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AXEL RETZ

Unterdrückte Verkaufssignale

Unterdrückte Verkaufssignale
14.05.2014 14:36:00

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Shanghai: Gelber Drache ohne Feuer

Chinas weltweit bekannte Stärke, westliches Know-how zu kopieren, erinnert zumindest teilweise ein wenig an die Sage vom Untergang Trojas. Was die unselige Idee betrifft, die erkennbaren Fehler des westlichen Finanzsystems zu kopieren, hat sich das Reich der Mitte mehr als nur einen Odysseus zugemutet. Der Aufbau irrwitziger industrieller Überkapazitäten, die krass ungleiche Verteilung von Vermögen, die Spekulationswut der Banken und eine gewaltige Immobilienblase stellen das Land heute vor Probleme, deren Ausgang man durch einfaches Zuschauen z. B. in den USA erkennen und frühzeitig abwenden können hätte. Aber "hätte" ist Konjunktiv. Man hat nicht. Und so verwundert es nicht, dass die Börse von Shanghai heute unter dem Beschuss ständig neuer konjunktureller Negativmeldungen auf einer charttechnischen Falltür steht, die sich jederzeit auftun kann.

Quelle: www.private-prifits.de

Das Problem ist unverkennbar: Bei rund 2.000 Punkten, also nur eine Reisnudelbreite entfernt, liegt für den Shanghai Composite eine extrem wichtige, horizontale Unterstützung. Wird sie durchbrochen, können Sie fast bedenkenlos darauf wetten, dass der Index auf Sicht auch unter sein Tief aus 2008 abrutschen wird. Und das stellt würde für die Finanzmärkte eine ganz andere Herausforderung darstellen als der auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragene Machtkampf zwischen Ost und West. Achten wir also auf diesen Chart, auch und gerade wegen der rückläufigen US-Börsenkredite.

Auf Seite 5: Silber: 18,60 bleibt entscheidend

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