Bei einer spektakulären Oldtimerversteigerung am ersten Februarwochenende in Paris soll ein extrem seltener Rennwagen aus Maranello einen Millionenerlös bringen.

Auto-Afiçionados muss das Aufgebot der Rétromobile 2023 den Atem stocken lassen. An der Porte de Versailles präsentiert das Pariser Auktionshaus Artcurial zwischen 3. und 5. Februar unter anderem einen von nur vier Bugatti 57 Atalante, Baujahr 1936, die schon ab Werk ein Schiebedach bekamen, Schätzpreis zwischen zwei und drei Millionen Euro. Fast ebenso spektakulär ist eines der ersten Exemplare des ab 1974 gebauten Lamborghini LP400 Countach, der, mit nicht mal 90,000 Kilometern auf dem Tacho, fast unversehrt erhalten in einer Garage entdeckt worden war und nun, metikulös restauriert, bis zu 1,2 Millionen Euro bringen soll.

Für das Starlos aber wagen selbst die Spezialisten um den Auktionator, Rennfahrterlegende Herve Poulain, keine Schätzung. Es handelt sich um ein traumschön hergerichtetes Exemplar des nur 32 Mal hergestellten Ferrari 250 LM, eine Legende des Motorsports: Mit diesem Modell – dem ersten Sportwagen aus Maranello mit einem V12-Motor in Mittelmotorlage – fuhren Masten Gregory und Jochen Rindt 1965 den letzten Sieg für Ferrari bei den 24 Stunden von Le Mans ein.

Ähnliche Strapazen blieben dem jetzt in Paris angebotenen Exemplar mit der Chassisnummer 5901 erspart: Nie wirklich auf Rennstrecken eingesetzt, zeigt er noch alle Originalteile wie Fahrgestell, Motor, Getriebe oder Karosserie. Kein Wunder, dass die gespannte Erwartung fiebert, ob das extrem seltene Prachtstück sieben- oder gar achtstellig zugeschlagen wird. Als der letzte 250 LM – 2015 im kalifornischen Monterey – versteigert wurde, fiel der Hammer erst bei 17,6 Millionen Dollar! Hier geht es zur Auktion.