'FAZ': Thyssenkrupp-Aufsichtsratschef und Hedgefonds Elliott sprechen Ende Juni

'FAZ': Thyssenkrupp-Aufsichtsratschef und Hedgefonds Elliott sprechen Ende Juni

WKN: 750000 ISIN: DE0007500001 thyssenkrupp AG

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16.08.2018 - 17:35
18.06.2018 07:24:40

FRANKFURT/ESSEN (dpa-AFX) - Thyssenkrupp-Aufsichtsratschef (thyssenkrupp) Ulrich Lehner will einem Pressebericht zufolge mit Vertretern des Hedgefonds Elliott das Gespräch suchen. Der als aktivistisch geltende Hedgefonds Elliott, hinter dem der US-Investor Paul Singer steckt, kritisiert das geplante Stahl-Gemeinschaftsunternehmen von Thyssenkrupp und dem indischen Tata-Konzern. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montag) schreibt, will Lehner Vertreter Elliotts in der letzten Juni-Woche zu einem Gespräch in der Unternehmenszentrale in Essen empfangen.

Thyssenkrupp hält an seinem Zeitplan fest und will das Gemeinschaftsunternehmen mit Tata noch in diesem Monat verbindlich vereinbaren. Thyssenkrupp und Elliott lehnten auf Anfrage der Zeitung eine Stellungnahme zu dem Treffen ab. Elliott kritisiert die finanziellen Bedingungen des Vorhabens, der ebenfalls aktivistische Fonds Cevian hat ebenfalls Front gegen die Konditionen gemacht.

Die "FAZ" hatte bereits vor wenigen Tagen über einen Brief Elliotts an Vorstandschef Heinrich Hiesinger berichtet. Elliotts Kritik beziehe sich vor allem auf die auseinanderlaufende Gewinnentwicklung der beiden designierten Partner, hieß es. Denn während Thyssenkrupps Hüttenwerke ihre Gewinne kräftig steigerten, habe sich Tata Steel Europe zuletzt schwach entwickelt. Grundsätzlich halte Elliott es aber für sinnvoll, dass Thyssenkrupp bei der Konsolidierung der europäischen Stahlbranche mitmischt.

Auch der schwedische Großaktionär Cevian zeige sich unglücklich über die Gewinnperspektiven der beiden Partner, berichtete das Blatt vor kurzem. Der Cevian-Vertreter im Thyssenkrupp-Aufsichtsrat habe im April an Mitaufsichtsräte einen kritischen Brief dazu geschrieben.

Elliott hatte im Mai den Einstieg bei dem deutschen Dax-Konzern aus Essen bestätigt. Wie hoch der Anteil ist, ist nicht öffentlich bekannt. Ab 3 Prozent muss ein Aktionär seine Beteiligung offenlegen. Singer gilt als Investor, der sich aktiv in die Entscheidungen der Unternehmen einmischt. Immer wieder sind dabei solche Konzerne Ziel seiner Investments, die gerade in Übernahmen oder Fusionsvorhaben stecken./stk/stw

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