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Bis Ende des Jahres noch kräftig sparen: 20 Tipps für Steuersparer

Bis Ende des Jahres noch kräftig sparen: 20 Tipps für Steuersparer

WKN: 931020 ISIN: US7135693098 Per-Se Technologies Inc.

10.12.2017 10:10:00

Stichtag 31. Dezember - wer bis Jahresende die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten nutzt, kann kräftig Abgaben sparen. Tipps für Berufstätige, Familien und Ruheständler. Von Stefan Rullkötter

1. Arbeitsmittel


In diesem Jahr getätigte Ausgaben für Kleidung, Büro- und Computerequipment sind absetzbar, wenn die gekauften Gegenstände zu mehr als 90 Prozent beruflich genutzt werden und in der Summe die Werbungskostenpauschale für Arbeitnehmer von 1000 Euro jährlich überschreiten. Waren die Arbeitsmittel teurer als 487,90 Euro (410 Euro plus19 Prozent Umsatzsteuer), sind sie nur über die Nutzungsdauer abzugsfähig.


2. Arbeitszimmer


Miet- und Ausstattungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer sind 2017 bis zu einem Betrag von 1250 Euro anteilig absetzbar, wenn es Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit ist. Das gilt laut Bundesfinanzministerium sogar, wenn ein anderer Arbeitsplatz verfügbar ist (Gz. IV C 6 - S 2145/07/10002:019). Bei gemeinsamen Arbeitszimmern hat jeder Ehepartner den vollen Abzugsbetrag (BFH, Az. VI R 53/12, 86/13).


3. Doppelter Haushalt


Wer am auswärtigen Beschäftigungsort dieses Jahr eine Zweitwohnung unter­ hält, kann Kosten bis zu 1000 Euro monatlich absetzen. Abzugsfähig sind auch Ausgaben für Einrichtung und Garage sowie eine Familienheimfahrt pro Woche (30 Cent je Entfernungskilometer). Der Bundesfinanzhof entscheidet bald, ob auch Vorfälligkeitsentschädigungen für kreditfinanzierte Wohnungen am Arbeitsort abzugsfähig sind.

4. Fahrtkosten


Berufspendler können für Fahrten zur Arbeitsstätte für 2017 pauschal 30 Cent pro Entfernungskilometer absetzen, die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel dürfen dagegen alternativ ihre tatsächlich entstandenen Fahrtkosten geltend machen. Auch Arbeitnehmer, die ihren täglichen Weg zur Arbeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, können die Entfernungspauschale als Teil der entstandenen Werbungskosten angeben.

5. Firmenwagen


Dienstwagennutzer sollten Belege über in diesem Jahr selbst bezahlte Ausgaben - etwa Tankfüllungen, Wartungs­ und Reparaturkosten, Kfz­Steuern sowie Garagen­ und Stellplatzmiete - aufbewahren und später in der Steuererklärung angeben. So lässt sich der geldwerte Vorteil verringern, der durch die Ein-Prozent-Regelung (monatlich ein Prozent des Listenpreises) oder per Fahrtenbuch zu ermitteln ist.

6. Geschenke


Wer als Selbstständiger zum Jahres­ ende seinen Geschäftsfreunde Präsente überreicht, sollte beachten, dass diese nur dann als Betriebsausgaben absetzbar sind, wenn sie maximal 35 Euro kos­ ten. Alles darüber ist nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (Az. IV R 13/14) ein "unangemessener Repräsentationsaufwand". Ein Konzertveranstalter, der Geschäftspartnern teurere Musiktickets zukommen ließ, klagte erfolglos.

7. Gesundheitskosten


Wer die von seiner Krankenkasse nicht erstatteten Ausgaben für die eigene Gesundheit - etwa Kosten für Brillen, Zahnersatz, Medikamente, Fahrten zu Arztpraxen und Kuren - in einem Veranlagungsjahr bündelt, kann die Ausgaben in vielen Fällen als außergewöhnliche Belastung absetzen. Der zumutbare Eigenanteil wird in Prozent der Gesamteinkünfte berechnet und einkommensabhängig in drei Stufen ermittelt.

8. Handwerkerkosten


Wer dieses Jahr Handwerkerleistungen im Privathaushalt per Banküberweisung bezahlt hat, kann 20 Prozent der so belegbaren Rechnungsbeträge für Arbeitskosten direkt von der Steuerschuld ab­ ziehen - maximal 1200 Euro pro Jahr. Der Begriff "im Haushalt" umfasst auch Arbeiten auf dem angrenzenden Grund­ stück, bestätigte kürzlich das Bundesfinanzministerium in einem neuen Erlass (Gz. IV C 8 - S 2296­b/07/100003: 008)

9. Haushaltshilfen


Ausgaben für haushaltsnahe Dienste sind zu 20 Prozent (maximal 4000 Euro) direkt von der Steuerschuld abziehbar. Das Bundesfinanzministerium stellte
via Erlass klar, dass neben Kosten für Haushaltshilfen, Gärtner, Schneeräum­ dienste, Altenpfleger, Au­pairs und Hausmeister auch Ausgaben für die Betreuung und Pflege von Haustieren, Straßenreinigung und Dichtheitsprüfungen von Rohrleitungen absetzbar sind.

10. Kinderbetreuung


Eltern können Betreuungskosten für Kinder bis zum Alter von 14 Jahren als Sonderausgaben absetzen. Abzugsfähig sind zwei Drittel der nachgewiesenen Aufwendungen, maximal 4000 Euro pro Jahr und Kind. Der Fiskus berücksichtigt diese Ausgaben für 2017 aber nur, wenn die Zahlungen nicht in bar, sondern per Banküberweisung auf Konten der Betreuungspersonen abgewickelt wurden - das gleiche Prozedere gilt bei Minijobs.

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Bildquelle: Gina Sanders/Fotolia

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