Morgan Stanley IM: Noch ist nicht alles ausgestanden

Morgan Stanley IM: Noch ist nicht alles ausgestanden
12.03.2019 13:40:03

Der Markt zog im Januar kräftig an: Der MSCI World Index stieg um fast 8% und hinter dieser Erholung steckten definitiv einige gute Nachrichten. Im vierten Quartal hatten es gleich drei Wölfe auf die Märkte abgesehen: Handelskriege, China und die Federal Reserve (Fed) – doch im Januar gab es in Bezug auf alle drei ein wenig Anlass zur Freude. Die von den Handelsgesprächen zwischen den USA und China getrübte Stimmung schien sich zu verbessern und China begann tatsächlich damit, in Form von Anreizen an der Konjunkturschraube zu drehen, um das Wachstum zu beleben. Besonders beeindruckend: Jerome Powell in der Rolle des Holzfällers, der Rotkäppchen vor dem bösen Wolf rettete. Denn im Januar verblüffte die Fed nicht nur den Markt, sondern auch erfahrene Fed-Beobachter, als sie trotz eines eindrucksvollen Beschäftigungsberichts mit über 300.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen moderatere Töne anschlug.1

Zwar erkennen wir die Verbesserungen durchaus an, bleiben im Hinblick auf diese drei Bereiche jedoch vorsichtig, da die Wölfe unseres Erachtens noch nicht begraben sind und Rotkäppchen demnach noch nicht alles ausgestanden hat. In den vergangenen zwei Jahren haben wir gelernt, dass zum Fortschritt der US-Handelspolitik keinerlei Vorhersagen gemacht werden können, und bevor die „Bombe“ in Form der für den 1. März geplanten zusätzlichen Zölle auf chinesische Waren entschärft ist, bedarf es noch ziemlich vieler Fortschritte. Außerdem sind wir der Ansicht, dass es nicht Zölle auf industrielle oder landwirtschaftliche Güter sind, die den Handel langfristig bedrohen, sondern vielmehr der Technologiesektor. Ein Zoll-Kompromiss ist eindeutig möglich, wohingegen ein Friedensvertrag im Technologiebereich wesentlich komplizierter ist. Im US-politischen Raum wird Technologie zunehmend als Austragungsort für einen Kampf zwischen dem amtierenden Meister (USA) und dem Herausforderer (China) angesehen. Die Festnahme des Huawei-CFO in Kanada ist ein Zeichen dieser zunehmenden Spannungen, die in eine Aufspaltung der globalen Technologiewertschöpfungsketten in zwei separate Systeme münden könnten. Für den Hardware-Sektor hätte dies dramatische Folgen.

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