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Schumpeter sorgt für Gewinne

Schumpeter sorgt für Gewinne
29.11.2019 18:00:00

Fonds im Rückblick Vor einem Jahr haben wir den Phaidros Funds Schumpeter Aktien vorgestellt. Georg von Wallwitz investiert bei dem Fonds nur in Unternehmen, die sich permanent infrage stellen - und daher Wettbewerbsvorteile haben. Von Jörn Kränicke

Der Österreicher Joseph Schumpeter gilt als einflussreichster Ökonom des 20. Jahrhunderts. Eine seiner wichtigsten Erkenntnisse lautet "schöpferische Zerstörung". Heutzutage fungiert dies unter dem Begriff "Disruption". Phaidros Manager Georg von Wallwitz will mit seinem Fonds vor allem in Titel investieren, die das Zeug zum Disruptor haben. Der bisherige Erfolg des Fonds ist für von Wallwitz recht zufriedenstellend. "Er hat in den ersten elf Monaten etwa 23 Prozent zugelegt, was angesichts seiner defensiven Ausrichtung - die neutrale Cashquote liegt bei zehn Prozent - passt", sagt er. Das Volumen ist im ersten Jahr auf weit über 30 Millionen Euro gestiegen. "Das ist für einen Vermögensverwalter ohne eigenes Retail-Netzwerk ein schöner Erfolg", so Wallwitz weiter.

Der Fonds ist laut dem Vermögensverwalter grundsätzlich defensiv ausgerichtet: "Unser Hintergrund ist die Vermögensverwaltung und nicht das Benchmarking." Seit Auflage Mitte Dezember 2018 hat sich das Portfolio kaum verändert. "Es gab keinen Grund für eine grundsätzliche Neueinschätzung. Wir haben im ersten Jahr etwa 20 Prozent der Einzeltitel ausgetauscht, was einer Haltedauer von fünf Jahren entspricht. Unsere Aktien halten wir gerne lange Zeit", sagt von Wallwitz. Zudem findet der erfahrene Manager die Aktien meist abseits der großen Indextitel. "Auf Sektor­ebene liegt der Active Share gegenüber dem MSCI World daher bei 85 Prozent. Auf der Einzeltitelebene ist der aktive Anteil natürlich sehr viel stärker ausgeprägt", so der Experte. Dies betrifft insbesondere Technologie- und Pharmaaktien, die von Wallwitz deutlich übergewichtet hat. Bei ihnen findet er stabiles Wachstum zu möglichst moderaten Bewertungen. Daneben hat er einige junge Unternehmen im Portfolio, die "Herausforderer" der großen Unternehmen. "Diese jungen Firmen, so sehr wir sie mögen, haben meist nur eine geringe Gewichtung im Portfolio. Denn der ganze Investment­prozess läuft unter ständigem Input aus dem Risikomanagement ab", sagt von Wallwitz.

Fazit: Wer auf der Suche nach einem Fonds ist, der Zukunftsthemen spielt, aber auch gleichzeitig recht konservativ gemanagt wird, kann auf den Schumpeter-Fonds setzen.

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Bildquelle: phongphan5922/Fotolia

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