ANALYSE: Hedgefonds könnte bei Wetten gegen europäische Aktien schief liegen

ANALYSE: Hedgefonds könnte bei Wetten gegen europäische Aktien schief liegen
19.02.2018 17:00:41

FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit einer milliardenschweren Wette gegen europäische Aktien könnte der US-Milliardär Ray Dalio zumindest teilweise schief liegen. Eine sogenannte Short-Attacke gegen italienische Banken wie die Intesa Sanpaolo werde seinen Hedgefonds Bridgewater teuer zu stehen kommen, prognostizierte der Investmentchef Davide Serra vom Vermögensverwalter Algebris am Montag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die Rentabilität italienischer Geldhäuser dürfte stark steigen, sobald die Europäische Zentralbank die Leitzinsen erhöhen werden, begründete Serra seine Einschätzung. Sollten dann auch die Börsenkurse anziehen, könnten bei Short-Investments Verluste auflaufen. Denn bei Leerverkäufen verdienen Spekulanten bei fallenden Aktien. Steigen diese jedoch, drohen Einbußen. Zwar wird es Volkswirten zufolge zwar noch eine Weile dauern, bis die EZB wirklich die Zinsen anhebt, doch an der Börse wird die Zukunft gehandelt, wie Anleger sagen.

Dalio hatte zuletzt auch gegen zahlreiche deutsche Aktienschwergewichte gewettet. So hatte er beispielsweise die Leerverkaufsposition bei Siemens-Aktien (Siemens) Anfang Februar netto deutlich erhöht, wie aus Daten des Bundesanzeigers hervorgeht. Auch bei Bayer, BASF und SAP (SAP SE) hatte Bridgewater die Leerverkaufsquoten zum Monatsbeginn kräftig nach oben geschraubt. Zuletzt reduzierte der Hedgefonds diese Positionen jedoch wieder etwas.

Für insgesamt 22 Milliarden US-Dollar soll Dalio gegen große europäische Unternehmen gewettet haben. Insgesamt verwaltet der Fonds nach eigenen Angaben 160 Milliarden Dollar.

Zu den Zielen der Short-Attacke gegen europäische Aktien zählten auch die Papiere von Airbus (Airbus SE (ex EADS)). Fast 400 Millionen Dollar wettete Bridgewater gegen den Flugzeugbauer - möglicherweise mit Verlusten. Zwar rutschte der Kurs in der ersten Februarhälfte um fast zehn Prozent ab. Nach überraschend starken Geschäftszahlen des Konzerns für 2017 und einer ebenso überraschend hohen Dividende schnellte er jedoch Ende vergangener Woche um mehr als 13 Prozent nach oben - auf ein Rekordhoch./bek/mis/he

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