IMMOBILIEN-BETEILIGUNGEN

Neue Perspektiven für Betongold

Neue Perspektiven für Betongold

WKN: 931020 ISIN: US7135693098 Per-Se Technologies Inc.

18.06.2018 03:00:00

Alternative Investmentfonds: Immobilienbeteiligungen sind bei Sachwertanlegern wieder stärker gefragt. Wie ihnen der bisher umständliche Fondsbeitritt künftig erleichtert werden soll. Von Stefan Rullkötter

Die immer weiter steigenden Immobilienpreise treiben die Anleger um. Die in deutschen Metropolen geforderten Beträge für Gewerbe- und Wohnimmobilien sind mitunter astronomisch hoch, gleichzeitig verlieren die für einen Kauf angesparten Guthaben wegen Dauernullzinsen und steigender Inflation aber real an Wert.



Ein Ausweg aus diesem Dilemma: Investoren schließen sich auf Initiative eines Fondsanbieters zusammen und kaufen gemeinsam Immobilien, die als Einzelobjekt für sie zu teuer sind. Das Anlagevehikel dafür sind Alternative Investmentfonds (AIFs) mit Laufzeiten von oftmals mehr als zehn Jahren. Mit AIFs werden Anleger auf dem Papier zu Unternehmern.


Sie treten dem Fonds als Gesellschafter bei. Rechtlich erhalten sie mit der Unterschrift unter den Zeichnungsschein in der Regel den Status eines Kommanditisten: Falls das Immobilienprojekt später in Schieflage geraten sollte, haften sie dann maximal bis zur Höhe der von ihnen geleisteten Kapitaleinlagen.

Das Nachfolgeprodukt der Geschlossenen Fonds setzt eine Mindestbeteiligung von 20 000 Euro voraus, wenn Fonds lediglich in ein Objekt investieren und damit keine Risikostreuung bieten. Die hohe Summe soll auch eine Warnfunktion für Kleinanleger haben, nicht ihr gesamtes Kapital zu investieren. Die Faustregel: AIFs sollten maximal zehn Prozent des Portfolios ausmachen.

Um eine Zweckentfremdung von Anlegergeld zu verhindern, müssen Fondsinitiatoren seit Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuchs im Juli 2013 eine sogenannte Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) und eine Verwahrstelle zwischenschalten. Die KVG übt bei den AIFs die Funktion des Verwalters aus, die Verwahrstelle kontrolliert und überwacht die Tätigkeit der KVG, insbesondere den Fluss der Geldströme. Plumpe Betrügereien wie beim Vorgängerprodukt Geschlossene Fonds sollen damit bei AIFs grundsätzlich nicht mehr möglich sein (siehe Interview Seite 4).

Unter den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen werden Beteiligungsprodukte für Anleger offensichtlich zunehmend attraktiv, nachdem das Interesse seit Juli 2013 zunächst stark nachgelassen hatte. Die Anbieter sammelten 2016 Eigenkapital in Höhe von 1,32 Milliarden Euro ein, 2017 war es mit 1,57 Milliarden Euro fast ein Fünftel mehr. "Die Zeichnungsangebote kommen viel besser an als allgemein vermutet wird", erklärt Fondsanalyst Stefan Loipfinger. Nach seinen neuesten Erhebungen haben in den vergangenen fünf Jahren rund 100 000 Anleger 4,2 Milliarden Euro in AIFs investiert. "Mehr als drei Viertel dieser Summe entfielen auf Betongold", sagt Loipfinger.



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Bildquelle: iStockphoto, BÖRSE ONLINE

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