DAX-SCHLUSSBERICHT

Anleger warten ab - Ereignisreiche Woche

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WKN: A1W1XE ISIN: US85207U1051 Sprint

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21.08.2019 - 08:00
29.07.2019 18:22:42

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Montag vor ereignisreichen Tagen zögerlich verhalten. Der Dax (DAX 30) schloss kaum verändert mit minus 0,02 Prozent bei 12...

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Montag vor ereignisreichen Tagen zögerlich verhalten. Der Dax (DAX 30) schloss kaum verändert mit minus 0,02 Prozent bei 12 417,47 Punkten.

Im Wochenverlauf stehen Quartalsberichte etlicher Dax-Schwergewichte, neue Gespräche im US-chinesischen Handelsstreit und der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed auf der Agenda.

Die US-Zinssitzung berge Enttäuschungspotenzial, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Es sei gut möglich, dass die Fed den Zins nur um 25 Basispunkte senken und sich danach Zeit lassen werde. Hinter vorgehaltener Hand allerdings setze ein Großteil der Investoren auf einen größeren Schritt. Die Erwartungen an die Geldpolitik seien so hoch wie lange nicht.

Der MDAX der mittelgroßen deutschen Werte rückte um 0,12 Prozent vor auf 26 256,24 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) notierte mit minus 0,03 Prozent auf 3523,58 Punkten nur wenig verändert. Der französische CAC 40 gab leicht nach, während der FTSE 100 deutlich zulegte. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) stand zum europäischen Börsenschluss etwas höher.

Die Aktien der Deutschen Börse (Deutsche Börse) waren im Dax mit minus 2,43 Prozent der größte Verlierer. Der Börsenbetreiber wird in seinem Expansionsdrang gestört vom Londoner Konkurrenten LSE, der Gespräche über eine Fusion mit dem Finanzdatenanbieter Refinitiv bekanntgab. Die Frankfurter wollten eigentlich die Devisenplattform von Refinitiv erwerben, glauben nun aber nicht mehr an einen erfolgreichen Abschluss.

Besser erging es den Aktionären der Deutschen Telekom (Deutsche Telekom), deren an der Dax-Spitze 2,01 Prozent an Wert gewannen. Sie folgten damit der Nachricht vom Freitagabend, wonach die geplante Fusion der Tochter T-Mobile US mit dem Wettbewerber Sprint unter Auflagen die Zustimmung der Wettbewerbshüter erhält.

Allgemein war eine Rotation weg von zyklischen Branchen und hin zu defensiven zu beobachten. Autobauer und Technologiewerte standen daher unter Druck, was sich etwa bei Infineon mit Abgaben von 2,11 Prozent zeigte. Ein Händler sprach von Gewinnmitnahmen nach zuletzt gut gelaufenen Chipwerten. Fresenius SE (Fresenius SECo) standen derweil mit fast 2 Prozent Plus auf der Sonnenseite. Am Dienstag legt der Medizinkonzern Quartalszahlen vor.

Im MDax galt es, die Zahlen von Siemens Healthineers zu verarbeiten. Die Aktie setzten sich trotz eines durchwachsenen Fazits mit 5,47 Prozent an die Index-Spitze. Ein Händler betonte, das Diagnostikgeschäft habe zwar schwach abgeschnitten, aber nicht so schwach wie seit Mitte Juli befürchtet.

Delivery Hero (Delivery Hero) rückten im MDax außerdem um fast 5 Prozent vor. Sie profitierten von Branchenfantasie wegen eines sich anbahnenden Zusammenschlusses unter Essens-Lieferdiensten. Die niederländische Lieferando-Mutter Takeaway.com (Takeawaycom) will ihren britischen Wettbewerber JUST EAT kaufen.

Im SDAX sorgten Analystenstudien für größere Bewegungen. Südzucker zogen dort um 5,44 Prozent an, nachdem die Experten von Exane BNP die Papiere wegen verbesserter Kurzfristperspektiven auf "Outperform" hochgestuft hatten. Ströer (Ströer SECo) kletterten im Kleinwerteindex außerdem um 3,28 Prozent und erreichten zwischenzeitlich ein Rekordhoch. JPMorgan hatte das Kursziel für den Außenwerber sehr deutlich angehoben. Die Titel des Strahlen- und Medizintechnik-Unternehmen Eckert & Ziegler (EckertZiegler Strahlen- und Medizintechnik) legten nach zwei schwächeren Tagen wieder den Vorwärtsgang ein mit plus 3,92 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,40 Prozent am Freitag auf minus 0,42 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) stieg um 0,10 Prozent auf 145,36 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,07 Prozent auf 174,41 Punkte zu.

Der Euro kostete nach Xetra-Schluss zuletzt 1,1141 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1119 (Freitag: 1,1138) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8994 (0,8978) Euro gekostet./ajx/fba

--- von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

Aktien in diesem Artikel

Delivery Hero 44,74 -1,08% Delivery Hero
Deutsche Börse AG 131,30 1,51% Deutsche Börse AG
Deutsche Telekom AG 14,84 -0,89% Deutsche Telekom AG
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG 157,80 2,20% Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG
Fresenius SE & Co. KGaA (St.) 44,03 1,04% Fresenius SE & Co. KGaA (St.)
Infineon AG 15,77 0,70% Infineon AG
JPMorgan Chase & Co. 97,60 0,50% JPMorgan Chase & Co.
JUST EAT plc 8,66 1,43% JUST EAT plc
Siemens Healthineers AG 36,52 0,34% Siemens Healthineers AG
Sprint 6,09 -2,22% Sprint
Ströer SE & Co. KGaA 69,80 1,82% Ströer SE & Co. KGaA
Südzucker AG (Suedzucker AG) 15,35 3,72% Südzucker AG (Suedzucker AG)
Takeaway.com Holding BV 84,55 0,18% Takeaway.com Holding BV

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Dow Jones 26.241,09
1,07%
MDAX 25.456,74
1,88%
SDAX 10.649,26
1,59%
EURO STOXX 50 3.394,89
1,33%
FTSE 100 7.203,97
1,11%
CAC 40 5.435,48
1,70%
EURO STOXX 366,95
1,47%
REX Gesamt Kursindex 147,00
-0,08%
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