividend Aristocrats heraus. In dem zugrunde liegenden Index sind die Wall-Street-Aktien mit der höchsten Dividendenrendite enthalten. Doch nicht nur das: Um in die Benchmark einziehen zu können, muss ein Unternehmen die Ausschüttung 20 Jahre in Folge erhöht haben. Momentan erfüllen 108 Titel beide Kriterien. Das Prädikat "Dividendenaristokrat" erhalten beispielsweise der Telekomriese AT & T, der Brausekonzern Coca-Cola oder der Baumaschinenhersteller Caterpillar. Das Smart-Beta-Kalkül geht auf: Im langfristigen Vergleich schneidet der S & P U.S. Dividend Aristocrats besser ab als der breite US-Aktienmarkt - die €uro FondsNote 1 kommt also nicht von ungefähr.

Die €uro FondsNote 2 erhält der Lyxor SG Global Quality Income ETF. Diesem Fonds liegt ein von der Société Générale entwickelter Index zugrunde, der eine global ausgerichtete Dividendenstrategie verfolgt. Bei der Aktienauswahl setzt die Lyxor-Mutter den Piotroski-Score ein. Das nach einem US-Professor benannte Schema bewertet anhand von neun Kriterien die finanzielle Qualität eines Unternehmens. Dazu zählen unter anderem Gewinn, Cashflow und Verschuldung.

Diese Methodik soll Aktien zutage fördern, welche attraktive und nachhaltige Dividenden versprechen. Finanzwerte bleiben außen vor. Heraus kommt eine globale Auswahl, in der US-Titel den Ton angeben. Etwas überraschend schaffen es deutsche Unternehmen momentan nicht, den Kriterien dieses Gradmessers zu entsprechen. Insofern bietet der Fonds Anlegern mit Heimatfokus die Möglichkeit der internationalen Diversifikation.

Auf Seite 2: Risiko runter, Rendite rauf



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