Morgan Stanley: Auf der Suche nach Erträgen - Income Investing auf die richtige Art

Morgan Stanley: Auf der Suche nach Erträgen - Income Investing auf die richtige Art
06.07.2020 11:02:00

Können Sie einen kurzen Überblick über den Fonds geben?

RICHARD PERROTT (RP): Der MS INVF Global Brands Equity Income Fund investiert weitgehend wie der MS INVF Global Brands Fund in ein Aktienportfolio und setzt zudem eine konservative Optionsstrategie ein. Der Fonds strebt an, attraktive und nachhaltige Erträge für Anleger zu generieren, das Kapital langfristig zu vermehren und zugleich einen relativ guten Schutz gegen fallende Kurse zu bieten.

Was unterscheidet den Fonds?

BRUNO PAULSON (BP): Viele herkömmliche Produkte, die sich auf den Ertrag konzentrieren, machen dies auf Kosten des Kapitalwachstums. Mit dem MS INVF Global Brands Equity Income Fund bieten wir unseren Kunden Zugang zu unserer etablierten Global Franchise Strategy – mit ihrer 24-jährigen1 Erfolgsbilanz bei der Anlage in qualitativ hochwertige Unternehmen –, nur jetzt mit einer verbesserten Ertragskomponente.

Der Fonds strebt eine attraktive Rendite an, bietet aber auch zugleich potenziellen Kapitalzuwachs und einen gewissen Schutz vor Verlusten. Die Erträge werden aus einer Kombination von Dividenden erstklassiger Unternehmen und Prämien aus dem Verkauf von Kaufoptionen erzielt.

Weil bei der Titelauswahl der Schwerpunkt auf langfristiger Kapitalvermehrung liegt, kann der Fonds beständige Erträge aus Dividenden erzielen und zusätzlich den Kapitalwert steigern. Der Fonds wird vom hoch erfahrenen und mit umfangreichen Ressourcen ausgestatteten internationalen Aktienteam verwaltet, während die Experten für Optionsstrategien unseres Solutions & Multi Asset Teams das systematische Overwriting ausführen.

Wie schlagen sich traditionelle ertragsorientierte und Dividendenfonds in diesem widrigen wirtschaftlichen Umfeld?

BP: Es sind schlechte Zeiten, was Dividenden anbelangt. Unternehmen können - oder wollen - aus politischen, moralischen, logistischen oder finanziellen Gründen keine Dividenden ausschütten.

Wir sind überzeugt davon, dass die qualitativ hochwertige Ausrichtung unseres Portfolios eine weitaus nachhaltigere Art und Weise darstellt, Erträge zu generieren, als Fonds, die in der Vergangenheit zwar höhere Renditen erzielten, aber im Vergleich zur Benchmark schlecht abschnitten. Wir konzentrieren uns auf die Fundamentaldaten und freien Cashflows der Basiswerte, weshalb die Ausschüttungen eher nachhaltig und zunehmend sind. Die Unternehmen des Global Brands Equity Income Fund erzielen hohe Kapitalrenditen und haben einen geringen Kapitalaufwand. Sie können es sich daher leisten, heute und auch morgen Dividenden an ihre Aktionäre auszuschütten. Diese Erträge sind von hoher Qualität. Das Overwriting erhöht diese Erträge.

Können Sie die Ertragskomponente näher erläutern?

DIRK HOFFMANN-BECKING (DHB): Wir setzen eine systematische Overwriting-Strategie ein, die das Solutions & Multi Asset Team von Morgan Stanley Investment Management entwickelt hat, um neben den Dividenden des Aktienportfolios Erträge zu erwirtschaften. So sollte es möglich sein, je nach Marktbedingungen, die derzeit angestrebte Gesamtrendite von 4% p.a. zu erzielen.

Wir verkaufen kurzfristige Call-Optionen auf sechs liquide globale Indizes und nehmen die Prämien ein. Wir haben beschlossen, Kaufoptionen auf Indizes zu verkaufen, um das Engagement auf Einzeltitelebene nicht zu verändern. Außerdem vermeiden wir dadurch potenzielle Interessenkonflikte zwischen Aktien und Optionen. Darüber hinaus kann der Handel mit Optionen auf Einzeltitel mit mehr Kosten verbunden sein, da diese weniger liquide sind als Indexoptionen. Das Team unterstützt mit dem konservativen Overwriting den Kapitalschutz – für den die Fonds des Teams bekannt sind. Wir verkaufen keine Puts auf Aktienindizes, die in fallenden Märkten Verluste anhäufen können.

Wir bemühen uns darum, die Bargeldquote, die beim Einsatz von Optionsstrategien häufig höher ausfällt, so niedrig wie möglich zu halten. Typische ertragsorientierte Anlagestrategien erfordern zur Deckung der verkauften Optionen eine hohe Bargeldquote, die bis zu 20% des Portfolios erreichen kann.

Dementsprechend fällt der Kapitalzuwachs normalerweise geringer aus. Beim Overwriting jedoch werden die verkauften Optionen nicht durch hohe Bargeldbestände gedeckt, da das Portfolio auch in den Basiswerten anlegt. Das Kontrahentenrisiko begrenzt sich daher nur auf die Prämien für den Verkauf der Optionen, die die Gegenparteien möglicherweise noch nicht gezahlt haben. In diesem Zusammenhang sei genannt, dass der Basisfonds ohne Overwriting-Strategie in der Regel Bargeld in Höhe von 2-3% des Portfolios hält.2

Wie gehen Sie mit Risiken um? Sorgen bestimmte Kontrollen für eine Verlustbegrenzung?

RP: Wir verfolgen bei dem Fonds genau das gleiche Risikomanagement wie beim MS INVF Global Brands. So berücksichtigen wir das absolute Risiko – also die Gefahr von Verlusten – in unserem Prozess der Titelauswahl.

Für unseren Einsatz von Call-Optionen wiederum verfügen wir über eine Reihe von Risikokontrollen. Wir konzentrieren uns auf eine kurze Laufzeit und „aus dem Geld“ liegende Optionen, wodurch wir das Ausübungsrisiko begrenzen. Wir verkaufen kurzfristige Optionen, sodass die Optionen einen geringen Zeitwert haben.

In den meisten normalen Marktszenarien dürfte der Fonds positive absolute Renditen erzielen. Wenn die Märkte fallen, erzielen wir weiterhin Erträge aus der Optionsstrategie. Der Overwrite sorgt folglich für ein asymmetrisches Renditeprofil, was den Global Brands schon in der Vergangenheit kennzeichnete. Der Fonds verzichtet bei einem Aufschwung zwar möglicherweise auf einige Gewinne, er kann jedoch eine gewisse Absicherung bei Rückschlägen bieten.

Wir verkaufen nur Call-Optionen auf Indizes, die bei signifikanten Marktanstiegen ausgeübt werden. In solchen Phasen wird der Fonds voraussichtlich insgesamt einen Gewinn ausweisen, der jedoch geringer ausfallen kann als am Markt.

Wir führen unser Overwriting-Verfahren auf täglicher und nicht auf monatlicher Basis aus. Monatliche Optionen sind anfälliger für ungünstige Marktbewegungen, da der Ausübungspreis nicht flexibel an eine veränderte Marktvolatilität angepasst werden kann. Und der Overwrite erfolgt global – durch die geografische Diversifikation über die verkauften Index-Optionen kann der Fonds davon profitieren, wenn sich einzelne Aktienmärkte unterschiedlich entwickeln.

ABB. 1: MS INVF Global Brands Equity Income Fund – USD (%)

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Quelle: Morgan Stanley Investment Management.

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die Rendite kann infolge von Währungsschwankungen steigen oder sinken. Die Angaben zur Wertentwicklung werden auf Basis der Nettoinventarwerte (NIW) und abzüglich Gebühren berechnet. Provisionen und Kosten, die bei der Ausgabe und der Rücknahme von Anteilen anfallen, werden nicht berücksichtigt. Der Wert von Kapitalanlagen sowie die damit erzielten Erträge können sich positiv oder negativ entwickeln, und die Anleger erhalten das investierte Kapital unter Umständen nicht in vollem Umfang zurück. Für diese Anlageart gelten besondere Risikofaktoren. Die Performancewerte geben die durchschnittlichen jährlichen Renditen wieder. Zeiträume von weniger als einem Jahr werden nicht annualisiert. Die Performance wird mit der Performance des MSCI World Net Index verglichen, der als relevante Vergleichsgröße für das Portfolio gilt. Beim Vergleich der Performancedaten wird von der Wiederanlage sämtlicher Dividenden und Erträge ausgegangen. Das Auflegungsdatum der Anteilsklasse Z des MSINVF Global Brands Equity Income Fund ist der 29. April 2016.

Für welches Anlegerprofil kann der Fonds interessant sein?

DHB: Der Fonds richtet sich an Anleger, die eine beständige, zuverlässige Ertragsquelle oder höhere regelmäßige Erträge als bei traditionellen Aktienfonds suchen, bei gleichzeitig ausgewogenem Verhältnis zum potenziellen Kapitalwachstum.

Die Ausschüttungen erfolgen vierteljährlich3. Der Fonds könnte auch für Anleger von Interesse sein, die bei Rückschlägen eine stärkere Absicherung wünschen oder bereit sind, das Potenzial steigender Märkte nicht voll auszuschöpfen, um im Gegenzug bestimmte Erträge zu erhalten. Er könnte zudem für diejenigen interessant sein, welche auf der Suche nach Diversifikationsalternativen zu den traditionellen renditemaximierenden Ertragsstrategien sind, die Finanzwerte, Versorger, Energie- und Telekommunikationtitel bevorzugen. Und natürlich eignet er sich auch für Anleger, die mit den qualitativ hochwertigen Merkmalen des Global Brands Fund vertraut sind und eine nachhaltige, auf soliden Fundamentaldaten basierende Ertragsquelle suchen.


Den gesamten Artikel zum Nachlesen finden Sie hier.




1 Die Global Franchise Strategy wurde am 31. März 1996 aufgelegt und verfügt über eine 24-jährige Erfolgsbilanz. Der MS INVF Global Brands Fund wurde am 30. Oktober 2000 aufgelegt und verfügt über einen 20-jährigen Erfolgsbilanz.

2 Bei diesen Zahlen handelt es sich um Richtwerte. Sie dienen lediglich zur Information und können sich von Zeit zu Zeit ändern.

3 Anwendbar auf ausschüttende Anteilsklassen. Der Zusatz R in der Bezeichnung für eine Anteilsklasse weist auf eine ausschüttende Anteilsklasse hin.



RISIKOHINWEISE

Es besteht keine Garantie, dass ein Portfolio sein Anlageziel erreichen wird. Portfolios sind Marktrisiken ausgesetzt, d.h. es besteht die Möglichkeit, dass der Marktwert der Wertpapiere im Portfolio zurückgeht. Marktwerte können sich aufgrund wirtschaftlicher und anderer Ereignisse (z. B. Naturkatastrophen, Gesundheitskrisen, Terrorismus, Konflikte und soziale Unruhen), die Märkte, Länder, Unternehmen oder Regierungen betreffen, täglich ändern. Der Zeitpunkt, die Dauer und mögliche negative Auswirkungen (z. B. Portfolio-Liquidität) von Ereignissen lassen sich nur schwer vorhersehen. Anleger können deshalb durch die Anlage in diese Strategie Verluste verzeichnen. Anleger sollten beachten, dass diese Strategie bestimmten zusätzlichen Risiken ausgesetzt sein kann. Veränderungen der globalen Konjunktur, der Verbraucherausgaben, des Wettbewerbs, der demografischen Entwicklung, der Verbrauchernachfrage, der gesetzlichen Regelungen und der Wirtschaftsbedingungen können sich negativ auf global operierende Unternehmen auswirken und das Portfolio stärker belasten als bei einer Investition des Portfolios in eine größere Vielfalt von Unternehmen. Aktienkurse reagieren im Allgemeinen auch auf unternehmensspezifische Aktivitäten. Anlagen an ausländischen Märkten sind mit besonderen Risiken verbunden. Dazu zählen politische und wirtschaftliche Risiken sowie Währungs- und Marktrisiken. Die Aktien kleiner Unternehmen weisen besondere Risiken wie begrenzte Produktlinien, Märkte und Finanzressourcen auf. Darüber hinaus sind sie einer stärkeren Marktvolatilität ausgesetzt als die Wertpapiere größerer, etablierter Unternehmen. Die Risiken einer Anlage in Schwellenländern übersteigen jene Risiken, die mit Investitionen in ausländischen Industrieländern einhergehen. Nicht diversifizierte Portfolios investieren oftmals in eine beschränkte Anzahl von Emittenten. Aus diesem Grund können Veränderungen der finanziellen Situation und des Marktwerts einzelner Emittenten zu einer höheren Volatilität führen. Overwriting-Strategie. Der Verkauf von Call-Optionen ist mit dem Risiko verbunden, dass bei Ausübung der Basiswert zu einem ungünstigen Kurs oder unter dem Marktpreis verkauft werden muss oder entsprechende Barmittel aufzuwenden sind. Durch den Verkauf von Call-Optionen wird darauf verzichtet, während der Laufzeit der Option von Kursgewinnen des Basiswerts zu profitieren, die über die Summe aus Verkaufsprämie und Ausübungspreis hinausgehen. Jedoch bleibt das Verlustrisiko bestehen, wenn der Kurs des Basiswerts fällt. Darüber hinaus ist das Portfolio durch die Overwriting-Strategie unter Umständen nicht vollständig gegen einen rückläufigen Marktwert abgesichert. Der Verkauf ungedeckter Optionen ist mit besonderen Risiken verbunden, die zu erheblichen Verlusten im Portfolio führen können.

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