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So sparen Sie bis Jahresende noch richtig viel Geld

So sparen Sie bis Jahresende noch richtig viel Geld

WKN: 931020 ISIN: US7135693098 Per-Se Technologies Inc.

15.12.2018 05:25:00

Wer bis zum 31.12. die richtigen Steuertricks nutzt, kann viel Geld sparen. 23 Spartipps zum Jahresende Von Stefan Rullkötter



"Milliardenentlastungen für die Bürger" - mit diesem Versprechen will die Große Koalition in Berlin verloren gegangenes Vertrauen bei den Wählern zurückgewinnen. Im nächsten Jahr sollen 9,8 Milliarden Euro in höhere Renten, niedrigere Krankenkassenbeiträge, Baukindergeld und in das Abschmelzen der "kalten Progression" fließen. Der Spitzensteuersatz wird aber weiter schon ab 55 000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen fällig.



Anleger, Berufstätige, Familien und Ruheständler müssen nicht auf Geschenke der Bundesregierung warten, sondern können ihre persönliche Steuerreform vorziehen. Dafür sollten sie rechtzeitig vor Jahresende die Weichen richtig stellen, um die Abgabenlast für 2018 noch zu reduzieren. Um effektiv zu sparen, müssen sie nur Gestaltungsspielräume nutzen, die Steuervorschriften ihnen lassen.


Dazu können sich Steuerpflichtige auch auf alle offene Musterprozesse vor dem Bundesfinanzhof (BFH) berufen, die auf ihre Lebenssituation zutreffen. Die wichtigsten finden Sie in den folgenden Spartipps. Alle derzeit anhängigen Verfahren sind im Internet unter www.bundesfinanzhof.de abrufbar.

Um künftig tatsächlich von steuerzahlerfreundlichen Urteilen zu profitieren, sollten Betroffene die maßgeblichen Belege des laufenden Jahres aufbewahren - auch wenn sie diese nur noch auf Anforderung des Finanzamts vorlegen müssen. Ihre Aufwendungen können sie unter Hinweis auf das Aktenzeichen des jeweiligen BFH-Verfahrens geltend machen: entweder in ihrer Steuererklärung 2018 oder mit einem Einspruch gegen den späteren Steuerbescheid, falls das Finanzamt die gewählte Gestaltung ablehnt.

Anleger: Abgeltungsteuer



Wurden dieses Jahr Kapitalerträge nachträglich bekannt und führen die Einkünfte auf Basis der Günstigerprüfung (Abgeltungsteuer oder persönlicher Steuersatz) zu einer Steuererstattung, können auch bestandskräftige Steuerbescheide nachträglich geändert werden, entschied das Niedersächsische Finanzgericht (Az. 3 K 268/15). Betroffene können sich darauf berufen. Der BFH wird endgültig urteilen.

Börsenverluste



Wer sich dieses Jahr von wertlosen Aktien durch Verkauf getrennt hat, kann den Totalverlust steuermindernd geltend machen. Das bestätigte kürzlich der Bundesfinanzhof (Az. VIII R 32/16): Ein Verkauf an die Depotbank, um abzugsfähige Verluste zu erzielen, sei kein Gestaltungsmissbrauch Anleger könnten frei entscheiden, ob, wann und mit welchem Ertrag sie Wertpapiere erwerben und veräußern.

Verlustverrechnung



Wer Depots bei mehreren Banken hat und für 2018 Verluste aus Aktienverkäufen mit Gewinnen verrechnen will, muss dies in seiner späteren Steuererklärung beantragen. Voraussetzung ist die Vorlage einer Verlustbescheinigung, die bis 14. Dezember 2018 bei der Depotbank beantragt werden muss. Gleiches gilt für depotübergreifende Verlustverrechnung zwischen Ehegatten sowie amtlichen Partnern.

Zulagen vom Staat



Die Wohnungsbauprämie, alle Riester-Zulagen und die Arbeitnehmersparzulage für das Jahr 2016 müssen für die entsprechenden Vorsorgesparverträge spätestens bis zum 31. Dezember 2018 beantragt werden. Dafür ist eventuell die nachträgliche Abgabe der Steuererklärung für 2016 erforderlich. Wer als Vorsorgesparer diesen Stichtag versäumt, verwirkt Ansprüche auf diese staatlichen Zulagen.

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