Monatskommentar April 2021

Monatskommentar April 2021
06.05.2021 00:00:00 Partner News

Realisiertes Aufholpotenzial

In den USA und vor allem in China zeigte sich im April das große Aufholpotenzial, das durch die Corona-Pandemie und die Einschränkungen von gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Leben entstanden ist. Viele Unternehmen legten Quartalszahlen vor, die weit über den Erwartungen lagen, und die chinesische Wirtschaft wuchs im ersten Quartal um einzigartige 18,3% gegenüber dem Vorjahr.

Im April kamen die Aktienmärkte mit wenigen Ausnahmen gut voran. Der deutsche Aktienindex DAX stieg um moderate 0,85%, während europäische Werte, gemessen am breiten Stoxx-Europe-600-Index um 1,81% zulegten. In den USA erzielte der S&P-500-Index ein Plus von 2,82%, dagegen ging der Hang-Seng-Index aus Hongkong um -1,01% zurück. Der weltweite Aktienindex MSCI World legte um 2,11% zu – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

Der erfreulichen Entwicklung lag die anhaltend expansive Geldpolitik der Notenbanken der USA und des Euroraums zugrunde, die diese erneut für die kommenden Monate bestätigten. Weiterhin berichteten die meisten Unternehmen für das erste Quartal 2021 höhere Gewinne als erwartet. Die Konjunkturindikatoren unterstützten die Aktienmärkte ebenfalls. Der Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen stieg im Euroraum und Deutschland weiter an, während der Index für die Industrie im Euroraum nur leicht zunahm bzw. in Deutschland auf hohem Niveau konsolidierte. Auch deutsche ifo-Geschäftsklimaindex erholte sich weiter und legte leicht von 96,6 auf 96,8 Punkte zu.

In den USA sank die Arbeitslosenquote weiter von 6,2% auf 6,0%, und parallel dazu wuchs das Verbrauchervertrauen. Die Konsumausgaben stiegen ebenso wie die Einzelhandelsumsätze spürbar an. US-Präsident Joe Biden präsentierte im April sein auf mehrere Jahre ausgelegtes Infrastrukturprogramm, das ein Volumen von 2,25 Bio. US-Dollar haben und u.a. durch höhere Unternehmenssteuern finanziert werden soll. Darüber hinaus soll ein Programm in Höhe von 1,8 Bio. US-Dollar aufgelegt werden, welches Familien für die Kindererziehung zugutekommen und durch höhere Steuern für Wohlhabende finanziert werden soll. Die Ankündigung höherer Steuern für Unternehmen und Wohlhabende wurde am Aktienmarkt negativ aufgenommen.

In China erholten sich verschiedene Indikatoren gegenüber den durch Corona schwer belasteten Vorjahresergebnissen deutlich: Die Exporte lagen um 31% höher, die Importe um 38%, die Einzelhandelsumsätze um 34% und die Industrieproduktion um 14%. Entsprechend wuchs die chinesische Wirtschaft im ersten Quartal um sagenhafte 18,3% gegenüber dem Vorjahr.

Der Anstieg der Inflation belastete die Aktienmärkte im April, da die Investoren bei einer steigenden Inflation folglich mit einem steigenden Zinsniveau rechnen. Die Teuerung der Konsumentenpreise nahm in Deutschland von 1,7% auf 2,0% zu (Euroraum: von 1,3% auf 1,6%), allerdings ging die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel von 0,9% auf 0,8% zurück. In den USA näherte sich Kernrate mit einer von 1,4% auf 1,8% beschleunigten Teuerung der 2%-Zielmarke der US-Notenbank an.

Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen sanken jedoch von 1,74% auf 1,63%, ihre deutschen Pendants dagegen rentierten mit -0,20% um neun Basispunkte höher. Der Ölpreis (Brent) profitierte von der erstarkenden Nachfrage aus der Industrie und kletterte von 64 auf 68 US-Dollar pro Fass. Der Euro wertete gegenüber dem US-Dollar von 1,17 auf 1,20 US-Dollar auf. Der Goldpreis konnte sich etwas erholen und stieg von 1.705 auf 1.770 US-Dollar/Feinunze.

 

 

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