DAX-SCHLUSSBERICHT

Dax-Erholung setzt dank Schnäppchenjägern ein

Dax-Erholung setzt dank Schnäppchenjägern ein

WKN: A2E4K4 ISIN: DE000A2E4K43 Delivery Hero

68,84 EUR
-0,96 EUR -1,38 %
24.01.2020 - 09:02
07.01.2020 18:07:42

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben die jüngsten geopolitischen Spannungen ein Stück weit verdaut. Der Dax (DAX 30) knüpfte am Dienstag an seine Erholung an, die am...

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben die jüngsten geopolitischen Spannungen ein Stück weit verdaut. Der Dax (DAX 30) knüpfte am Dienstag an seine Erholung an, die am Vortag nach dem zeitweisen Fall unter die 13 000-Punkte-Marke im Tagesverlauf begonnen hatte. Zum Handelsschluss stand ein Plus von 0,76 Prozent auf 13 226,83 Punkte zu Buche. Der MDAX, in dem die Aktien der mittelgroßen deutschen Unternehmen vertreten sind, rückte um 0,33 Prozent auf 28 287,08 Punkte vor.

Wegen des zugespitzten Konflikts zwischen den USA und dem Iran war der Dax zu Wochenbeginn noch auf ein Vierwochentief gefallen. Als Treiber der Erholung sahen die Charttechniker von Index-Radar nun aber die Schnäppchenjäger wieder am Werk. "Bereits bei kleineren Rückschlägen wird der deutsche Aktienindex wieder gekauft", sprach der Experte Andreas Büchler einmal mehr von einem positiven Signal. Die Fachleute der Postbank sahen in dem jüngsten und einem potenziell noch kommenden Kursrückschlag eine gute Einstiegsgelegenheit, da es den Anlegern im Zinstal weiter an Alternativen mangele.

Im Zuge der Marktberuhigung legten auch die Ölpreise als jüngster Profiteur des Konflikts zwischen dem Iran und den USA am Dienstag nicht mehr weiter zu. Nachdem die Aktien der Fluggesellschaft Lufthansa an den vergangenen beiden Handelstagen aus Sorge vor steigenden Treibstoffkosten auf den tiefsten Stand seit Oktober gedrückt worden waren, erholten sie sich am Dienstag immerhin um 0,16 Prozent.

Favorit im Dax waren die Anteilscheine des Chipherstellers Infineon, die an den vergangenen Tagen ebenfalls schwer vom Iran-Konflikt und damit einher gehenden Konjunktursorgen getroffen worden waren. Sie stiegen nun um rund 5 Prozent. Händler verwiesen als Stimmungstreiber auf einen positiv aufgenommenen Geschäftsausblick des US-Branchenkollegen Microchip (Microchip Technology).

Im MDax belastete eine Abstufung von Delivery Hero durch die Commerzbank die Papiere des Essenslieferdienstes. Nach ihrem starken Lauf seit Mitte Dezember infolge einer angekündigten Übernahme in Südkorea empfiehlt Analyst Stephan Klepp nun, die Aktien im Depot zu reduzieren. Sie büßten mehr als 2 Prozent ein.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex der Eurozone rückte um 0,18 Prozent auf 3759,25 Punkte vor. Die Börsen in Paris und London traten nahezu auf der Stelle. In den USA gab der Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) zum europäischen Börsenschluss leicht nach.

Der Kurs des Euro fiel und notierte zuletzt bei 1,1135 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1172 (Montag: 1,1194) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8951 (0,8933) Euro.

Nachdem Bundesanleihen zuletzt wegen ihres sicheren Charakters gefragt waren, galt dies am Dienstag nicht mehr. Die Umlaufrendite stieg entsprechend von minus 0,30 Prozent am Vortag auf minus 0,29 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) fiel um 0,06 Prozent auf 144,10 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,05 Prozent auf 172,08 Punkte nach./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

Aktien in diesem Artikel

Commerzbank 5,14 0,61% Commerzbank
Delivery Hero 68,84 -1,38% Delivery Hero
Deutsche Bank AG 7,80 1,52% Deutsche Bank AG
Infineon AG 22,01 2,18% Infineon AG
Lufthansa AG 14,55 0,31% Lufthansa AG
Microchip Technology Inc. 98,65 0,23% Microchip Technology Inc.

Indizes in diesem Artikel

DAX 13.576,68
1,41%
Dow Jones 29.032,80
-0,44%
MDAX 28.802,24
1,13%
EURO STOXX 50 3.779,16
1,13%
EURO STOXX 410,04
1,01%
REX Gesamt Kursindex 144,28
0,09%
pagehit