Janus Henderson: Klimaschonend investieren - eine Win-Win-Situation?

Janus Henderson: Klimaschonend investieren - eine Win-Win-Situation?
21.05.2019 10:04:46

Die Rolle, die fossile Brennstoffe in der Geschichte der wirtschaftlichen Entwicklung und des sozialen Fortschritts spielen, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Inzwischen aber befinden wir uns in der Phase, in der die Kosten die zusätzlichen Vorteile überwiegen. Klimawandel, Luftverschmutzung und Plastikmüll stellen uns vor riesige Probleme und eine ernste Krise.

Die in Paris ansässige Internationale Energieagentur gab kürzlich ernüchternde Zahlen bekannt. Demnach ist die globale Energienachfrage 2018 um 2,3 Prozent gestiegen und wurde der Zuwachs vor allem mithilfe fossiler Brennstoffe gedeckt. Gleichzeitig war der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre noch nie so hoch wie heute.

In einigen Regionen und Ländern wie der Europäischen Union und Großbritannien sind die Emissionen gesunken, während China, die USA und Indien besonders hohe Zuwächse verzeichnen. Schuld daran sind die Extremwetterlagen im letzten Jahr, die einen höheren Energiebedarf für Klimaanlagen im Sommer und Heizung im Winter zur Folge hatten. Der Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um 7 Prozent im Jahr 2018 hielt nicht mit der Nachfrage Schritt und deckte nicht einmal die Hälfte der weltweit zusätzlichen Stromnachfrage. Bei dem im Februar in Dubai veranstalteten Forum zum Klimawandel wurde denn auch die entscheidende Rolle der erneuerbaren Energien als wirtschaftlich attraktive Lösung für viele durch den Klimawandel verursachte Probleme hervorgehoben.

Was für Länder wirtschaftlich sinnvoll ist, ist es auch für unseren Anlageansatz des nachhaltigen Investierens: Seit Langem weisen wir auf die negativen Folgen der fossilen Brennstoffindustrie hin. Mit unserer Strategie verfolgen wir seit ihrer Auflegung im Jahr 1991 einen klimafreundlichen Ansatz. Wichtig ist unseres Erachtens, dass es sich schon heute lohnt, klimaneutral zu investieren, obwohl es sicher noch viele Jahrzehnte dauern wird, bis der Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft geschafft ist. Tatsächlich betrachten wir Kapitalanlagen mit geringem CO2-Fußabdruck als eine Strategie, von der Klima und Anleger gleichermaßen profitieren können.

Der Grund ist das wirtschaftliche Prinzip des Substitutionseffekts. In den letzten fünf Jahren ist der Preis für erneuerbare Energietechnologien um bis zu 80 Prozent gesunken. Wind und Sonne sind heute in vielen Teilen der Welt die wirtschaftlichsten Formen der Stromerzeugung, und zwar ohne Subventionen. Bei Batterien sind die Kosten ähnlich stark gesunken, und langsam nähern wir uns Elektrofahrzeugen mit großer Reichweite und wettbewerbsfähigen Preisen. Selbst bei dem niedrigen Ölpreis von 50 US-Dollar pro Barrel, wie wir ihn im vergangenen Dezember gesehen haben, kann Öl nicht mit Strom aus Wind oder Sonne konkurrieren.

In der Krise: Luftverschmutzung

Den Übergang zu CO2-armer Energie betrachten wir als einen Generationen übergreifenden Anlagetrend, der unaufhaltsam ist. Die Investitionen in alternative Technologien wurden auch in Zeiten nicht gedrosselt, in denen die Preise für fossile Brennstoffe gesunken sind. Dagegen sind höhere Preise für fossile Energieträger der Nagel zu ihrem Sarg, denn sie beschleunigen den Trend zu günstigeren, saubereren Alternativen. Zwar wird der Weg dorthin nicht geradlinig verlaufen. Aber auf Sicht der kommenden zehn Jahre wagen wir die Prognose, dass Investitionen in fossile Brennstoffe ein Verlustgeschäft sein werden. Immer näher rückt der Zeitpunkt, an dem der Verbrauch fossiler Brennstoffe seinen Höhepunkt erreicht – und dann beginnt der Niedergang der fossilen Brennstoffindustrie.

Auf der anderen Seite beinhalten neue Technologien, die Lösungen für drängende Umweltprobleme bieten, ein hohes Wachstums- und Anlagepotenzial. Zudem sind wir sicher, dass in zehn Jahren viel mehr Elektroautos auf unseren Straßen fahren und deutlich mehr erneuerbarer Strom aus unseren Steckdosen kommen wird.

In der Krise: Plastikmüll in den Ozeanen

Klimaschonend investieren bedeutet aber nicht nur, auf Anlagen in fossile Brennstoffe zu verzichten. Denn es gibt viele Branchen, die sich im Zuge des Übergangs zu einer kohlenstoffarmen Energieversorgung grundlegend verändern werden. Ebenso beinhaltet das Investieren in saubere Technologien viel mehr als nur Anlagen in Wind- und Solarenergie. Hierfür bieten sich viele verschiedene Arten von Unternehmen an mit einem breiten Spektrum von Technologien und Lösungen in den Bereichen Energie, Stromerzeugung, Transport, Infrastruktur und Immobilien.

Aktive, klimaschonende Kapitalanlagen kombiniert mit diszipliniertem Risikomanagement

Wichtig ist, dass wir trotz unseres hoch aktiven, CO2-armen Anlageansatzes in der Lage sind, ein gut diversifiziertes, globales Aktienportfolio mit ausgewogenen Risikomerkmalen und einem geringen Tracking Error verglichen mit dem MSCI World Index aufzubauen. Möglich ist dies durch unseren auf viele verschiedene Themen setzenden Anlagerahmen für nachhaltiges Investieren, der uns ein reichhaltiges Universum bietet, aus dem wir unsere Unternehmen auswählen können.

Unser klimaschonender Anlageansatz besteht aus mehreren Ebenen

Lösungen für eine CO2-arme Wirtschaft
Lösungen für eine CO2-arme Wirtschaft

Als aktive Anleger stehen wir im Dialog mit den Unternehmen, in die wir investieren. Die Reduktion der CO2-Emissionen haben wir in diesem Jahr zu einem Kernthema dieses Dialogs erklärt. So wollen wir unsere Portfoliounternehmen ermutigen, Kurs in Richtung CO2-Neutralität zu nehmen.

Quellen für Treibhausgasemissionen

Quelle: UN IPCC Fifth Assessment Report (2014). UN FAO Food Wastage Footprint (2013)

Anlagthemen
Anlagthemen

Quelle: Janus Henderson Investors, December 2018

Wir glauben, dass nur aktiv gemanagte Fonds ein wirklich CO2-armes Portfolio bieten und gleichzeitig gezielt in Unternehmen investieren können, die eine wichtige Rolle beim Übergang zu einer klimaschonenden Wirtschaft spielen.

Messung des CO2-Fußabdrucks der Anlagestrategie

Wir definieren unseren CO2-Fußabdruck als die mit unserem Unternehmen und seiner Wertschöpfungskette direkt und indirekt verbundenen Emissionen. Gemessen wird der CO2-Fußabdruck in Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent (t CO2e). Dieser Wert ermöglicht den Vergleich der verschiedenen Treibhausgase in Form einer CO2-Einheit. Gemäß den Daten der Institutional Shareholder Services Inc. (ISS) zum Klimawandel ist unsere Strategie gemessen an den Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionen deutlich weniger CO2-intensiv als ihre Benchmark (MSCI World Total Return Index).

Leider stehen uns keine Angaben über den in den Produkten unserer Strategie enthaltenen Kohlenstoff zur Verfügung. Aber aufgrund der Ausrichtung der Strategie auf Nachhaltigkeit und insbesondere der Tatsache, dass wir nicht in fossile Brennstoffe oder umstrittene Branchen investieren, schätzen wir, dass ihre CO2-Performance deutlich besser ausfallen würde, wenn wir dies messen könnten.

Unsere Strategie schneidet beim Vergleich mit ihrer Benchmark deutlich besser ab.

Benchmark
Benchmark

Quelle: Janus Henderson Investors, ISS Climate Impact, neuste Daten vom 31. Dezember ??2019??. Benchmark: MSCI World Total Return Index.

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