OTS: Capital, G+J Wirtschaftsmedien / Start-up-Fonds streitet mit Lidl-Gründer

OTS: Capital, G+J Wirtschaftsmedien / Start-up-Fonds streitet mit Lidl-Gründer
22.10.2019 11:17:41

Start-up-Fonds streitet mit Lidl-Gründer

Berlin (ots) - 22. Oktober 2019 - Der Start-up-Investor Rheingau

Founders steckt in einem handfesten Konflikt mit seinen eigenen

Geldgebern. Wie das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 11/2019,

EVT 24. Oktober) weiter berichtet, ist einer von ihnen der

Risikokapitalgeber Born2Grow, den der Lidl-Gründer Dieter Schwarz

finanziert. Mehrere Investoren erwägen Klagen. Born2Grow verhandelt

zudem über einen kompletten Ausstieg und den Verkauf seiner

Beteiligungen. Entzündet hatte sich der Streit an Fondsgebühren, die

Rheingau Founders von seinen Finanziers einforderte.

Die Gründer des Start-up-Fonds waren 2014 durch eine frühe

Investition beim Essenslieferdienst Lieferando zu Geld gekommen. Sie

fingen daraufhin an, eigene Unternehmen aufzubauen, und gründeten

einen Investorenclub. Zu den Mitgliedern gehören neben Born2Grow auch

Unternehmer wie Cornelius Boersch oder die Mende-Familie aus

Karlsruhe.

Bereits vor einem Jahr kam es zum Streit, als Rheingau Founders

seinen Investoren Kosten für die Start-up-Beteiligungen in Rechnung

stellte, etwa für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Ungewöhnlich

war, dass der Fonds Kosten auch rückwirkend einforderte - teilweise

für einen Zeitraum von fünf Jahren. Born2Grow sollte beispielsweise

eine Viertelmillion Euro an Gebühren zahlen. Einige Investoren, mit

denen 'Capital' gesprochen hat, weigerten sich zu zahlen. Die

Begründung: Die plötzlich anfallenden Forderungen seien zu hoch und

teilweise bereits verjährt.

Die Rheingau-Founders-Partner Philipp Hartmann und Tobias Johann

hingegen nennen das Verhalten von Born2Grow "erschreckend

unprofessionell". Die Kosten seien in den Verträgen festgeschrieben

worden. Born2Grow war damals bereits gegen die Berliner Gründer vor

Gericht gezogen. Bevor es zu einem Urteil kam, einigten sich die

Parteien außergerichtlich. Nun könnten neue Klagen anstehen.

Zwischen Geldgebern und dem Start-up-Fonds gibt es weitere

Konfliktpunkte: Mehrere Rheingau-Investoren beklagen, sie seien über

die Geschäftsentwicklung ihrer Start-up-Beteiligungen unzureichend

informiert worden. Ein Investor habe sogar Ärger mit dem Finanzamt

bekommen, weil Unterlagen fehlten. Rheingau Founders bestreitet das,

der Fonds habe alle Berichtspflichten stets "vollumfänglich

eingehalten".

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Pressekontakt:

Caspar Tobias Schlenk, Redaktion 'Capital',

Tel. 030/220 74-5147,

E-Mail: schlenk.caspar-tobias@capital.de

www.capital.de

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