WisdomTree: Ausblick Gold 2. Quartal 2021 - Auf dem Weg zu neuen Höhenflügen

WisdomTree: Ausblick Gold 2. Quartal 2021 - Auf dem Weg zu neuen Höhenflügen
10.07.2020 08:52:03

Beispielsweise erwartete der Internationale Währungsfonds zu Beginn des Jahres noch ein BIP-Wachstum von 3,3 Prozent1 . Dieses wurde auf -4,9 Prozent nach unten korrigiert.

Bei zyklischen Anlagen kam es zu hohen Verlusten, während defensive Anlagen wie Gold und US-Treasuries florierten. Doch in den letzten Monaten haben zyklische Anlagen ein Comeback gestartet, als ob für diese Märkte eine v-förmige wirtschaftliche Erholung zu erwarten wäre. Die tatsächlichen Wirtschaftsdaten sprechen jedoch leider nicht für eine schnelle Erholung der Wirtschaft. Ein Allzeithoch mag der Aktienindex S&P 500 zwar knapp verpassen, im Juni stieg er aber kurz auf sein Niveau vom Jahresanfang.

Der technologielastigere Nasdaq Composite konnte Allzeithochs erzielen, während weniger auf Technologie spezialisierte und globale Indizes, wie der MSCI ACWI, nicht so gut abgeschnitten haben. Ihre Erholung kann aber trotzdem als v-förmig bezeichnet werden. Auch bei Industriemetallen und Öl kommt es zu einer kräftigen Erholung, jedoch nicht ganz so deutlich wie bei Aktien. Könnten diese guten Entwicklungen Gold ins Verderben schicken? Oder wird Gold weiterhin in der Gunst stehen?

Gold-10-7-20-1
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Quelle: WisdomTree, Bloomberg. Stand der Daten: 25. Juni 2020.
Alle Daten am 01.01.2020 auf 1 umbasiert. Ein direktes Investment in einen Index ist nicht möglich. Die historische Performance ist kein Anhaltspunkt für die künftige Performance und jedes Investment kann im Wert sinken.


Um nach der Positionierung auf den Gold-Futures-Märkten zu urteilen, ist die Stimmung im Hinblick auf Gold von ihren Allzeithochs abgerückt (Abbildung 2)

Gold-10-7-20-2
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Quelle: WisdomTree, Bloomberg. Stand der Daten: 25. Juni 2020. Ein direktes Investment in einen Index ist nicht möglich. Die historische Performance ist kein Anhaltspunkt für die künftige Performance und jedes Investment kann im Wert sinken


Unseres Erachtens wird es in der Weltwirtschaft zu einer u-förmigen Erholung kommen. Unserer Ansicht nach ist das Ausbleiben einer v-förmigen Erholung der Wirtschaft, während verschiedene Anlagen hohe Gewinne verzeichnen, ein starkes Anzeichen dafür, dass sich wieder Anlageblasen bilden. Obwohl die Finanz- und Währungsbehörden in dieser Krise versucht haben, neben den Investoren auch vermehrt die Wirtschaft zu begünstigen, war bei Risikoaktiva eine übermäßige Wertentwicklung zu beobachten. Mögliche negative Konsequenzen einer Blase könnten sich für den Goldpreis als positiv erweisen. In unserem „Anlageausblick 2020“ stellten wir die Frage: „Könnte die Fiskalpolitik bei wenig geldpolitischem Spielraum zur neuen Geldpolitik werden?“ Obwohl wir die Fähigkeit der Zentralbanken zu einer fortgesetzt expansiven Geldpolitik wohl unterschätzt haben, hatten wir insofern recht, dass wir uns einer Form der Modern Monetary Theory nähern, bei der die Zentralbanken einen größeren Anteil an der Staatsverschuldung anhäufen, um Finanzinstitutionen weiterhin ihre Ausgaben zu ermöglichen. Wenn sich die Wogen glätten, wird die Nachhaltigkeit eines solchen Vorgehens auf den Prüfstand gestellt werden. In der Staatsschuldenkrise von 2011 erreichte Gold sein Allzeithoch in der Tat deshalb, weil das Metall als Absicherung gegen die zunehmenden Schuldenprobleme im Euro-Raum stark nachgefragt wurde.


1 IMF: World Economic Outlook Update, Januar 2020: Tentative Stabilization, Sluggish Recovery?

2 IMF: World Economic Outlook Update, Juni 2020: A Crisis Like No Other, An Uncertain Recovery

Anmerkung: Weitere Auszüge aus dem "Ausblick Gold 2. Quartal 2021 - Auf dem Weg zu neuen Höhenflügen" folgen.

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