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Alphabet-Aktiensplit: Geld zurück - jetzt noch einfacher

Alphabet-Aktiensplit: Geld zurück - jetzt noch einfacher
05.05.2016 08:04:00

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Kurz-Interview mit Daniel Sahm , Steuerberater bei Ecovis in München



1.) Wie bewerten Sie generell des BMF-Schreiben?


Das BMF-Schreiben ist gerade für Kleinanleger als positiv zu werten, da nun eine Möglichkeit besteht, dass die einbehaltenen Kapitalertragsteuer erstattet wird.

2.) Ist damit für betroffene Aktionäre eine spürbare Erleichterung verbunden?


Nach der bisherigen Regelung wurde von der Depotbank lediglich ein negativer Kapitalertrag erfasst ("Verlusttopf"), der dann zur Verrechnung mit künftigen positiven Kapitaleinkünften zur Verfügung stand. Wenn allerdings keine positiven Kapitalerträge vorhanden sind bzw. diese den Sparerfreibetrag nicht übersteigen, wirkt sich die Einstellung in den Verlusttopf nicht aus. Eine Verrechnung scheidet so zum Beispiel auch dann aus, wenn der Anleger seinen Aktienbestand vor dem 01.01.2009 erworben hat, sodass er seine Veräußerungsgewinne ohnehin steuerfrei erzielen kann. Mit Einnahmen aus anderen Einkunftsarten lassen sich Verluste aus Aktiengeschäfte im Übrigen nicht verrechnen. Diese Vorgehensweise ("sog. Delta-Korrektur") hätte dazu geführt, dass es in vielen Fällen faktisch zu keiner Erstattung oder keiner vollständigen Erstattung gekommen wäre.

Aufgrund des neuen BMF-Schreibens besteht nun die Möglichkeit, dass sich die Anleger vom Finanzamt die Kapitalertragsteuer erstatten lassen können.

Zu beachten ist jedoch, dass die Erstattung nicht automatisch erfolgt, sondern dass der Anleger aktiv werden muss. Es muss eine Stornierung der Einbuchung des negativen Kapitalertrags im Steuerverrechnungskonto beim depotführenden Institut beantragt werden. Nach Erhalt einer Bescheinigung von der Depotbank muss dann noch eine abweichende Steuerfestsetzung beim Finanzamt beantragt werden.

3.) Gibt es weiteren Nachbesserungsbedarf auf Seiten des BMF zu diesem Thema?


Von dem Google-Split betroffene Aktionäre können sich nun die Kapitalertragsteuer erstatten lassen. Es bleibt zu hoffen, dass das BMF für weitere strittige Kapitalmaßnahmen in gleicher Weise Billigkeitsregelungen erlässt. Für die Zukunft wäre es wünschenswert, wenn die Anleger vor der jeweiligen Kapitalmaßnahme sicher beurteilen können, welche steuerlichen Konsequenzen eintreten, so dass entsprechend disponiert werden kann. Es ist leider weiterhin zu verzeichnen, dass Depotbanken im Zweifel Kapitalertragsteuern zunächst einbehalten und das weitere Schicksal durch Verwaltungsanweisungen bestimmt wird.

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