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DIRK ELSNER

Blockchain - die Zukunft des Global Bankings?

Blockchain - die Zukunft des Global Bankings?
02.07.2015 20:00:00

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Längst ist bekannt, dass sich viele große Banken für diese Technologie interessieren. Dabei spielt die Kryptowährung Bitcoin, die ein spezieller Anwendungsfall ist, nur eine untergeordnete Rolle. Mit der gleichen bzw. leicht modifizierten Technologie kann ebenfalls der Besitz anderer, digitaler oder digitalisierbarer Güter dargestellt werden. Eine Blockchain kann daher als dezentrales Transaktionsregister für verschiedenste digitale Güter verwendet werden, bei denen der rechtssichere Nachweis des Eigentums entscheidend ist. Und das gehört zum Kern der Geschäftsabwicklung von Banken.

Ein solches digitales Gut könnt zum Beispiel ein Schuldschein, Anleihe oder eine Aktie sein. Auch wenn wir Anleihen im Depot nur als Buchungsposten sehen, steckt dahinter letztlich eine Urkunde, die irgendwo verwahrt wird. Schon lange werden die Wertpapiere einer Emission in einer Sammelurkunde verbrieft, die bei einem sogenannten Sammelverwahrer liegt. Die Übertragung erfolgt durch Depotbuchungen über eingeschaltete Banken, die wiederum ein Konto bei dem Sammelverwahrer haben. Dieser Prozess ist aufwendig, weil bei der Übertragung eines Wertpapiers mindestens 5 Parteien beteiligt sind, nämlich Käufer, Verkäufer, ihre jeweiligen Banken und der Verwahrer. Würde man die Blockchain-Technologie verwenden, gäbe es genau zwei Buchungen. Eine Ausbuchung des Wertpapiers beim Verkäufer, die Einbuchung beim Käufer, verzeichnet lediglich in der Blockchain.

Auf Seite 3: Erste öffentliche Transaktion



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